Ruddy Estevez
Masseur und Wellnesstherapeut
Sänger aus Hamburg

Geboren in der Dominikanischen Republik lebt Ruddy heute als freiberuflicher Masseur unter der Woche in Hamburg und am Wochenende im niedersächsischen Göttingen. Die Liebe zur Musik hat Ruddy mit einer Mutter als Sängerin und einem klassikbegeisterten Opa schon in die Wiege gelegt bekommen. Bei „Das Supertalent“ trat Ruddy mit Andrea Bocellis „Canto della terra” auf und erhielt vom Publikum stehende Ovationen. Auch die Jury fand seinen Auftritt sensationell, einzig Dieter Bohlen kritisierte, dass Ruddy neben seiner hervorragenden Technik ein wenig Gefühl vermissen ließ. Das Urteil des Pop-Titans war Ruddy besonders wichtig, hatte er doch im Vorfeld angekündigt: „Wenn Dieter Bohlen sagt, ich habe kein Talent – dann werde ich nie wieder singen.“ Keine Sorge: Dreimal „Ja“ von der Jury und eine Runde weiter – sogar bis ins Halbfinale. Privat lebt Ruddy geschieden von seiner Ex-Frau, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat, die in Göttingen leben. Ruddy lebt in Hamburg, hat aber nach wie vor einen guten Kontakt zu seiner Ex-Frau und seinem Sohn. In seiner Freizeit meditiert Ruddy und interessiert sich für den Buddhismus. Da er in der Dominikanischen Republik viel Leid miterlebt und in Armut gelebt hat, würde er, sollte er die Siegerprämie in Höhe von 100.000 Euro gewinnen, in seiner Heimat eine Zufluchtsstätte, die den Namen seiner Mutter tragen soll, für arme Kinder und Familien eröffnen, in der sie Essen bekommen und langfristig eine grundlegende medizinische Versorgung. Dieses Projekt liegt ihm sehr am Herzen.

Ryan Lam
Englischdozent
Samuraischwertkünstler aus Mannheim (Baden-Württemberg)

Geboren im kanadischen Dunnville, begannn Ryan Lam nach seinem Highschool-Abschluss im Jahr 1991 ein Französisch und Linguistik-Studium an der Carleton-University in Ottawa. 1998 zog es ihn für zwei Jahre nach Tokio. Hier arbeitete er als Englisch-Dozent und trainierte außerdem unter einem der wenigen Top-Meister Karate. Seit zehn Jahren lebt Ryan Lam nun in Mannheim, wo er bis heute an der Universität Mannheim als Englisch-Dozent tätig ist. Bei „Das Supertalent“ kündigte er an, eine Salatgurke mit seinem Samuraischwert zu zerstückeln – das Besondere: Ryan Lam hat dabei verbundene Augen und sein Assistent hält die Gurke mit seinem Mund! Dieter Bohlen war zunächst nicht überzeugt. „Meine Mutter macht auch Gurkensalat und sagt nicht, dass sie das Supertalent ist“, kritisierte der Pop-Titan. Doch Ryan Lam bat zum Selbstversuch – und Dieter stockte der Atem, als das Samuraischwert erst kurz vor seinem Unterarm zum Halt kam. Das Resultat: Die Jury war überzeugt, dreimal „Ja“ und als nächster Schritt das Halbfinale. Ob sich Dieter Bohlen von dem Schock erholt hat und sich erneut als Versuchskaninchen anbietet?

Sonja Pesie
Berufsschülerin
Sängerin aus Pluwig (Rheinland-Pfalz)

So ein Wechselbad der Gefühle erlebte wohl noch keiner der „Supertalent“-Kandidaten. Zunächst sah alles so aus, als würde Sonja Pesie mit ihrer Darbietung von „Unbreak Your Heart“ von Toni Braxton scheitern. Doch Pop-Titan Dieter Bohlen sah etwas in der 15-Jährigen, gab ihr eine zweite Chance – und Sonja legte los! Mit „In My Daughter’s Eyes“ von Martina McBride überraschte die Schülerin im zweiten Anlauf die Jury und das Publikum. Die Folge: Standing Ovations und minutenlanger Applaus. „Ich habe Gänsehaut, der Titel passt zu dir wie Faust aufs Auge“, urteilte Dieter Bohlen und auch Sylvie van der Vaart und Bruce Darnell waren begeistert. Dieter Bohlen vergab im Namen der Jury „Drei Hammer JAs“. Gemeinsam mit ihrer „Patchworkfamilie“ (Vater, Stiefmutter und Halbbruder Miguel) lebt Sonja in Pluwig, besuchte dort bis vor kurzem auch die Schule, bevor sie nach der 9. Klasse auf eine berufsbildende Schule in Trier wechselte, um dort in zwei Jahren ihren Realschulabschluss in Richtung Gesundheit und Pflege zu machen. Sonja träumt von einer Karriere als Sängerin, aber wenn das nicht klappen sollte, würde sie gerne ihr Abitur machen, um danach Sozialpädagogik zu studieren. Zu ihrer Mutter hat die 15-Jährige keinen Kontakt. Liebe, Zuwendung und vor allen Dingen die Unterstützung, um ihren Traum vom Singen zu verwirklichen hat Sonja bisher noch nie von ihrer Mutter erfahren. „Ich wünsche mir, dass sie mich bei ‚Das Supertalent’ sieht und merkt, dass ich doch was kann“, so Sonja. Sollte sie „Das Supertalent“ gewinnen, würde Sonja das Geld gut anlegen, um später ihre Ausbildung finanzieren zu können.

Stevie Starr
Artist/Künstler
Extremschlucker aus London (England)

Münzen, Billardkugeln, Feuerzeuge, Schlüssel oder Ringe – vor dem Speiseröhrenakrobat ist nichts sicher. Der Clou: Stevie Starr würgt die Gegenstände sortiert und in der richtigen Reihenfolge auch wieder aus seinem Magen hoch. Auch Sylvies Ring beförderte Starr in seine Magenegegend und brachte ihn unbeschadet wieder zum Vorschein. Schon im Alter von vier Jahren begann der Schotte damit, sein Taschengeld zu schlucken. Seitdem hat er sein Talent perfektioniert. Bevor er dieses öffentlich machte, arbeitet Starr als Sous-Chef und in einer Metzgerei. Auf der „Supertalent“-Bühne gab es für den Schotten großes Lob von der Jury: „Ich bin absolut überrascht, ich dachte ich hätte inzwischen alles gesehen, aber das war ganz groß“, lautete das Urteil von Dieter Bohlen. Stevies größter Traum ist es, mit seinem Talent weltberühmt zu werden. Sollte er „Das Supertalent“ 2010 werden, würde der 40-fache Onkel (Starr hat insgesamt 10 Geschwister) ein Teil der Siegerprämie an soziale Projekte spenden.

Tanja Grünewald
Hausfrau
Sängerin aus Darmstadt (Hessen)

Als Tanja die Bühne des Supertalents betrat, war sie besonders aufgeregt. Mit ihrem Auftritt erfüllte sie ihrem Vater († 57) seinen größten Wunsch. Denn ihr Vater war es, der das Talent der damals achtjährigen Tanja entdeckte, und für ihn sang sie „There you’ll be“ von Faith Hill. Das Resultat: Standing Ovations vom Publikum und 3-mal Ja von der Jury. „Das war ganz, ganz toll“, lobte Bruce ihren Auftritt und Sylvie konnte ihm nur zustimmen. „Ich bin so froh, dass wir dich hier sehen durften“, lautete das Urteil der Holländerin.
Tanja konnte ihr Glück kaum fassen und war zu Tränen gerührt „Damit hätte ich nie gerechnet, ich bin so glücklich.“ Die Hausfrau hat ihr ganzes Leben bislang der Familie gewidmet, vor allem der Pflege des verstorbenen Vaters. Zum Casting angereist war die Hessin mit familiärer Unterstützung: Ihre Schwestern Jasmin und Carmen, ihre Mutter sowie ihre drei Tanten Carmen, Leila und Roswitha drückten Tanja vor Ort die Daumen: „Wir freuen uns so sehr, dass sie endlich den Schritt auf die Bühne gewagt hat.“ Mit Erfolg: Eine Runde weiter und dem Traum von der großen Bühne ein Stückchen näher gerückt. Mit ihrem Auftritt bei „Das Supertalent“ hat Tanja das allererste Mal in ihrem Leben etwas nur für sich getan und sich selber einen großen Wunsch erfüllt. Die Hessin hofft, dass ihre Reise mit dem Erreichen des Halbfinales jetzt noch nicht zu Ende ist. „Hoffentlich werden die Zuschauer für mich anrufen. Das nächste Ziel heißt jetzt ‚Finale’.“

Thomas Lohse
Berufsfachschüler
Pianist aus Leuna (Sachsen-Anhalt)

Vom Förderschüler zum Supertalent: Diesen Traum will sich Thomas Lohse verwirklichen – und dafür kämpfen. Beim Casting beeindruckte Thomas die Jury mit der Geschichte seines größten Triumphs: Als Analphabet von der Lernbehindertenschule über die Realschule bis zum Abitur und einer Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten kämpfte sich Thomas durch seine Schullaufbahn und hat vor kurzem sein Studium in Halle begonnen, Fachrichtung Finanzwirtschaft. Für seinen Erfolg und seinen Traum vom Klavierspielen hat der zielstrebige 26-Jährige immer kämpfen müssen: „Am Anfang hat mich niemand ernst genommen.“ Unterstützung erhielt er nur von seinen Eltern Christina (55) und Andreas (50), die fest an ihren Sohn glaubten. Sein musikalisches Talent zeigte sich schon in der Grundschule, wo Thomas im Chor sang und zu jedem festlichen Anlass Klavier spielte. Später nahm er am städtischen Konservatorium in Halle Klavierunterricht, mit dem Ziel nach seinem Abitur im Jahr 2008 in Paris das Fach „Klavier“ zu studieren. Dann das Pech: Er hatte das Höchstalter schon überschritten, wurde nicht angenommen. Doch Thomas kämpfte sich weiter durch, bis zu seinem Castingauftritt bei „Das Supertalent“. Mit Erfolg: Jury und Publikum waren von seinem Ehrgeiz begeistert und die Herzen flogen ihm endgültig zu, als er auf dem Piano „Comptine d’un autre été l’aprés-midi“ von Yann Thiersen aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ spielte. Bruce Darnell wollte gar nicht, dass Thomas aufhörte zu spielen: „Spiel, spiel einfach weiter!“ Sylvie van der Vaart meinte „Du kannst stolz auf dich sein. Du spürst die Musik mit dem ganzen Körper, das sieht man und das macht es zu etwas ganz Besonderem“ und Dieter Bohlen überzeugte vor allem die Authentizität von Thomas’ Darbietung. Thomas selber konnte sein Glück nach dem Auftritt kaum fassen: „Die harte Arbeit hat sich gelohnt.“ Sollte er „Das Supertalent“ 2010 werden, hätte er eine perfekte Ausgangsituation, um doch noch Berufsmusiker zu werden. Mit der Siegprämie würde er sich dann endlich auch ein neues Klavier leisten können.

Timothy Patch
Künstler
Nacktmaler aus Lower Beechmont (Australien)

Ein Sänger, ein Mundharmonikaspieler und ein Hundedompteur – diese Talente schafften in den vergangenen drei Staffeln bei „Das Supertalent“ den Schritt nach ganz oben auf das Siegertreppchen. Warum sollte also nicht mal ein Künstler der ganz anderen Art die Herzen der Zuschauer erobern? Sicher ist: Timothy Patchs Auftritt gehörte wirklich zu den kuriosesten der diesjährigen Staffel. Der gebürtige Engländer mit australischen Wurzeln machte zunächst eine Ausbildung als Zimmermann und arbeitete knapp 15 Jahre in seinem Beruf, ehe er nach Australien auswanderte und dort eine Töpferei gründete. Sein eigentliches Talent liegt aber ganz woanders: Als der Australier die Supertalent-Bühne im silbernen Anzug und schwarzem Jackett betrat, sah zunächst noch alles sehr harmlos aus. Doch dann ließ er die letzten Hüllen fallen und pinselte los – mit seinem intimsten Körperteil! „Ich glaube nicht, dass das in Deutschland schon jemand gesehen hat“, so Timothy über sein Talent. Innerhalb von knapp einer Minute zauberte er die Mona Lisa auf die Leinwand. „Mit den Fingern malen kann ja jeder, aber mit dem besten Stück – das ist schon etwas anderes“, argumentierte Timothy und hatte damit schließlich auch die Jury auf seiner Seite. „Ich glaube, dass die Zuschauer so etwas sehen möchten“, erklärte Bruce seine Entscheidung. Mal sehen mit welchen Portraits Timothy Patch die Zuschauer und die Jury im Halbfinale erstaunen wird.

Tobias Diesner
Chemiker
Luftballonkünstler aus Augsburg (Bayern)

Als Tobias Diesner mit seinen Luftballons die Supertalentbühne betrat, waren Sylvie van der Vaart, Dieter Bohlen und Bruce Darnell zunächst skeptisch. Doch als der 31-jährige seinen Laubsauger auspackte, hatte Tobias die Aufmerksamkeit und die Lacher des Publikums und der Jury auf seiner Seite. Was man alles mit einem Ballon anstellen kann, hat der Augsburger dann bewiesen: Hunde aus Luftballons zu knoten ist nichts Neues, dafür braucht der diplomierte Chemiker, der zurzeit seine Doktorarbeit schreibt, nur drei Sekunden, aber selber in einen Ballon zu steigen – auf die Idee kommt nicht jeder: „Bei meinem Auftritt besteht immer das Risiko, dass der Ballon platzen könnte. Das passiert in einem von fünf Fällen“, so Tobias Diesner. Diesmal nicht – Glück gehabt und 3 Mal Ja von der Jury „Das ist genau das, was die Show braucht“, meinte Bruce. Und Diesner verspricht: „Beim nächsten Mal komme ich mit einer Kettensäge.“ In seiner Freizeit reist der Augsburger gerne. Während seiner Weltreise machte er unter anderem Stopp in Sydney, wo er einen Ballonkünstler traf, der ihn in die Geheimnisse einweihte. Sollte er „Das Supertalent 2010“ gewinnen, würde er die Sieg in eine eigene Wohnung investieren.

Tobias Kramer
Freiberuflicher Tanzlehrer für Gehörlose
Tänzer aus Coesfeld (NRW)

Tobias „Tobiz“ Kramers Leidenschaft ist das Tanzen – und das, obwohl er die Musik nicht hören kann, denn Tobias ist von Geburt an gehörlos. Mit diesem Handicap trat er zur großen Verwunderung von Jury und Publikum beim Casting mit einer Tanznummer an: „Ich fühle die Musik und den Rhythmus. Die Choreographie mache ich nach Bass. Mein Motto: ‚Rhythmus ist keine Behinderung’“, so der freiberufliche Tanzlehrer. Wenn er den Text zum Song vorher liest, bringt er außerdem die Gebärdensprache in seine Choreographie mit ein. Seine Liebe zur Musik entdeckte der 27-Jährige durch Michael Jackson: „Er ist mein Vorbild. Der hatte einen solchen Rhythmus beim Tanzen.“ Dann sah er gemeinsam mit seiner Mutter den Film „Dirty Dancing“: „Als ich noch klein war, haben wir dazu getanzt.“ Tobias tanzt seit seinem 12. Lebensjahr, inzwischen nicht nur Breakdance, sondern auch Choreographie, Hip Hop, Krumping und Salsa. Sein großer Traum ist es, eine Tanzschule für Gehörlose zu eröffnen. „Hörende sollen sehen, dass Gehörlose genau wie sie tanzen können. Behinderte sollten zeigen, dass sie genauso viel können, wie Nicht-Behinderte.“ Zum Casting begleitet wurde er von seinem Dolmetscher Thorsten Rose aus Recklinghausen begleitet, durch den Jury und Publikum nebenbei noch ein paar Lektionen in Gebärdensprache erhielten und das Zeichen für „Applaus“ lernten. Am Ende hieß es für Tobias „Daumen hoch“ von der Jury und den Zuschauern und freie Bahn für das Halbfinale.

Yevgeniya Stöcklin
Polefitnesstrainerin
Poledancerin aus Zürich (Schweiz)

Seit drei Jahren trainiert die gebürtige Ukrainerin fünfmal pro Woche an der Stange und ist die amtierende Miss Polefitness der Schweiz. Die neue Trendsportart aus den USA hat einen großen Vorteil: „Alle Muskeln im Körper werden gleichmäßig trainiert. Sogar der Muskel am Unterarm, den man mit normalen Fitness-Übungen nur schwer aufbauen kann“, so die sportbegeisterte Yevgeniya, die in Zürich lebt und als Polefitness-Trainerin arbeitet. Beim Casting überzeugte die Schweizerin in einem silberfarbenen knappen Outfit und mit einer speziellen Choreografie zu Evanescenes „Bring me to life“. „Großes Kompliment“ gab es von Bruce, „Wahnsinn“, urteilte Dieter Bohlen und ein „Ja“ von Sylvie machten den Weg frei für das Halbfinale. Ihr großer Traum ist es nun, es in das Finale von „Das Supertalent“ zu schaffen – wenn nötig auch mit High-Heels, die sich Sylvie für den nächsten Auftritt wünschte. Sollte sie gewinnen, hat Yevgeniya, die von ihren Freunden „Genia“ genannt wird, auch schon einen konkreten Plan für den Einsatz der Siegerprämie von 100.000 Euro: „Ich würde ein Waisenhaus und meine Familie in der Ukraine unterstützen.“ Auf der Wunschliste ebenfalls ganz oben steht für sie die Teilnahme an der Polefitness Weltmeisterschaft: „Unter die letzten fünf zu kommen, das wäre das Größte.“

Alle Infos zu „Das Supertalent“ im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/unterhaltung/das-supertalent-2010.html