Markus Lanz: Amanda Knox heute Abend zu Gast im ZDF

0
165
Heute Abend mit diesen Gästen
(c) ZDF / Ulrich Perrey

Heute Abend wird es eine besondere Ausgabe von „Markus Lanz“ geben, denn Amanda Knox wird zu Gast sein und über ihre Zeit im Gefängnis sprechen.

Als der „Engel mit den Eisaugen“ wurde Amanda Knox auf der ganzen Welt bekannt. Wegen Mordes an ihrer Mitbewohnerin wurde die amerikanische Studentin in Italien zu 26 Jahren Haft verurteilt.

Vier Jahre lang saß sie in Italien im Gefängnis, 2011 dann der Freispruch. Heute spricht Amanda Knox exklusiv bei „Markus Lanz“ über die vergangenen Jahre und erklärt: „Ich bin, wie ich bin, ich weiß, wozu ich fähig bin – ich habe nicht getötet!“

„Markus Lanz“ heute Abend um 23.15 Uhr im ZDF.

Was geschah damals?

Am frühen Abend des 1. Novembers 2007 war die Wohnung der Wohngemeinschaft in der Via della Pergola 7 verlassen. Meredith Kercher aß mit drei Engländerinnen in einer von deren Wohnungen zu Abend und machte sich frühzeitig mit einer Freundin auf den Heimweg. Um 20.55 Uhr trennten sich die Wege der beiden – 460 m vor Kerchers Wohnung.

Sie starb dort nach einem ersten rechtsmedizinischen Gutachten zwischen 21 und 23 Uhr, nach einem zweiten Gutachten zwischen 21 Uhr und 4 Uhr morgens, an massivem Blutverlust durch Stichverletzungen am Hals und durch Ersticken, möglicherweise nach einer Strangulierung.

Raffaele Sollecito, ein damals 23-jähriger Informatikstudent aus Bari, rief am Mittag des darauf folgenden Tags vom Tatort aus die Polizei an und meldete einen Einbruch sowie Blut und eine vermisste Person.

Bei ihm befand sich seine damalige Freundin, die 20-jährige Mitbewohnerin von Kercher, Amanda Marie Knox aus Seattle.

Noch bevor die Carabinieri eintrafen, erschienen zwei Beamte der Post- und Telekommunikationspolizei vor dem Haus, die den Fund zweier Mobiltelefone in der Nähe eines anderen Hauses untersuchten.

Knox und Sollecito teilten ihnen mit, dass sie auf die Carabinieri warteten, da ein Fenster zerbrochen war und sie Blutflecken im Badezimmer entdeckt hatten.

Als sie den Beamten die Situation im Haus zeigten, erreichte eine weitere Mitbewohnerin zusammen mit drei Freunden die Wohnung.

Die gefundenen Mobiltelefone konnten Kercher zugeordnet werden, jedoch weigerten sich die Beamten, die verschlossene Tür von Kerchers Zimmer aufzubrechen.

Nachdem einer der Freunde ihrer Mitbewohnerin die Tür eingetreten hatte, sahen sie Kerchers Körper leblos auf dem Boden unter einer blutgetränkten Bettdecke.

Die Beamten wiesen alle Anwesenden an, die Wohnung sofort zu verlassen, und sperrten den Tatort ab.

Neben den beiden Mobiltelefonen fehlten aus dem Besitz des Opfers auch ihre Wohnungsschlüssel, zwei Kreditkarten sowie 300 Euro in bar.