Erfolgreicher ESC-Vorentscheid. Cascada fährt nach Malmö
© NDR/Willi Weber

Die Feier zum Gewinn des Vorentscheids war noch nicht vorüber, da wurden schon Plagiatsvorwürfe laut, dass Cascadas Teilnehmersong „Glorious“ ein Plagiat des Gewinnersongs des letzten Eurovision Song Contests „Euphoria“ sei.

Die BILD druckte medientauglich beide Tonspuren ab und wollte somit ein Plagiat nachweisen. Doch ganz so einfach ist das nicht. Der NDR lässt derzeit tatsächlich den Song „Glorious“ überprüfen. Ob es sich um ein Plagiat handelt, wird ein Gutachten zeigen, dass am Mittwoch veröffentlicht werden soll.

Unterdessen haben die Produzenten von „Euphoria“, Thomas Gustafsson und Peter Boström, über BILD mitgeteilt, dass in ihren Augen der Song „Glorious“ kein Plagiat sei. „Wir fühlen uns auf alle Fälle geehrt. Für uns ist das aber kein Plagiat. Wenn man sich nun die Komposition in einem Wellen-Diagramm anschauen würden, würde man fest stellen, dass 10.000 Pop-Songs einen ähnlichen Verlauf haben“, sagte Gustafsson zu BILD.

Thomas Gustafsson spricht die Wahrheit an, denn auch wenn sich beide Songs ähneln, könnte ein Plagiatsvorwurf auch auf viele andere Songs anzuwenden sein. Aber viele Songs hören sich heutzutage ähnlich an, besonders im Dance- und House-Bereich.

Daher ist ihre Meinung zu dem Plagiatsvorwurf auch eindeutig: „Wir haben uns den Song angehört und konnten in der Tat erkennen, dass sich „Cascada“ von unserem Song, sagen wir mal, inspirieren lassen hat. Wenn die deutschen Verantwortlichen in der Tat glauben, das es sich bei ihrem Song um ein Plagiat unseres Songs handelt könnte, dann sollen sie das überprüfen, das ist ihr gutes Recht. Pop-Songs sind sich in der Regel aber immer ähnlich.“

Jetzt bleibt abzuwarten, was das Gutachten am Mittwoch aussagen wird. Sollte es sich tatsächlich um ein Plagiat handeln, dann würde Cascada disqualifiziert werden. Ob dann LaBrassBanda an ihre Stelle rückt oder der Vorentscheid wiederholt werden muss, ist natürlich noch völlig unklar. Wir halten euch auf dem Laufenden.