Bettina Böttinger - Moderatorin "Kölner Treff"
© WDR/Melanie Grande

Bettina Böttinger begrüßt heute im „Kölner Treff“ Marianne & Michael, Luisa Neubauer, Tobias Schlegl, Anna Mayr, Hubert von Goisern und Werner Hansch.

Die Gäste heute Abend

Marianne & Michael
Marianne und Michael, das Erfolgsduo der Volksmusik, haben sich im Fernsehen rar gemacht. Konzerte geben sie aber immer noch und sie musizieren jetzt in Corona-Zeiten zum Beispiel vor einem Münchener Altersheim. „Einfach Freude schenken: denen, die durch Corona gefangen sind!“ Sich selbst schenken sie auch noch auf einem anderen Weg Freude und haben sich einen Traum erfüllt. Mit dem eigenen Wohnmobil von Sylt bis Südfrankreich durch Europa: Die Rollenverteilung war dabei klar: Michael fährt, Marianne weist ihn ein und kocht. Über ihre Erlebnisse und Pannen erzählen sie im Kölner Treff.

Luisa Neubauer
Sie diskutiert mit Emmanuel Macron, besucht Angela Merkel im Kanzleramt, gibt unzählige Interviews, schreibt Kolumnen: Die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer setzt sich auf vielen Ebenen für einen Kohleausstieg in Deutschland bis 2030 und gegen weltweite Armut ein. Die Geographie-Studentin mobilisiert gemeinsam mit ihren Mitstreitern der „Fridays for Future“-Bewegung Massen, dafür auf den Straßen zu protestieren. Und auch wenn die Proteste in Zeiten von Corona kurzzeitig von der Straße ins Netz verlagert werden mussten: Der Wille, weiter für den Klimawandel zu kämpfen, ist ungebrochen. Und der Termin für den nächsten großen Klimastreik auf den Straßen steht bereits.

Tobias Schlegl
Im Alter von 18 Jahren moderierte der gebürtige Kölner beim Musiksender Viva und bekam seine eigenen Talkshows. Die Presse nannte ihn den „kleinen Raab“. Später präsentierte er das politische Satiremagazin „extra 3“ und die Kultursendung „Aspekte“. Dann packte ihn die Sehnsucht, etwas Relevantes für die Gesellschaft zu machen. Er schmiss seinen TV-Job und ließ sich in den vergangenen drei Jahren zum Notfallsanitäter ausbilden. Im Kölner Treff spricht er über seine Sinnsuche, Idealismus und die Seiten des Berufs, an denen er fast zerbrochen wäre.

Anna Mayr
Arbeit ist für viele Menschen ein zentraler Lebensinhalt. Und wer lange Zeit arbeitslos und daher arm ist, hat selbst schuld, so die gängige Meinung. Die Journalistin Anna Mayr aber sagt, dass Armut und Elend in unserer Gesellschaft politisch gewollt sind, dass unser Wirtschaftssystem Arbeitslose regelrecht braucht, um weiter wachsen zu können. Denn wer rackert sich sonst in Billiglohnjobs ab? Wer würde überhaupt noch arbeiten gehen, gäbe es „die Elenden“ nicht als abschreckendes Beispiel? Was ein Leben von Hartz IV bedeutet, weiß die ZEIT-Redakteurin ganz genau. Sie ist im Ruhrgebiet bei dauerarbeitslosen Eltern aufgewachsen und fordert einen neuen Blick auf die Abgehängten unserer Gesellschaft.

Hubert von Goisern
Bekannt ist er vor allem als „Alpenrocker“, der Musiker ist aber so viel mehr: Er wohnte und arbeitete in Grönland, Tibet, den USA und Afrika, musizierte mit Kopfgeldjägern auf den Philippinen und lebte an der Seite von Jane Goodall unter Schimpansen! Immer angetrieben von der Neugier auf die Welt, gemischt mit einem kritischen Geist, gehört der Musiker Hubert von Goisern noch immer zu den großen Ausnahmekünstlern unserer Zeit und ist jetzt auch noch unter die Romanautoren gegangen.

Werner Hansch
Mit Sätzen wie „Ein Schuss, so kraftvoll wie ein lauer Darmwind“, kommentierte sich Werner Hansch einst zur Sportreporter-Legende und in die Herzen der sportbegeisterten Zuschauer*innen. Abseits der Kommentator-Kabine stand der 82-Jährige jedoch in den letzten Jahren alles andere als auf der Sonnenseite des Lebens: Kürzlich gab er öffentlich zu, spielsüchtig und hochverschuldet zu sein. Die Sucht hat er mittlerweile im Griff – die Schulden, enttäuschte Freunde und Anklagen aber sind geblieben. Wie der gebürtige Recklinghäuser sein Schicksal – trotz aller Widrigkeiten – annimmt und zurück in ein geordnetes Leben finden will, erzählt er im Kölner Treff.

Sendehinweis
„Kölner Treff“ heute Abend um 22:00 Uhr im WDR
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