Mittwoch, 24. Juli 2024
Start"Maybrit Illner Spezial" heute Abend im ZDF (06.03.2022)

“Maybrit Illner Spezial” heute Abend im ZDF (06.03.2022)

Maybrit Illner - Das Thema und die Gäste heute Abend im ZDF
© ZDF/Christian Schoppe

Die Gäste heute Abend im “Maybrit Illner Spezial” um 22:15 Uhr im ZDF: Omid Nouripour, Markus Söder, Marina Weisband, Claus Kleber und Ernst-Jörg von Studnitz.

Die Gäste

Omid Nouripour, Bündnis 90/Die Grünen
Parteivorsitzender

Markus Söder, CSU
Ministerpräsident Bayern, Parteichef

Marina Weisband
Publizistin, in Kiew geboren, Grüne

Claus Kleber
Ehem. Moderator ZDF-“heute journal”

Ernst-Jörg von Studnitz
Botschafter a. D. – u. a. in Moskau

Die aktuelle Lage

Die russischen Truppen in der Ukraine haben ihre Angriffe am elften Tag des Krieges fortgesetzt und vor allem Städte beschossen. In der Nacht zu Sonntag war in Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, eine ganze Reihe von Explosionen zu hören, wie ukrainische Medien berichteten. Das russische Verteidigungsministerium teilte der Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit, das Militär führte eine breit angelegte Offensive in der Ukraine und hätte mehrere Städte und Dörfer eingenommen. Das ukrainische Militär erklärte, mehrere Dutzend russische Flugzeuge und Hubschrauber wären bislang abgeschossen worden. Eine unabhängige Bestätigung für derartige Meldungen war nicht zu erhalten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in einer Videobotschaft behauptet, seit Beginn des Krieges wären mehr als 10.000 russische Soldaten getötet wurden. Auch diese Angabe lässt sich nicht überprüfen.

Bei einem Besuch im Süden Polens hatte US-Außenminister Anthony Blinken am Samstag die Grenze zur Ukraine überquert, um mit seinem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba zusammenzukommen. Außenminister Kuleba erklärte erneut, die Ukraine benötige weitere militärische Unterstützung etwa in Form von Kampfjets oder von Luftabwehrsystemen. Seine Botschaft sei einfach: „Die Ukraine wird diesen Krieg so oder so gewinnen, denn es ist der Krieg des Volkes um sein Land, und wir verteidigen die richtige Sache. Die Frage ist nur der Preis, der Preis für unseren Sieg.“ Wenn die Verbündeten die Ukraine weiterhin mit Waffen versorgten, „wird der Preis niedriger sein“. Gleichzeitig kritisierte Kuleba die Absage der Nato, eine Flugverbotszone über der Ukraine einzurichten. Das Bündnis hatte am Freitag erklärt, dass ein solcher Schritt einen direkten Konflikt zwischen der Nato und Moskau eröffnen würde. Der russische Präsident Wladimir Putin warnte den Westen vor der Einrichtung einer Flugverbotszone. Dies hätte „kolossale und katastrophale Folgen nicht nur für Europa, sondern für die ganze Welt. Jede Bewegung in diese Richtung wird von uns als Beteiligung des betreffenden Landes an einem bewaffneten Konflikt betrachtet“, betonte Putin.

Im eingekesselten und unter Beschuss liegenden Mariupol wird die Lage inzwischen immer schwieriger. „Wir können nicht all die Leichen wegbringen, die auf der Straße liegen“, sagte der stellvertretende Bürgermeister der Stadt am Asowschen Meer, Sergej Orlow, dem US-Sender CNN. Es sei unmöglich, die toten Zivilisten zu zählen. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen teilte mit, in Mariupol gebe es kein Wasser und keinen Strom mehr, die Lebensmittel würden knapp.

Für Montag ist nach Angaben des ukrainischen Unterhändlers eine dritte Gesprächsrunde mit Russland über eine Waffenruhe geplant. Weitere Details nannte er in seinem Facebook-Eintrag vom Samstag nicht. Die russische Seite teilte mit, die Gespräche könnten in den kommenden Tagen stattfinden. Putin hat allerdings die Umsetzung „aller russischen Forderungen“ als Bedingung formuliert, darunter ein „neutraler“ Status der Ukraine und deren „Entmilitarisierung“. Dies lehnt Kiew ab. Bei den bisherigen Gesprächsrunden waren humanitäre Korridore in Aussicht gestellt worden, durch die Zivilisten aus den eingekesselten Städten Mariupol und Wolnowacha hätten herauskommen können. Die geplante Evakuierung der eingekesselten Großstadt Mariupol im Südosten der Ukraine ist der Stadtverwaltung zufolge auch am Sonntag gescheitert. Ein Konvoi mit Zivilisten könne wegen russischen Beschusses die Stadt nicht verlassen, erklärt die Verwaltung. Bereits am Samstag war die Evakuierung nicht möglich, da eine vereinbarte Waffenruhe gebrochen wurde. Dafür machten sich Russland und die Ukraine gegenseitig verantwortlich.

Orlow sagte in den ARD-Tagesthemen, die russische Armee habe mit Artillerie und Raketen unter anderem die „Sammelstellen“ beschossen, von denen aus tausende Zivilisten hätten in Sicherheit gebracht werden sollen. 20 von insgesamt 50 Evakuierungsbussen seien zerstört worden. Er warf Russlands Armee „Kriegsverbrechen“ vor. Russland hatte seinerseits der ukrainischen Armee vorgeworfen, für den Bruch der Feuerpause verantwortlich zu sein. Am Samstagabend erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau dann, die „Offensivaktionen“ in Mariupol seien wieder aufgenommen worden.

Mariupol liegt etwa 55 Kilometer von der russischen Grenze und 85 Kilometer von der Separatistenhochburg Donezk entfernt. 2014 hatten pro-russische Separatisten die Hafenstadt kurzzeitig besetzt, bevor diese von der ukrainischen Armee zurückerobert wurde. Sollte Mariupol fallen, würde dies den Zusammenschluss der russischen Truppen mit Einheiten aus der Krim und dem Separatistengebiet im Donbass ermöglichen. Die Stadt hat knapp 450.000 Einwohnern und ist damit um einiges größer, als die ebenfalls strategisch wichtigen Schwarzmeerhäfen Cherson und Berdjansk, die in den vergangenen Tagen von den russischen eingenommen wurden.

Quellen: Red. / dpa / reuters / afp / ap / epd / kna

Über Maybrit Illner

Die Karrierestationen der Moderatorin

Maybrit Illner begann ihre ZDF-Karriere beim Morgenmagazin. Heute ist sie das Gesicht des Polit-Talks im Zweiten Deutschen Fernsehen.

In ihrer gleichnamigen politischen Talksendung im ZDF dolmetscht sie seit 1999 erfolgreich zwischen Politik und Wahlvolk. Immer wenn sie einen der zahlreichen Preise oder Auszeichnungen für ihre journalistische Arbeit bekommt, tauchen in der Begründung Worte auf wie “kompetent, hartnäckig, charmant, schlagfertig und humorvoll”. Die Zuschauer sind ihr jedenfalls dankbar, dass sie nicht beim Sportjournalismus geblieben ist, mit dem ihre Fernsehkarriere nach dem Studium der Journalistik in der DDR begann.

Ein echtes Multitalent
Im ZDF begleitete sie seit 1992 die Zuschauer als Moderatorin des Morgenmagazins in den politischen Tag, bevor sie 1999 die Moderation von “Berlin Mitte” übernahm, der Sendung, die mittlerweile ihren Namen trägt.

2002, 2005, 2009 und 2013 moderierte sie, zusammen mit Kollegen anderer Sender, die Kandidatenduelle im Bundestagswahlkampf. Die studierte Medienfrau publizierte zudem mehrere Bücher zu gesellschaftspolitischen Themen.

Gemeinsam mit Ingke Brodersen veröffentlichte sie “Ente auf Sendung – Von Medien und Machern”. Top-Journalisten gewähren darin Jugendlichen und Erwachsenen einen Blick hinter die Kulissen ihrer Arbeit.

Für ihr Buch “Frauen an der Macht” sammelte Maybrit Illner Erfahrungsberichte erfolgreicher Frauen. Um Licht in das Sprachdickicht der Politiker zu bringen, veröffentlichte sie im Oktober 2007 ein Wörterbuch: In “Politiker – Deutsch. Deutsch – Politiker” erklärt sie mit einem Augenzwinkern, was ein Politiker meint, wenn er zum Beispiel sagt: “Wir werden das ergebnisoffen prüfen.”

Sendehinweis
“Maybrit Illner Spezial” heute Abend um 22:15 Uhr im ZDF

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