Riverboat: Die Gäste heute Abend im MDR Fernsehen (05.07.2019)

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Die beiden Moderatoren Kim Fisher und Jörg Kachelmann begrüßen die Gäste im Studio.
© MDR/Tom Schulze

Kim Fisher und Jörg Kachelmann begrüßen Michael Gwisdek, Wladimir Kaminer, Bernd Stelter, Patrick Lindner, Katerina Jacob, Britta Steffen, und Prof. Dr. Johannes Krause.

Die Gäste heute Abend

Michael Gwisdek, Schauspieler
Er ist ein Berliner durch und durch, herzlich, direkt, voller Humor und voller Geschichten. Die Schauspiellegende hat in über 150 Film- und Fernsehproduktion mitgewirkt. Als Schauspieler und Regisseur alle wichtigen Preise abgesahnt, u.a. den Deutschen Filmpreis, Deutschen Fernsehpreis, Grimme-Preis oder den Silbernen Bär. Aufgewachsen ist Gwisdek als Sohn eines Kneipenwirts in Berlin-Weißensee. Nach Jobs als Plakatmaler und Dekorateur, Handelsvertreter für Warmwasserboiler und Transportarbeiter im Transformatorenwerk Oberspree, studierte er ab 1965 an der Schauspielschule Ernst-Busch und begann seine Karriere 1967 am Theater in Karl-Marx-Stadt. Mitte der 70er Jahre wechselte er an die Volksbühne und das Deutsche Theater in Berlin und spielte auch vor der Kamera in zahlreichen DEFA-Produktionen. Auch nach der Wende 1989 in der BRD konnte sich Gwisdek als Schauspieler etablieren, spielte in gefeierten Produktionen mit wie u.a. „Coming out“ (1989), „Good Bye, Lenin!“ (2003), „Elementarteilchen“ (2006), „Das Wunder von Bern“ (2008), „Altersglühen“ (2014). Gwisdek war 22 Jahre mit der Schauspielerin Corinna Harfouch verheiratet. Seit 2007 ist er in zweiter Ehe mit der Schriftstellerin Gabriela Gwisdek verheiratet, hat zwei Söhne und vier Enkelkinder.


 

Wladimir Kaminer, Bestsellerautor
„Privat ein Russe, beruflich ein deutscher Schriftsteller“ – so der Leitspruch von Autor Wladimir Kaminer. Mit genauer Beobachtung nimmt er die symptomatischen Krankheiten der deutschen Gesellschaft mit russischem Blick aufs Korn. Er ist ein scharfsinniger, warmherziger, humoriger Beobachter und gehört seit fast 20 Jahren zu den beliebtesten und gefragtesten Autoren Deutschlands. Mit seinem Buch „Russendisko“ schaffte er damals den Durchbruch. In Moskau geboren, lebt er seit 1990 mit seiner Frau und zwei inzwischen erwachsenen Kindern in Berlin. Sein neustes Werk „Liebeserklärungen“ gewährt uns in gewohnter Weise unterhaltsame Einblicke in das unerschöpfliche Thema Liebe.

Bernd Stelter, Entertainer
„In Westfalen wurde ich groß und im Rheinland dick“, scherzt Bernd Stelter gern über seine Körperform. Seit über 30 Jahren steht der gebürtige Westfale auf der Bühne, ist eine feste Größe im Kölner Karneval und tourt mit seinen Bühnenprogrammen quer durch Deutschland. Im Februar sorgte sein Witz über den Doppelnamen von Annegret Kramp-Karrenbauer beim Kölner Karneval für einen Eklat, online kommentierte die Netzgemeinde das Ganze unter dem Hashtag #steltergate. Eine unruhige Zeit, die dem Kabarettisten aber nicht die Laune verdirbt. Aktuell feiert er sein 30jähriges Bühnenjubiläum und ist er mit seinem siebten Programm „Hurra! Ab Montag ist wieder Wochenende“ auf Tour. Bei Riverboat blickt Stelter auf Highlights der vergangenen 30 Jahre zurück und erklärt, warum bei ihm schon montags das Wochenende beginnt…

 

Patrick Lindner, Schlagersänger
1989 ging ein neuer Star am deutschen Schlagerhimmel auf: Patrick Lindner wurde mit seinem Lied „Die kloane Tür zum Paradies“ aus dem Stand Zweitplatzierter bei Carolin Reibers „Hitparade der Volksmusik“. Dutzende Alben und zahlreiche Preise später feiert er nun sein 30. Bühnenjubiläum und gönnt sich auch einen musikalischen Rückblick. Das neue Patrick-Lindner-Album heißt „Ich feier‘ die Zeit“. Dafür gibt es allen Grund. Höhen und Tiefen prägten die Karriere des gebürtigen Münchners. Mit seinem damaligen Lebensgefährten und Manager adoptierte Patrick Lindner 1998 einen acht Monate alten russischen Jungen und zog ihn groß, was von der Boulevardpresse weidlich ausgeschlachtet wurde. Heute unterstützt der Sänger mit seiner „Patrick-Lindner-Stiftung“ Projekte für lesbische, schwule oder transsexuelle Jugendliche. Patrick Lindner lebt seit zehn Jahren mit seinem Manager Peter Schäfer zusammen. Jetzt feiert er Jubiläum und hat auch in Zukunft noch viel vor.

Katerina Jacob, Schauspielerin
Zum ersten Mal seit dem Tod ihrer Mutter, der großartigen Schauspielerin Ellen Schwiers, ist Katerina Jacob in einer Talkshow. „Meine Mutter war die große Tragödin, ich eher die Komödiantin!“, schreibt die Schauspielerin, bekannt aus „Der Bulle von Tölz“, im Vorwort der erst jetzt veröffentlichten Biografie ihrer Mutter „Dich hat der Esel im Galopp verloren“. Die wiederum bekennt, dass sie Zeit ihres Lebens ein schlechtes Gewissen gehabt habe, nie genug Zeit für ihre Tochter gehabt zu haben, da sie entweder auf der Bühne oder vor der Kamera stand. Auch gesteht sie einen gescheiterten Suizidversuch. Doch bei aller Tragödie im Leben und im Beruf erlebten Mutter und Tochter gemeinsam auch absolut Komisches und Absurdes hinter den Kulissen. Anfang der 80er Jahre hatten sie ein Tourneetheaterunternehmen gegründet und spielten zusammen mehr als 30 Jahre Land auf Land ab.

Britta Steffen, Doppel-Olympiasiegerin im Freistil 2008
Vor 30 Jahren begann die Schwimmkarriere von Britta Steffen. Im Kindergarten machte die damals 6-Jährige aus Schwedt ihre erste Erfahrung im Becken: „zu klein, zu dünn“ hieß es zunächst. Schon 10 Jahre später kehrte sie mit Goldmedaillen von der Jugend-EM in Moskau zurück. Wieder 10 Jahre später war sie die schnellste Schwimmerin der Welt: Bei der WM in Rom wurde sie zweimal Weltmeisterin in 100 und 50 Meter-Freistil und schwamm zweimal Weltrekord. 2013 schmiss die Doppelolympiasiegerin das Handtuch und stürzte sich in ihr Studium in Halle / Saale. Jetzt taucht sie wieder auf: Inzwischen hat die 35-Jährige einen Master in der Tasche, einen neuen Mann an ihrer Seite und ist seit knapp zwei Jahren Mutter eines kleinen Sohnes.

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Prof. Dr. Johannes Krause, Gen-Forscher
Einige unserer Vorfahren hatten Sex mit den Neandertalern und andere kamen als Ackerbauern aus dem Nahen Osten. Herausgefunden hat das Prof. Dr. Johannes Krause. Der Thüringer ist einer der weltweit führenden Archäogenetiker, der die Geschichte der Menschheit anhand unseres Erbgutes erforscht. Seine bisher spektakulärste wissenschaftliche Entdeckung gelang ihm bereits mit Ende 20, als er eine bis dahin völlig unbekannte Urmenschenform identifizieren konnte, den „Denisova-Menschen“. Seit 2014 ist Johannes Krause einer der Direktoren des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena. In seinem Bestseller „Die Reise unserer Gene“ erzählt Johannes Krause eine spannende Geschichte von spektakulären Wanderungsbewegungen, Konflikten, Kriegen, Krankheiten und dem Drang des Menschen, die Welt zu erobern und Grenzen zu überwinden.

„Riverboat“ heute Abend um 22:00 Uhr im MDR Fernsehen