Kölner Treff: Die Gäste heute Abend im WDR (01.04.2022)

Bettina Böttinger - Moderatorin "Kölner Treff"
© WDR/Melanie Grande

Im Kölner Treff begrüßt Bettina Böttinger Marietta Slomka, Nilam Farooq, Ingo Naujoks, Tupoka Ogette, Prof. Dr. Peter Vajkoczy, Marc Weide und Fritz Pleitgen.

Die Gäste

Marietta Slomka
Seit zwei Jahrzehnten moderiert sie das “heute journal” und ist bekannt dafür, auch vor unbequemen Fragen nicht zurückzuschrecken. Vom Publikum wird sie dafür geliebt – und von so manchem Politiker sicher gefürchtet. Jetzt beschäftigt sich die 52-jährige Journalistin neben den aktuellen Fragen der Weltpolitik mit den Grundlagen der Demokratie: Lohnt es sich überhaupt, wählen oder demonstrieren zu gehen? Ist der Rechtsstaat gerecht? Das sind nur zwei von vielen Beispielen, auf die die ZDF-Nachrichtenmoderatorin ebenso verständliche wie witzige Antworten weiß und damit, so hofft sie, auch zunehmender Politikverdrossenheit etwas entgegensetzen kann.

Nilam Farooq
Sie war Deutschlands erfolgreichste YouTuberin, wurde dem breiteren Publikum als Kommissarin in der Fernsehserie “SOKO Leipzig” bekannt und ist aktuell eine der gefragtesten Schauspielerinnen Deutschlands. Für ihre Rolle im Film “Contra” bekam sie im vergangenen Jahr unter anderem den Bayerischen Filmpreis. Regisseur Sönke Wortmann gab ihr direkt die nächste Hauptrolle. Doch Nilam Farooq ist der Erfolg keineswegs in den Schoß gefallen. Die Tochter einer Polin und eines Pakistani kennt die Hindernisse einer Karriere für Migrant:innen zweiter Generation und musste sich ihren Erfolg hart erarbeiten.

Ingo Naujoks
Er kam als Arbeiterkind in Bochum auf die Welt, spielte in seiner Jugend in einer Punkband und wäre fast Tierpräparator oder Polizist geworden. Doch während seiner Abiturzeit begeisterte sich Ingo Naujoks mehr und mehr für das Theater. Obwohl er von der Bochumer Schauspielschule abgelehnt wurde, gab er seinen Traum nicht auf, gründete sogar seine eigene Theatergruppe, bevor seine Karriere bei Film und Fernsehen begann. Seit zehn Jahren ermittelt der 60-jährige in der erfolgreichen ARD-Vorabendserie “Morden im Norden”. Wie er ohne Schauspielausbildung so erfolgreich wurde, was er über seine Punkerzeit denkt und warum ein wenig Spießigkeit in seinem Leben wichtig ist, das und mehr verrät er uns im Kölner Treff.

Tupoka Ogette
Seit vielen Jahren erklärt die Autorin und Antidiskriminierungs-Expertin in Workshops, auf Vorträgen und Lesungen, wie und wo sich Rassismus in unserer Gesellschaft versteckt. In Kindergärten, Schulen, Unternehmen, Kultureinrichtungen oder Adoptionsagenturen macht sie deutlich, welche Folgen ein unkritischer Umgang mit dem Thema haben kann. Dabei will sie den Menschen weder ein schlechtes Gewissen machen noch etwas verbieten – sie will sensibilisieren und sieht im Austausch vielmehr eine Chance: “Die echte Auseinandersetzung mit Rassismus eröffnet uns einen neuen Blick auf uns selbst.”

Prof. Dr. Peter Vajkoczy
Der Neurochirurg war mit damals 37 Jahren der jüngste Chefarzt aller Zeiten an der Berliner Charité. Wenn er operiert, geht es um Millimeter und oft um Leben und Tod – und das oft im wachen Zustand des Patienten, um die Gehirnfunktionen unmittelbar kontrollieren zu können. Für ihn sind die Patient:innen daher die eigentlichen Helden! Peter Vajkoczys Vater war ein angesehener Lungenchirurg. Und so interessierte sich auch der Sohn früh für die Medizin, obwohl er eigentlich zunächst eine Tenniskarriere anstrebte. Er stand sogar einmal mit Steffi Graf auf einem Siegertreppchen.

Marc Weide
Er ist amtierender Weltmeister der Zauberei in der Kategorie “Salon-Magie”. Und er wusste schon mit elf Jahren: “Ich will Zauberer werden”. David Copperfield hatte den kleinen Marc während einer Show in Oberhausen auf die Bühne geholt und sprichwörtlich verzaubert. Seitdem gab es kein Halten mehr. Heute begeistert der gebürtige Wuppertaler sein Publikum mit verblüffenden Tricks, stand damit schon in London, New York und Moskau auf der Bühne. Für ihn steht fest: “Mein bester Trick ist der, mit dem ich ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen zaubere!” Was sein Opa damit zu tun hat und warum es gar nicht schlimm ist, wenn ein Trick mal schief geht, erzählt er im Kölner Treff.

Fritz Pleitgen
Schon immer sei er “ein Glückskind” gewesen, so der ehemalige WDR-Intendant, beruflich wie familiär. Seine Erinnerungen an seine Zeit als Journalist während des Kalten Krieges und des Mauerfalls hat der einstige Auslandskorrespondent unter “großer Quälerei”, wie er berichtet, zwischen zwei Buchdeckel gefasst. Während des Schreibens erkrankte der ehemalige Präsident der Deutschen Krebshilfe an Krebs, gibt sich aber hoffnungsvoll: “Mein Arzt hat mir eine Zugabe gegeben und ich halte mich an mein Leitmotiv: Nichts ist unmöglich. Auch nicht das Gute!”

Sendehinweis
“Kölner Treff” heute Abend um 22:00 Uhr im WDR
 

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