hart aber fair: Thema & Gäste heute in der ARD (30.04.2018)

hart aber fair, moderiert von Frank Plasberg
© WDR/Klaus Görgen

Heute Abend geht es bei „hart aber fair“ mit Frank Plasberg um das Thema „Beruf Niedriglöhner – Wirtschaftsboom auf Kosten der Ärmsten?“ und diese Gäste sind im Studio: Hubertus Heil, Christian Lindner, Anette Dowideit, Erwin Helmer und Clemens Fuest.

Hohes Wirtschaftswachstum, niedrige Arbeitslosigkeit – dem Land geht es gut. Aber gilt das auch für alle Bürger? Wieso boomen gleichzeitig Ausbeutung und Lohndrückerei? Die Diskussion nach der Dokumentation zum Thema.

Die Gäste

Hubertus Heil
(SPD, Bundesminister für Arbeit und Soziales)

Der Arbeits- und Sozialminister von der SPD sagt: „Das stimmt nicht. Wir gehen mit allen Mitteln gegen illegale Dumpinglöhne vor. Noch mehr helfen würde aber, wenn die Arbeitnehmer durch steigende Löhne von diesem Boom profitieren würden.“

Christian Lindner
(FDP, Bundesvorsitzender)

Der FDP-Bundesvorsitzende sagt: „Natürlich müssen Tricksereien beim Mindestlohn verfolgt werden. Aber dieser Mindestlohn setzt Unternehmen auch unter Druck. Eine Erhöhung würde Arbeitsplätze gefährden.“

Anette Dowideit
(Wirtschaftsjournalistin, Reporterin Investigativteam für die „Welt“)

Die Investigativ-Reporterin von der Welt begleitete den Zoll auf Razzien und ist schockiert: „Viele Unternehmen beschäftigen schwarz oder sind sehr einfallsreich beim Drücken des Mindestlohns. Die Arbeiter wehren sich nicht, weil sie auf den Job angewiesen sind. Und die Bundesregierung schaut weg.“

Erwin Helmer
(Leiter der katholischen Betriebsseelsorge Augsburg; Präses der Katholischen Arbeiterbewegung Augsburg)

Der Leiter der Katholischen Betriebsseelsorge in Augsburg ist empört: „Viele Leute können vom Mindestlohn ihre Familie nicht ernähren. Wir fordern eine Anhebung auf 12 Euro 50. Politiker sollten auch mal die Menschen sehen, nicht nur die Zahlen.“

Clemens Fuest
(Präsident des ifo-Institut für Wirtschaftsforschung; Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität München)

Der Präsident des Wirtschaftsforschungs-Institut Ifo sagt: “Löhne werden nach Angebot und Nachfrage berechnet, nicht nach Gerechtigkeit. Deshalb sollten Löhne nur dort steigen, wo gute Leute knapp sind und nicht dort, wo genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.“

Wie immer können sich Interessierte auch während der Sendung per Telefon, Fax, Facebook und Twitter an der Diskussion beteiligen und schon jetzt über die aktuelle Internet-Seite (www.hart-aber-fair.de) ihre Meinung und Fragen an die Redaktion übermitteln. Die User können über www.hartaberfair.de während der Sendung live mitreden und diskutieren. So ist „hart aber fair“ immer erreichbar: Tel. 0800/5678-678, Fax 08005678-679, E-Mail hart-aber-fair@wdr.de.

Sendung verpasst?

„hart aber fair“ wird in unterschiedlichen Programmen wiederholt. Hier finden Sie die aktuellen Termine:

Dienstag, 01.05.2018

Das Erste um 02.10 Uhr
tagesschau24 um 23.20 Uhr

Mittwoch, 02.05.2018

MDR Fernsehen um 02.25 Uhr
WDR Fernsehen um 06.05 Uhr

Als Zuschauer zu Gast in der Sendung?

„hart aber fair“ wird entweder aus Köln oder Berlin live ausgestrahlt. Der endgültige Sendeort wird aber immer erst sehr kurzfristig festgelegt.

Falls Sie Karten anfragen möchten, wenden Sie sich gerne an die Redaktion – entweder über die „Kontakt“-Seite oder direkt per Mail an:

karten.hart-aber-fair@wdr.de

„hart aber fair“ heute Abend um 21:00 Uhr in der ARD

 
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