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access_time 24. Mai 2018
Maybrit Illner moderiert donnerstags ihre gleichnamige Talkshow im ZDF.

© ZDF/Christian Schoppe

„maybrit illner“ mit dem Thema „Ist die Pflege noch zu retten?“ heute Abend im ZDF und diese Gäste sind im Studio: Kornelia Schmid, Bettina Michel, Walter Keil, Ilse Biberti, Martin Bollinger, Alexander Jorde, Christiane Moll, Renata Föry, Jens Spahn und Katja Kipping.

Zahlreiche engagierte Pflegekräfte und Angehörige von Pflegebedürftigen diskutieren auf Augenhöhe mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Katja Kipping (Die Linke), Parteivorsitzende, sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, über die Situation in Altenheimen und Pflegediensten.

Was muss sich ändern, damit Pflegeskandale der Vergangenheit angehören? Keiner will ins Altenheim, trotzdem boomen Pflegekonzerne: Investiert Deutschland ins falsche System? Wie kann Pflege daheim bewältigt werden?




Die Gäste heute Abend

Kornelia Schmid

pflegt seit fast 25 Jahren ihren an Multipler Sklerose erkrankten Mann. Als die Familie die Diagnose 1994 erhielt, waren die drei Kinder noch klein. Kornelia Schmid musste alles organisieren: ihren Beruf, die Pflege und den Haushalt. Aus dieser Erfahrung gründete Kornelia Schmid 2017 den Verein „Pflegende Angehörige e.V.“ Ihr Ziel: „Pflegenden Angehörigen als dem größten Pflegedienst Deutschlands den Stellenwert geben, den sie verdienen.“ Ihre Forderung an die Politik: „Wir brauchen dringend Hilfe – unkompliziert, leicht verständlich und real umsetzbar.“

Bettina Michel

Seit über sechs Jahren pflegt Bettina Michel ihren Vater, Schalkes legendären Ex-Manager Rudi Assauer, der seine Alzheimer-Erkrankung im Jahr 2012 bekannt gab. Seine Tochter Bettina hat ihren Beruf als Hotelfachfrau aufgegeben, um ihren Vater zu Hause pflegen zu können. „Ich wusste, auf was ich mich einlasse. Habe es sogar gern gemacht. Wir haben uns unsere eigene Struktur geschaffen, ein Netzwerk aus Freunden, Nachbarn, Familie – das hilft ungemein.“

Walter Keil

Rentner aus Kassel. Gemeinsam mit seinen fünf Geschwistern hat er seine betagte Mutter in den Tod begleitet. Sie starb im Dezember 2016 mit 90 Jahren in einem Altenheim in Hannover, dort verbrachte sie die letzten zweieinhalb Jahre ihres Lebens. Familie Keil übt massive Kritik an der Pflege und Versorgung ihrer Mutter – weniger an einzelnen Mitarbeitern der (übrigens: kirchlichen) Einrichtung als an grundsätzlich mangelhaften Umständen. Personal- und Zeitknappheit seien an der Tagesordnung gewesen, Pflegefehler und vermeidbares Leiden die Folge. Keil kennt die Materie: Er hat selbst fast 40 Jahre als Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin gearbeitet und dabei u.a. Schwesternhelferinnen und Pflegediensthelfer ausgebildet. Was ihn am meisten ärgert: Anspruch und Wirklichkeit im Pflegesystem klaffen weit auseinander, Systemfehler werden systematisch vertuscht und Angehörige vielfach nicht ernstgenommen.

Ilse Biberti

Regisseurin und Autorin, u.a. für den „Tatort“. Als ihre Mutter 2005 einen Schlaganfall erlitt, zog Ilse Biberti zurück in ihr Kinderzimmer, um ihre Mutter zu pflegen. Kurz darauf erkrankte ihr Vater an Alzheimer. Die nächsten fünf Jahre pflegte Ilse Biberti ihre Eltern bis zu deren Tod. Aus dieser Erfahrung entstand ihr Buch „Hilfe, meine Eltern sind alt.“ Aktuell arbeitet sie an ihrem neuen Buchvorhaben „Wie geht denn jetzt das Älterwerden?“

Martin Bollinger

Martin Bollinger ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Pflegeethik Initiative Deutschland“. Er hat Altenpfleger gelernt, arbeitet aber mittlerweile nicht mehr in dem Bereich, sondern leitet Einrichtungen für jüngere Menschen mit psychischen Erkrankungen. Seine Mutter lebt seit 18 Jahren im Pflegeheim.

Alexander Jorde

Auszubildender in der Gesundheits- und Krankenpflege im zweiten Ausbildungsjahr. Der 22jährige aus Hildesheim sorgte im September 2017 für Aufsehen, als er Angela Merkel in einer ARD-Wahlkampf-Sendung mit großer Klarheit und Leidenschaft auf Missstände im Pflegesystem hinwies und der Bundeskanzlerin Untätigkeit vorwarf. Es dürfte auch Folge dieses Auftritts gewesen sein, dass das Pflegethema in der Schlussphase des Bundestagswahlkampfes eine größere Rolle gespielt hat. Jorde hat danach einen offenen Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn geschrieben, seine zentralen Forderungen: deutlich höhere Gehälter für Pfleger, Senkung der Arbeitszeiten und eine Stärkung der staatlichen Kontrollen.

Christiane Moll

Lehrerin aus Freiburg. Ihr Vater ist an Demenz erkrankt und lebt seit dem vergangenen Jahr im Pflegeheim „Haus Rheinaue“ in Wyhl (Baden-Württemberg). Die Bewohner leben dort in kleineren Wohngruppen statt auf anonymen Fluren. Sie sagt: „Es wird gekocht, gemeinsam gebacken, es duftet nach Kuchen und riecht nicht nach Krankenhaus. Meinem Vater geht es dort besser als zu Hause.“

Renata Föry

Unternehmerin aus Rheinland-Pfalz. Die gebürtige Polin gründete vor 14 Jahren die Vermittlungsagentur SenioCare24. Sie vermittelt osteuropäische Pflegekräfte für die häusliche Betreuung von Pflegebedürftigen. Föry setzt sich für legale Beschäftigung im häuslichen Pflegebereich ein. Die Dienstleistung ihrer Agentur ist stark nachgefragt, die Zahl ihrer Mitarbeiter und Vermittlungsverträge ist stetig angewachsen, aber der Schwarzmarkt ist größer. Deshalb fordert Föry eine bessere finanzielle Unterstützung für Pflegebedürftige, damit sich jeder eine „24-Stunden-Betreuung“ in den eigenen vier Wänden leisten kann.

Jens Spahn (CDU)

Bundesminister für Gesundheit seit 14. März 2018. Zuvor war er von 2009 bis 2015 Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Zwischen 2015 und 2018 war er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Finanzen. Seit 2002 ist er Mitglied im Deutschen Bundestag. Er studierte Politikwissenschaft an der Fernuniversität Hagen. In einem am 23.05.18 in einer Pressekonferenz vorgelegten Eckpunktepapier nennt er Vorschläge zur Bekämpfung des Pflegenotstandes.




Katja Kipping (DIE LINKE)

Katja Kipping ist seit 2012, gemeinsam mit Bernd Riexinger, Vorsitzende der Partei Die Linke. Seit 2005 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Von der Gründung der Linkspartei 2007 bis zu ihrer Wahl als Vorsitzende war sie auch stellvertretende Parteivorsitzende. Am 06. Mai verabschiedete der Parteivorstand der LINKEN ein Sofortprogramm für mehr Personal in der Pflege. Ergänzend startet die Partei in der Woche zum Tag der Pflege am 12. Mai die bundesweite Kampagne „Menschen vor Profite: Pflegenotstand stoppen!“

„Maybrit Illner“ heute Abend um 22:15 Uhr im ZDF

 
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Über den Autor

Sebastian Heide

Schon immer TV- und Serien-Fan. Seit Oktober 2009 betreibe ich die Internetseite STARSonTV. Ab 2006 leitete ich das größte Forum Europas der Serie "Queer as folk". Bis 2007 leitete ich das größte, deutsche Serienforum "Serien Forum Central".

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