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© RTL / Stefan Gregorowius / i&u TV

Heute Abend gibt es eine neue Ausgabe von „stern TV“ u.a. mit dem Themen: „Entführte Jesidin sah ihren IS-Peiniger in Deutschland“, „Was ist aus ehemaligen Lotto-Millionären geworden?“ und „Warum ein Bäcker 42-mal geblitzt wurde, ohne es zu merken“.

Die Themen

+ Allheilmittel oder überteuertes Gift – was ist dran am Mythos Superfood?
+ Entführte Jesidin sah ihren IS-Peiniger in Deutschland: Wurden Aschwaqs Ängste ernstgenommen?
+ Der Fall Ursula Herrmann: Warum der Bruder der Toten den Verurteilen für unschuldig hält
+ Der Fluch des Geldes: Was ist aus ehemaligen Lotto-Millionären geworden?
+ Rund 3000 Euro Bußgeld: Warum ein Bäcker 42-mal geblitzt wurde, ohne es zu merken

 

Allheilmittel oder überteuertes Gift – was ist dran am Mythos Superfood?

Wer diese Themenankündigung angeklickt hat, interessiert sich offensichtlich für das Thema Ernährung. Für Sie haben wir eine wichtige Information vorweg: Gerade Sie brauchen keine Superfoods! Überhaupt werden Chia-Samen, Goji-Beeren, Matcha und andere exotische Zutaten völlig überschätzt, sagt die Präventionsmedizinerin Prof. Karin Michels.

Insbesondere Kokosöl, das derzeit als multitalentiert angepriesen wird, sei „das reine Gift“. Das Video von dem Vortrag, den Michels an der Universität Freiburg über die Superfood-Mythen hielt, wurde schon über eine Million Mal angeklickt.

Auch andere Ernährungswissenschaftler bestätigen, dass die Superfoods vor allem eines sind: teuer. Und so „super“, wie vom Handel gerne behauptet, sind die exotischen Früchte, Beeren und Samen gar nicht.

„An Menschen lässt sich kaum nachweisen, dass die Superfoods ihre Versprechen auch halten“, sagt die Oecotrophologin Dr. Brigitte Bäuerlein. Zwar könne sie nicht bezweifeln, dass jene Pflanzen viele gute Nährstoffe enthalten.

Doch fast zu jedem exotischen Superfood gebe es eine heimische Alternative. Zudem müssten die Produkte aus weit entfernten Regionen eingeflogen werden und seien vielfach mit Pestiziden belastet.

Ist das mit den Superfoods also schlicht eine Lüge? Was ist dran an der Wirkung der Beeren, Samen und Extrakte? Welche lohnen sich, von welchen ist abzuraten und welche Alternativen erfüllen denselben Zweck?

Der Fluch des Geldes: Was ist aus ehemaligen Lotto-Millionären geworden?

Das Wort „Lottoglück“ hat für sie keine Bedeutung mehr, sagen sie. Ihr einstiger Gewinn von acht Millionen Mark hat Petra und Achim Bubert nicht glücklich gemacht. Im Gegenteil: So schnell, wie die Millionen gekommen waren, zerrannen sie dem Paar beinahe wieder in den Händen. Vor allem, weil jeder ein Stück davon abhaben wollte.

Die kleine Familie aus der Nähe von Bad Segeberg erlebte Gier, Neid und Hass – von Verwandten, guten Freunden und vermeintlichen Ratgebern. Jeder hatte einen Wunsch oder eine Idee für ein paar Hunderttausend. „Hinterher ist man immer schlauer“, kann Achim Bubert heute nur noch sagen.

Hinterher, das ist 24 Jahre nach ihrem Lottogewinn. Acht Millionen Mark hätten für den Zimmermann und die einfache Angestellte mit ihren beiden Söhnen eigentlich genug sein können, um bis heute ein sorgenfreies Leben zu leben.

Kaum vorstellbar: Die Buberts haben erneut Schulden, arbeiten ihre Kredite ab. Ihre Ehe stand kurz vor dem Aus. Jetzt betreiben Petra und Achim Bubert ein Geschäft für Anglerbedarf und Aquarienbesitzer.

Sie stehen beide im Laden, jeden Tag. Die Lottogewinner Petra und Achim Bubert waren nicht welterfahren, nicht weitsichtig, nicht kritisch. Sie glaubten – und zahlten. Und dann war das viele Geld wieder weg. Dabei hätte ihr Leben so schön werden können.

Wenige Wochen nach den Buberts gewann auch Lothar Kuzydlowski im August 1994 3,9 Millionen Mark im Lotto. Für den ungelernten Arbeiter und seine Frau ein unglaublicher Geldsegen! Kuzydlowski fühlte sich plötzlich mächtig, ließ Träume wahr werden.

Er kaufte sich zwei Lamborghini, ein Haus mit Tiergehege für seine Frau, unternahm Reisen und lud Freunde dazu ein, mit ihm auf der ganzen Welt für Tausende Euro zu feiern. Wenige Jahre später brachte der Alkohol den 52-Jährigen ins Grab.

Ein Glücksspiel, das Unglück bringt? Was macht ein Millionen-Gewinn mit den Menschen und ihrem Umfeld? Und wie gelingt es, mit dem großen Geld richtig glücklich zu werden? stern TV zeigt die eindrücklichen Geschichten gescheiterter Lottogewinner – und was sie daraus gelernt haben.




Entführte Jesidin sah ihren IS-Peiniger in Deutschland: Wurden Aschwaqs Ängste ernstgenommen?

Als IS-Kämpfer Aschwaqs Dorf im Nordwesten des Irak überfielen, nahmen sie die damals 15-Jährige und 76 weitere Menschen mit. Wenig später sei sie für 100 US-Dollar als Sex-Sklavin und Haushälterin an ein irakisches IS-Mitglied verkauft worden, erzählt Aschwaq Taalo. An einen Mann, der den Kampfnamen Abu Humam trug.

Die junge Jesidin ist eine von vielen tausend Frauen, die 2014 von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ verschleppt und versklavt wurden. „Frauen sind als Beute genommen worden, vergewaltigt worden oder ‚verheiratet‘ worden“, weiß der Psychologe und Trauma-Experte Dr. Jan Kizilhan.

„Die Frauen haben Massenexekutionen von ihren Familienmitgliedern gesehen. Und kleine Kinder ab 8 Jahren, kleine Mädchen, sind vergewaltigt worden.“ Jan Kizilhan war damals viele Male im Irak, um sich um betroffene Frauen zu kümmern. Inzwischen nimmt sich seine Initiative hier in Deutschland der versehrten Mädchen und Frauen an.

Auch Aschwaq Taalo kam nach drei Monaten, die sie unter ihrem Peiniger litt, wieder frei – und im Sommer 2015 im Rahmen des „Sonderkontingents Nordirak“ der baden-württembergischen Landesregierung nach Deutschland, nach Schwäbisch-Gmünd.

Ein gutes halbes Jahr später passierte das Unfassbare: „Abu Humam“ habe plötzlich vor ihr gestanden. In Deutschland, in Schwäbisch-Gmünd. Und vor wenigen Wochen passierte es sogar zum zweiten Mal.

Der IS-Kämpfer habe sie sogar angesprochen und sich als Abu Humam zu erkennen gegeben. Aschwaq Taalo meldete ihre Begegnungen wieder den zuständigen Behörden. Doch sie habe jedes Mal gespürt, dass Zweifel an ihren Angaben im Raum gestanden hätten.

Sie habe sich nicht genug unterstützt gefühlt. Aus Angst vor einem weiteren Zusammentreffen verließ sie ihre Flüchtlingsunterkunft und kehrte nach Hause zurück, in den Irak. stern TV hat mit Aschwaq über ihr Erlebnis in Deutschland gesprochen.

Wie der Traumatherapeut Jan Kizilhan das Erlebnis der jungen Jesidin einschätzt und wie deutsche Behörden den möglichen Flüchtlingsstatus eines ehemaligen IS-Kämpfers erklären live bei stern TV.

Außerdem in der Sendung:

+ Der Fall Ursula Herrmann: Warum der Bruder der Toten den Verurteilen für unschuldig hält

+ Rund 3000 Euro Bußgeld: Warum ein Bäcker 42-mal geblitzt wurde, ohne es zu merken

„stern TV“ heute Abend um 22:15 Uhr bei RTL

 
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