Prince Charming: Nicolas Puschmann sucht nach der Liebe!

Prince Charming: Nicolas Puschmann. Charme, Sexappeal und Humor - der 28-jährige Account Manager hat alles, was man(n) sich wünscht!
© TVNOW / Arya Shirazi

Bei TVNOW ist das neue Dating-Format „Prince Charming“ gestartet. Nicolas Puschmann sucht DEN Mann fürs Leben. Wir stellen ihn euch genauer vor.

Das ist Prince Charming Nicolas Puschmann

Geburtsort: Hamburg
Aktueller Wohnort: Köln
Seit sechs Monaten Single
Beruf: Account Manager
Hobbies: Crossfit, Schwimmen, Joggen, Singen
Lebensmotto: Be who you wanna be without regrets


 

„Lebensfroh, verlässlich und authentisch“ – so beschreibt Nicolas Puschmann sich selbst. Der gebürtige Hamburger hatte bisher zwei feste Beziehungen und sucht nun seit einem halben Jahr Mr. Right. „Ich glaube, jeder sehnt sich insgeheim nach Liebe. Viele können sich aber von den Reizen in der heutigen Gesellschaft schlecht lösen und suchen immer nach etwas noch Besserem. Ich möchte einfach jemanden an meiner Seite, mit dem es Spaß macht Zeit, zu verbringen“, sagt der 28-Jährige. Er glaubt fest daran, dass bei 20 attraktiven Singles mindestens einer dabei sein muss, der ihm gefällt. Einen bestimmten Typ, auf den er steht, hat er nicht, aber sein Traummann sollte das gewisse Etwas haben – Egoismus und Pessimums sind für Nicolas ein No-Go. Bei schönen Händen, Zähnen oder Waden wird „Prince Charming“ schon mal schwach. Und zum Thema Kinder lässt der sportverrückte Wahl-Kölner durchblicken: „Sag niemals nie“.

Nicolas‘ persönliches Guilty Pleasure ist übrigens Eiscreme: Wenn er einen ganzen Topf in die Hände bekommt, kann er nicht widerstehen und löffelt heimlich alles aus.

Nicolas Puschmann ist Prince Charming
Prince Charming: Nicolas Puschmann. Charme, Sexappeal und Humor – der 28-jährige Account Manager hat alles, was man(n) sich wünscht! – © TVNOW / Arya Shirazi

Nicolas im Interview über die Dating-Show

Du hast direkt in der ersten Folge ein Blinddate mit 20 Männern auf einmal. Wie war das für Dich?
Ja, wow! Ich hatte noch nie ein Blind Date und dann gleich zwanzig auf einmal. Das war wirklich wie Speed-Dating, was ich auch noch nie gemacht habe. Ich war so aufgeregt, bevor ich in das Haus gegangen bin. Ich habe mir über alles Gedanken gemacht und angefangen, Selbstzweifel zu bekommen. Wann stellt man sich schon mal vor 20 gestandene Männer und sagt denen quasi: „Ich bin jetzt euer Prince Charming und ihr müsst um mich kämpfen.“ Das war eine sehr interessante Erfahrung, die irgendwie schräg, aber auch cool war.

Welcher Mann hat Dich beim ersten Zusammentreffen denn am meisten überrascht?
In der ersten Gentlemen Night hat mich vor allem Sebastian überrascht, weil er der erste Mann war, der die Eigeninitiative ergriffen hat und mich um ein Einzelgespräch gebeten hat – auf eine, sagen wir, sehr eigene Art und Weise. Er hat mich nämlich direkt an die Hand genommen und mich wirklich bis zum Platz Hand in Hand begleitet. Da dachte ich: „Oh wow, das ist sehr offensiv.“ Und die ganzen anderen 19 Männer haben natürlich in dem Moment geschaut.

Am Ende des ersten Abends musstest Du Dich schon gegen einige Kandidaten entscheiden. Nach welchen Kriterien hast Du da ausgewählt?
Ich musste ja innerhalb von zwei Stunden zwanzig Männer kennenlernen und irgendwie auf meinen ersten Eindruck vertrauen. Ich habe mich am Ende dafür entschieden, dass mehrere gehen müssen – das war teilweise ein Bauchgefühl, teilweise waren sie auch nicht mein Fall. An so einem Abend kann man einfach noch nicht das Innerste eines Menschen kennenlernen. Insofern ist das nichts Persönliches, sondern nur der erste Eindruck.

Hast Du schnell gemerkt, dass Du Dich zu irgendjemandem besonders hingezogen fühlst?
Es gab schon die ein oder andere Person, bei der ich mir direkt von Beginn an dachte: „Wow, du ziehst mich in den Bann.“ Das ist mit Blicken und kleinen Auffälligkeiten geschehen.

Welche Rolle haben die Kameras – gerade bei den Dates – für Dich gespielt?
Bei den Jungs in der Villa gab es festinstallierte Kameras, die hat man schnell vergessen. Bei den Dates war das schon gewöhnungsbedürftig zu Beginn. Gerade, wenn man jemanden küsst und da direkt eine Linse neben einem ist, die das filmt. Aber nach einiger Zeit konnte ich auch das ausblenden. In der Situation hat man sowieso so intime Gespräche geführt, dass alles andere zur Nebensache wurde.

 

Es gab aber eine sehr lustige Situation: Bei einem Date waren wir im Pool und da wurde die kleine Actionkamera genau vor uns unter Wasser gehalten, damit man sieht was da passiert. Da hatte man also von oben die Kamera und von unten. (lacht)

Welchen Rat hat Dir Deine Familie mit auf den Weg gegeben, bevor Du nach Griechenland geflogen bist?
Meine Familie hat mich immer unterstützt und mir eigentlich nur einen Rat mitgegeben: Mache nichts, was du nicht machen möchtest.

Warum sollten die Leute „Prince Charming“ unbedingt einschalten?
„Prince Charming“ ist einfach eine Dating-Show, die anders ist, als das, was man bisher kennt. Die Sendung betreibt in gewissem Sinne auch ein bisschen Aufklärung. Sie zeigt den Leuten, dass Liebe kein Geschlecht hat und unter Männern genauso geflirtet wird, es Eifersüchteleien und Zickereien gibt. Es ist nichts anders – Liebe ist eben Liebe. Und es ist eine wirklich bunte Mischung an Homosexuellen dabei, sodass die Zuschauer unsere bunte Community erleben können. Und vor allem geht es um echte Gefühle, was ich selber niemals erwartet hätte. Es heißt zwar Show, aber das Wort ‚Show‘ ist eigentlich nicht korrekt, weil einfach alles echt ist, was dort passiert.

Was bedeutet „geliebt werden“ für Dich?
„Geliebt werden“ bedeutet für mich, Vertrauen zu seinem Partner zu haben und sich geborgen und sicher zu fühlen. Eine starke Schulter zu haben, aber auch gerne eine starke Schulter zu geben. Und es bedeutet, einfach in der Familie des anderen inkludiert zu sein und sich zu freuen, ihn zu haben. Aber am einfachen beschreibt man „geliebt werden“ mit „nach Hause kommen“, einfach „ankommen“. Das ist für mich Liebe.

Prince Charming ist Nicolas Puschmann
Prince Charming: Nicolas Puschmann. Charme, Sexappeal und Humor – der 28-jährige Account Manager hat alles, was man(n) sich wünscht! – © TVNOW / Arya Shirazi

Nicolas im Interview über sein Outing

Wann hattest Du Dein Coming-out?
Ich habe schon sehr früh gemerkt, dass ich auf Männer stehe. Wenn ich zurückblicke, habe ich mich damals in der fünften Klasse schon Freunden anvertraut. Ich bin eine Person, die es nicht mag, sich zu verstellen und ich wollte mich auch selbst nie verleugnen. Jeder kennt das vielleicht, wenn die Großeltern irgendwann fragen: „Hast du schon eine Freundin?“. Ich habe mich dann dabei zunächst immer selbst verleugnet, das fand ich irgendwann aber nicht mehr akzeptabel. Deshalb habe ich mich mit 15 Jahren entschieden, dass ich jetzt das Leben führen möchte, wie ich will und dann habe ich mich geoutet.

Wie lief Dein Outing dann ab?
Ich kam mit 15 Jahren von einer lesbischen Freundin aus meinem Dorf. An dem Abend habe ich viele Gespräche geführt und mir ein bisschen Mut angetrunken. Dann war ich mal wieder zu spät Zuhause. Damals hat man ja immer eine Uhrzeit der Eltern mitbekommen und ich habe mir für diesen Tag vorgenommen, wenn meine Mutter aus ihrem Zimmer kommt, oute ich mich – praktisch wie ein kleines Game. Meine Mutter hat mich natürlich gehört und ist aus ihrem Schlafzimmer gekommen, um mir zu sagen, wie spät es denn sei. Als wüsste ich selbst nicht, dass ich zu spät bin. Sie bekam dann die Antwort: „Der Typ, mit dem ich immer telefoniere ist nicht ein Freund, sondern mein Freund, ich bin schwul.“ Das war mein Outing.

Wie waren die Reaktionen darauf, dass Du schwul bist?
Meine Mutter hat ganz gut reagiert und mich direkt unterstützt, bei Vätern ist es ja oft zunächst anders. Mein Vater hatte bis dahin noch keine Berührungspunkte mit Homosexualität. Deshalb war die Akzeptanz bei ihm minimal schwieriger. Ihm fehlten einfach Informationen zu diesem Thema. Aber nach einigen Gesprächen ist er jetzt auch total cool damit.
Meine Mitschüler haben damals skeptisch reagiert. Sie dachten, es sei nur eine Phase oder ich würde mich nur ausprobieren. Ich habe aber schon mit 15 Jahren gesagt, dass das keine Phase, sondern einfach Fakt ist.


Was ist Dein Tipp an alle, die noch nicht den Mut hatten, sich zu outen?
Ich würde allen, die sich noch nicht getraut haben, sich zu outen, raten: Macht es einfach. Ihr habt nur ein Leben geschenkt bekommen, deshalb nutzt es so, wie ihr es nutzen möchtet. Alle Hater und Gegner, die das nicht toll finden, leben ja auch so, wie sie es gerne hätten. Und warum solltet ihr nicht das gleiche Recht haben? Egal, wie schmerzhaft das am Anfang auch sein mag und wie blöd manche Kommentare auch sein werden: Seid stärker und habt Mitleid mit den Leuten, die Probleme damit haben, es zu akzeptieren. Für ein Outing gibt es gefühlt nie den richtigen Zeitpunkt, deswegen sagt es einfach. Wenn es einmal raus ist, ist es raus und das fühlt sich fabelhaft an. Danach könnt ihr immer noch schauen, wer euch guttut und wer nicht. Das Leben geht immer weiter! Wie sagt man so schön: Hinfallen, Krone richten und weitermachen.

Wie wichtig ist es für Dich, dass mit „Prince Charming“ jetzt die erste Gay-Dating-Show nach Deutschland kommt?
Für mich hat TVNOW genau die richtige Entscheidung getroffen 2019 mit einer Sendung wie „Prince Charming“ an den Start zu gehen. Und es ist sehr wichtig für mich, dabei zu sein. Im Gegensatz zu den ganzen anderen Dating-Formaten geht diese Show nämlich ein bisschen tiefer, denn man wird bei „Prince Charming“ unter anderem viele verschiedene Outing-Geschichten hören. Ich bin mir sicher, dass das einigen Zuschauern helfen kann – gerade denen, die sich noch nicht trauen, sich zu outen. Ich denke, dass „Prince Charming“ dazu beitragen kann, dass diese Menschen aus sich rauskommen und sich in gewisser Weise unterstützt fühlen. Denn wenn 20 Männer, mit mir 21, offiziell in einer Sendung zu ihrer Homosexualität stehen, kann das Mut machen.

Wie gehst Du mit Kritik um, die zu dem Format kommen könnte?
Ich finde Kritik wichtig und gut, denn Kritik sorgt für Diskussion und wo es eine Diskussion gibt, findet ein Austausch statt. Die Personen, die negative Kommentare schreiben, sorgen also dafür, dass noch mehr über das Thema geredet wird. Insofern finde ich das nicht schlimm – man muss es akzeptieren und hinnehmen. Ich lasse so etwas nicht an mich ran.

Alle Folgen von „Prince Charming“ auch bei TVNOW.

Sendehinweis
„Prince Charming“ jeden Mittwoch exklusiv bei TVNOW
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