© WDR/Mike Hericks
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Aufgrund einer unbekannten, riechenden Chemikalie im Keller, wurde heute Vormittag das WDR-Funkhaus in der Düsseldorfer Stromstraße evakuiert. Dies hat auch Auswirkungen auf das WDR Programm.

Ein Haustechniker hatte im Keller des WDR-Landesfunkhauses einen Behälter mit einer ihm unbekannten, riechenden Chemikalie entdeckt und gegen 10 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Weil auch die Feuerwehrleute zunächst nicht sagen konnten, um welche Substanz es sich handelte und sich der Geruch durch das Funkhaus zog, wurde das komplette Gebäude gegen 11.15 Uhr evakuiert. „Es finden Messungen der Luft statt und unsere Kollegen analysieren Stoffproben“, erklärte Feuerwehrsprecher Tobias Schülpen WDR.de. 75 Feuerwehrleute waren im Einsatz, circa 300 Mitarbeiter aus dem Funkhaus mussten ihren Arbeitsplatz verlassen.

„Zehn Mitarbeiter haben den süßlichen, metallischen Geruch eingeatmet“, berichtete Schülpen nach der Lagebesprechung gegen Mittag. Diese zehn Menschen klagten über Kopfschmerzen und Übelkeit. Eine schwangere Frau und ein Mann wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Um welche Substanz es sich handelt, konnten die Experten bisher nicht sagen. „Auch die Ursache ist immer noch unklar“, betonte der Feuerwehr-Sprecher. „Wir wissen noch nicht, ob die Substanz aus der Haustechnik oder aus der Requisite stammt.“

Die Arbeit im Funkhaus ist komplett zum Erliegen gekommen. Daher wird die Evakuierung auch Auswirkungen auf das Programm haben. Welche Sendungen betroffen sein werden ist noch nicht klar – wir halten Sie auf dem Laufenden. „WDR aktuell“ um 12.45 Uhr wurde aus dem Studio Duisburg gesendet.

Die Straßen um das Landesfunkhaus herum sind weiträumig gesperrt, auch die Stromstraße selbst ist komplett gesperrt. Wie lang der Einsatz dauert, ist unklar.