Krebstod! „Großstadtrevier“-Star Jan Fedder gestorben!

Jan Fedder ist einer der beliebtesten Schauspieler im Norden, ein echter Kerl mit Ecken und Kanten und ganz viel Herz.
© NDR

Jan Fedder hat leider den Kampf gegen den Krebs verloren. Er starb im Alter von 64 Jahren in Hamburg. 2017 zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück.

Jan Fedder kämpfte schon sehr lange mit Krebs. Im Herbst 2012 wurde bei ihm die Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms diagnostiziert, in dessen Folge er das Rauchen aufgab, sich einer strahlentherapeutischen Behandlung unterzog und ein Jahr beruflich pausierte. Im Jahr 2019 gab er in einem Interview bekannt, dass er seit längerem auf einen Rollstuhl angewiesen ist.


 

„Der Professor hat mir ein Drittel von der Zunge rausgenommen. Er wollte die Stimme erhalten. Er hat das alles wunderbar hingekriegt. Mit Ach und Krach“, erzählte Jan Fedder damals in der Talkshow „Reinhold Beckmann trifft …“.

Viele Deutsche kennen ihn als TV-Polizisten Dirk Mathies aus der ARD-Serie „Großstadtrevier“, den er seit 1991 verkörperte. Den Kurt Brakelmann spielte er seit 1997 in „Neues aus Büttenwarder“. Doch er spielte auch in vielen Filmen mit. In „Das Bott“ von 1981 hatte er seine erste große Rolle.

Ruhe in Frieden, Jan!

Über Jan Fedder

Fedder wuchs als Sohn eines Kneipenbesitzers und einer Tänzerin in Hamburg-St. Pauli auf. Seine Eltern schlossen die Kneipe regelmäßig um 18 Uhr; so sollten die Söhne Jan und Oliver nicht mit betrunkenen Seeleuten und Prostituierten zusammenkommen. Er absolvierte eine Ausbildung zum Speditionskaufmann, übte diesen Beruf aber nie aus.

Mit sieben Jahren sang Fedder als Knabensopran im Chor des Hamburger Michel. Vor seiner Schauspielausbildung, die er mit zehn Jahren begann, nahm er einige Jahre Ballett­unterricht, wechselte aber später ins Schauspielfach.

 

Im Alter von 13 Jahren stand er das erste Mal auf der Bühne und vor der Kamera (für die Serie Reisedienst Schwalbe). 19 Jahre lang spielte er im Kinder- und Jugendtheater Klecks und wirkte im Ernst-Deutsch-Theater in Stücken von Shakespeare und Goethe mit.

Seit 2007 engagiert sich Fedder als sogenannter „Bootschafter“ für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

In seiner Freizeit lebt er auf einem Bauernhof in Ecklak im Kreis Steinburg, den er ab 1997 restauriert hat.

Jan Fedder und seine Frau Marion sind seit 2000 verheiratet. Im Herbst 2012 wurde bei ihm die Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms diagnostiziert, in dessen Folge er das Rauchen aufgab, sich einer strahlentherapeutischen Behandlung unterzog und ein Jahr beruflich pausierte. Im Jahr 2019 gab er in einem Interview bekannt, dass er seit längerem auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Nach kleineren Fernsehauftritten 1979 und 1980 war seine erste größere Rolle die des ‚Pilgrim‘ in dem Film „Das Boot“. In den darauf folgenden Jahren spielte er in vielen, hauptsächlich norddeutschen Fernsehproduktionen mit, bis er 1990 schließlich beim „Großstadtrevier“ die Rolle des Polizisten ‚Dirk Matthies‘ übernahm.

Außerdem spielt er eine der beiden Hauptrollen, die des ‚Kurt Brakelmann‘, in der norddeutschen Serie „Neues aus Büttenwarder“ neben seinem Schauspielkollegen Peter Heinrich Brix als ‚Arthur Tönnsen‘.


Jener spielte auch im „Großstadtrevier“ eine Hauptrolle, nämlich die des ‚Lothar Krüger‘. Fedder spielte für die ARD auch in Verfilmungen nach Stoffen von Siegfried Lenz. Im Kino war er 2009 in Fatih Akins Komödie „Soul Kitchen“ zu sehen.

Nebenher ist Fedder seit den 1970er Jahren hin und wieder auch als Synchronsprecher tätig, so unter anderem in Brust oder Keule und als ‚Herbert‘ in den Werner-Filmen.

Als Ausgleich zu seiner Arbeit als Schauspieler betätigt er sich als Leadsänger der Band Big Balls, mit der er 1998 die CD Aus Bock und 2004 die CD Fedder geht’s nicht veröffentlichte.

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