ESC 2020: Wettbewerb in Rotterdam wegen Corona abgesagt

Der diesjährige Wettbewerb wurde aufgrund des Coronavirus abgesagt.
© EBU

Es war damit zu rechnen und nun ist es Gewissheit, denn der „Eurovision Song Contest“ in Rotterdam wurde offiziell abgesagt. Grund: Das Coronavirus.

Der 65. Eurovision Song Contest in Rottderdam im Mai ist abgesagt. Das hat die European Broadcasting Union (EBU) am Nachmittag bekannt gegeben.

In den letzten Wochen habe man viele alternative Optionen untersucht, um den Eurovision Song Contest zu ermöglichen. „Aufgrund der Unsicherheit, die durch die Verbreitung von COVID-19 in ganz Europa entsteht, und der von den Regierungen der teilnehmenden Rundfunkanstalten und der niederländischen Behörden auferlegten Beschränkungen hat die Europäische Rundfunkunion die schwierige Entscheidung getroffen, mit den Planungen für das Live-Event nicht fortzufahren. Die Gesundheit von Künstlern, Mitarbeitern, Fans und Besuchern sowie die Situation in den Niederlanden, Europa und der Welt stehen im Mittelpunkt dieser Entscheidung“, heißt es in der Erklärung vom Mittwochnachmittag.


 

Gespräche darüber, ob der ESC 2021 in Rotterdam ausgetragen werden kann, laufen derzeit.

Jon Ola Sand, Executive Supervisor: „Wir sind sehr stolz auf den Eurovision Song Contest, der seit 64 Jahren Menschen in ganz Europa vereint. Und wir sind zutiefst enttäuscht über diese Situation. Die EBU zusammen mit dem Host Broadcaster NPO, NOS, AVROTROS und die Stadt Rotterdam werden weiterhin darüber sprechen, ob es möglich ist, den Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam auszurichten. Ich möchte mich bei allen bedanken, die dieses Jahr an der Durchführung eines großartigen Eurovision Song Contest beteiligt waren. Wir bedauern diese Situation sehr, aber ich kann Ihnen versprechen: Der Eurovision Song Contest wird stärker als je zuvor zurückkehren.“

Thomas Schreiber, ARD Koordinator Unterhaltung: „Das haben wir erwartet und befürchtet – es ist leider die einzig richtige Entscheidung. So enttäuschend es für alle Beteiligten, für alle Künstlerinnen und Künstler und alle Zuschauerinnen und Zuschauer in Europa und Australien ist, so gilt doch auch für den ESC: Die Gesundheit aller muss oberstes Ziel sein.

Durch intensive Gespräche weiß ich, dass sich das niederländische Team um Executive Producer Sietse Bakker, die EBU mit Jon Ola Sand sowie die Reference Group hochprofessionell, sehr verantwortungsvoll und gründlich allen Fragen gestellt hat, die die Corona-Epidemie für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Eurovision Song Contest aufwirft. Ich habe uneingeschränktes Vertrauen, dass alle Verantwortlichen mit Hochdruck an der bestmöglichen Lösung für den ESC 2021 arbeiten.

2020 wird das erste Jahr seit 1956 sein, in dem es keinen Eurovision Song Contest in Europa geben wird. Was das im Detail für uns und unseren Künstler Ben Dolic mit seinem erfolgreichen Song ‚Violent Thing‘ bedeutet, werden wir jetzt mit unseren kreativen Partnern besprechen.“

Was das Erste am 16. Mai im Hauptabendprogramm zeigen wird, wird zeitnah entschieden. Ob es ein europaweites Angebot der EBU für alle 41 Länder, die in diesem Jahr am ESC teilgenommen hätten, geben kann oder ob das Erste einen Eurovisions-Abend zeigen wird, wird so schnell wie möglich mitgeteilt. Die Halbfinale hätte ONE übertragen. Auch dort steht das Alternativ-Programm derzeit noch nicht fest.

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