Martin Müller-Reisinger spielt „Wolf Lohmaier“.
© Steven Mahner/WDR

Moderator Marcel Schenk trifft regelmäßig Schauspieler/innen vom Ensemble der ARD-Kultserie „Lindenstraße“ zum Gespräch. Und hier kann alles nachgelesen werden.

Martin Müller-Reisinger ist seit April 2019 (Episode 1715) als „Wolf Lohmaier“ in der ARD-Serie „Lindenstraße“ zu sehen. Der gebürtige Oberösterreicher stand bereits für die Krimireihen „Tatort“, „Soko Kietz“ und „Der Winzerkönig“ vor der Kamera.

Marcel Schenk traf den sympathischen Schauspieler am Set der „Lindenstraße“ in Köln:

Wir Zuschauer sind bei deiner Rolle „Wolf Lohmaier“ hin- und hergerissen. Einerseits ist dieser Bauunternehmer knallhart, auf der anderen Seite erleben wir sein großes und liebevolles Herz im Zusammenspiel mit „Anna Ziegler“. Wie siehst du dein Serienego selbst?

Ich sehe „Wolf“ als sehr realitätsnah. Er ist ein Geschäftsmann, der versucht, auf beruflicher Ebene seine Interessen erfolgreich durchzusetzen. Direkt „hart“ finde ich ihn nicht – oder anders gesagt: Er ist hart aber fair.

Gerade undurchsichtige, böse Charaktere reizen viele Schauspieler sehr, weil man im Spiel mehr zeigen kann als bei einer durchweg „lieben“ Serienfigur. Ist das bei deiner Rolle in der „Lindenstraße“ auch so?

Auf jeden Fall! Ich spiele seit über 20 Jahren Theater und fand die reinen Liebhaberrollen immer schon eher langweilig. Figuren mit dunkleren Seiten haben mehr Facetten und sind spannender.

War die Schauspielerei dein Berufswunsch von Kindertagen an?

Es war schon ein Traumberuf für mich, zunächst wollte ich jedoch Pfarrer werden. Auch da hat man eine Bühne und Zuschauer, aber nach einigen Überlegungen habe ich mich dann für die Schauspielbühne entschieden.

War dir die „Lindenstraße“ schon ein Begriff vor dem Einstieg als „Wolf Lohmaier“ oder war das alles neu und unbekannt?

Ich war seit Beginn der „Lindenstraße“ ein ganz großer Fan der Serie und habe die ersten 20 Jahre bestimmt jeden Sonntag zugeschaut. Durch den Beruf war es danach nicht immer möglich, weiter jede Folge zu sehen, aber ich kannte alle Figuren von „Else Kling“ bis „Zorro“.

Neben deinen TV-Engagements stehst du immer wieder für Theaterprojekte auf der Bühne. Wie kann man einem Zuschauer, der nicht mit der Materie vertraut ist, den Unterschied zwischen der Arbeit vor der Kamera und der Tätigkeit als Theaterschauspieler am besten verdeutlichen?

Beim Theater hast du als Schauspieler direkten Kontakt zum Publikum, das ist natürlich etwas Wunderbares. Wenn du im Theater eine komische Rolle spielst und direkt die Lacher beim Publikum wahrnimmst, da schwebst du regelrecht. Als Fernsehschauspieler weißt du erstmal nicht, wie du über die Kamera beim Zuschauer ankommst.

Abschließend noch ein paar Auswahlfragen, anhand derer die Fans dich etwas besser kennenlernen können:

Ich heiße……
Martin Müller-Reisinger

Diesen Namen fände ich aber auch schön für mich….
Maximilian Schell

Meine erste selbstgekaufte LP/CD war…..
Cindy und Bert

Und besitzt du sie noch?
Nein!

Mein zuletzt besuchtes Konzert war….
Konstantin Wecker

Bei diesem Song drehe ich das Radio lauter….
Etwas von den Rolling Stones

Wer mich dann singen hört…..
Ähm, ich singe nicht

Hier mache ich gerne Urlaub….
Südfrankreich

Zu einem guten Essen gehört für mich….
Guter Wein

Einen freien Tag beginne ich mit….
Ausschlafen

Mein Lieblingsschauspieler ist….
Oskar Werner

Diesen Film sehe ich mir immer wieder gerne an….
Die Ehre der Prizzis

Kinoabend oder lieber eine DVD einlegen?
Kino

Meine Lieblingsregion in Deutschland ist….
Bayern

„Lindenstraße“ sonntags im Ersten

 
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