Freddy Sahin-Scholl
Musiker / ehemaliger Krankenpfleger
Sänger aus Karlsruhe (Baden-Württemberg)

„Meine Knie zittern“, sagte Freddy Sahin-Scholl nach seinem Auftritt beim Casting. Kein Wunder, denn das Publikum reagierte auf seine faszinierende Darbietung mit tosendem Applaus und Standing Ovations. Der 57-Jährige sang seine Eigenkomposition „Carpe Diem“ – alleine und zweistimmig, in den Tonlagen Bariton und Sopran. „Danke für dieses Geschenk“, sagte Sylvie van der Vaart nach Sahin-Scholls Auftritt sichtlich gerührt. Das Talent zum Duett mit sich selbst entdeckte Sahin-Scholl erstmals nach seinem Stimmbruch, als er trotz seiner neuen tiefen Stimme auch immer noch mit seiner hellen Knabenstimme singen konnte. Eine einzigartige Leistung, mit der Sahin-Scholl hofft, einem breiten Publikum bekannt zu werden und seinen Lebensunterhalt mit seiner Musik zu verdienen. Seinen gelernten Beruf des Krankenpflegers hängte der Karlsruher vor 17 Jahren an den Nagel, um sich voll und ganz seiner Musik widmen zu können. Den Rücken dafür frei hält ihm seitdem seine Frau Jasmin (41): „Ich weiß, dass er etwas ganz Besonderes ist.“ So viel Unterstützung war nicht immer selbstverständlich für den Autodidakt: Als farbiges Kind wuchs der Deutsch-Amerikaner mit arabischen Wurzeln im Heim auf, wurde oft von den anderen Kindern gehänselt und ausgegrenzt. Trost fand er dann in seiner Musik. Juror Bruce Darnell urteilte: „Aus diesem Grund bin ich bei ‚Das Supertalent’ Wo warst du nur die ganze Zeit?“ Dieter Bohlen meinte sogar: „Die Nummer ist der Oberkracher“ und winkte den Sänger durch mit „eins, zwei, drei Ja-Stimmen und noch eine vom Publikum.“ Nun steht Sahin-Scholl im Halbfinale bei „Das Supertalent“ und hofft, dass er die Fernsehzuschauer ebenso von seinem Talent überzeugen kann wie die Jury.

Harry Keaton
Magier aus Offenbach (Hessen)

Harry Keaton wurde 1969 in Frankfurt am Main geboren. Hier studierte er Germanistik sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Für sein Studium in den USA (Trenton / New Jersey) erhielt er ein einjähriges Stipendium. Neben Hochschule, Tätigkeiten als Journalist und dem Besuch unzähliger Broadway-Shows absolvierte er in New York ein Praktikum beim amerikanischen Fernsehsender CBS. 1994 promovierte er magna cum laude. Seine Liebe für die Zauberei entdeckte Keaton schon als Kind. Er war enttäuscht als eine Freundin mit Pappflügeln auf dem Rücken einfach nicht fliegen wollte. Als Trost schenkten ihm seine Eltern einen Zauberkasten. Daraus sollte eine Leidenschaft fürs Leben werden. Seit 1983 ist Harry Keaton Mitglied im Magischen Zirkel von Deutschland. Inspiriert von dem Roman „Die Blechtrommel“ (Günter Grass) begann er 2007, unterschiedliche Arten von Glas zu zersingen und begründete so das Genre des Glasbrechers. Dieses Phänomen bezeichnete er bei „Das Supertalent“ als „Resonanzkatastrophe“. Mit dem Zersingen einer 4mm dicken Glasplatte verblüffte und faszinierte der Illusionist die Jury und das Publikum. Für seinen nächsten Auftritt versprach er eine ungewöhnliche Illusion mit einem Eisblock. Der Illusionist tourt mit der Show „Liebeszauber“ durch Deutschland und engagiert sich ehrenamtlich für die Krebsnachsorgeklinik Tannheim. In seiner Freizeit geht Harry Keaton gerne ins Kino, Theater oder ins Musical, spielt außerdem Tennis oder liest ein gutes Buch.

Josefine Becker
Schülerin
Sängerin aus Sulzbach (Hessen)

Jurorin Sylvie van der Vaart war anfangs recht skeptisch, als die 15-jährige die Bühne betrat: „Sie war so schüchtern, sie sah so unsicher aus. Das merkte man an ihrer ganzen Körperhaltung.“ Aber Josefine wagte den Schritt auf die große Bühne, denn sie hat einen großen Wunsch: „Mein Vater hatte einen Schlaganfall, ist seitdem arbeitslos. Uns geht es finanziell nicht so gut. Wenn ich gewinnen sollte, würde ich meiner Mutter das Geld geben, damit sie unsere Schulden bezahlen kann.“ In der Familie Becker hat das gemeinsame Singen und Musizieren eine lange Tradition. Bei „Das Supertalent“ trat die Schülerin nun solo an: Mit Blumenspange im Kurzhaar sang sie die Arie Ombra mai fu aus der Oper Xerxes von Georg Friedrich Händel und überzeugte damit die Jury und das Publikum. „Kompliment für deinen Mut, etwas Klassisches zu singen. Du hast es dir nicht einfach gemacht“, so Sylvie van der Vaart nach Josefines Auftritt. Das Publikum sah es ähnlich: Standing Ovations die die 15-Jährige zu Tränen rührten und eine Runde weiter. Nächstes Ziel: Das Halbfinale. Sollte sie „Das Supertalent“ gewinnen, ginge ihr großer Traum in Erfüllung und sie könnte ihre Familie vor dem finanziellen Ruin retten.

Kai Leclerc
Artist aus Ascona (Schweiz)

„Wie macht der das?“ Das fragt sich nicht nur „Das Supertalent“-Moderator Daniel Hartwich. Wenn Kai Leclerc an die Decke geht, ist er in seinem Element. Der gebürtige Mailänder mit deutsch-kanadischen Wurzeln (seine Mutter kommt aus Hamburg, sein Vater aus Kanada), der zurzeit in Ascona lebt, geht nämlich aus rein beruflichen Gründen die Decke hoch. Schon seitdem er vier Jahre alt war, wollte Kai Leclerc auf der Bühne stehen, ging nach seinem Abschluss jedoch zunächst ins kanadische Montréal, um dort Antike Geschichte und Literatur zu studieren. Im Alter von 19 Jahren schloss er sich dann der kanadischen Comedy-, Akrobatik- und Tanz-Truppe „Human’s Scream Company“ an, verliebte sich in den Zirkus – und brach sein Studium ab. Bei „Das Supertalent“ verblüffte der 41-Jährige mit seinem „Upside-Down“-Auftritt Jury und Publikum. „Ich finde es immer wieder toll, wenn ich überrascht werde und etwas sehe, was ich noch nie gesehen habe“, urteilte Jurorin Sylvie van der Vaart. Privat lebt der Artist seit 16 Jahren mit seiner Partnerin Mascha und der gemeinsamen Tochter Kira (15) zusammen. Sein größtes Idol und Quelle der Inspiration ist der wohl berühmteste Clown der Welt, der gleichzeitig sein „Schwiegervater“ ist: Clown Dimitri (75). Sollte Kai gewinnen, würde er die Siegerprämie dazu verwenden, seine eigene Artisten- und Clownschule „Calle Occolie“ zu etablieren, um junge Talente zu fördern.

Korea Lee
Violinistin aus Wien (Österreich)

Als Korea Lee mit ihrer Violine die Bühne bei „Das Supertalent 2010“ betrat, waren die Jury und das Publikum zunächst skeptisch. Doch nach den ersten Tönen von Michael Jacksons „Smooth Criminal“ gab es kein Halten mehr: donnernder Applaus von den Zuschauern im Saal, dreimal Ja von der Jury – die schöne Korea kam, spielte und siegte. Geboren in Seoul, Süd-Korea, erhielt sie im Alter von 13 Jahren erstmals Violinenunterricht. Zu ihrer sechs Jahre älteren Schwester Yoosoon, die ebenfalls in Wien lebt, pflegt Korea ein besonders gutes Verhältnis. Ihre Eltern Young-Ae (Malerin) und Dong-Young (Firmenleiter) sieht die Violinistin leider nur unregelmäßig, da diese nach wie vor in Seoul leben. Nach Wien zog es Korea, um dort an der Universität für Musik und darstellende Kunst ihr Studium abzuschließen. „Seitdem habe ich meine Violine nie wieder aus der Hand gegeben“, so die exotische Schönheit. Trotz ihrer klassischen Ausbildung schlägt ihr Herz auch für Pop und Rock-Musik– und genau damit konnte die Violinistin die Jury und das Publikum überzeugen. In ihrer Freizeit treibt Korea gerne Sport (Wandern, Yoga, Konditionstraining), liest oder stylt ihre Freundinnen nach den neuesten Modetrends. Beruflich hat sich die Violinistin mit dem Wunsch ein Musikfestival zur Förderung von talentierten jungen Musikern zu gründen und zu leiten ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Derzeit absolviert Korea Lee im dritten Semester ihr Doktoratsstudium in Wien und träumt davon Deutschlands „Supertalent 2010“ zu werden.

Kurt Späth
Versicherungsangestellter
Akrobat aus Wels (Österreich)

Kurth Späth – Er ist extrem: Extrem mutig und extrem schmerzfrei. Er hebt mit seinen Ohren einen Amboss, zieht einen Wagen auf dem Jurorin Sylvie van der Vaart sitzt, mit seiner Zunge , schluckt den 33 cm langen Meißel eines Abbruchhammers oder lässt sich von der Todessäge einen Granitstein am Rücken zertrümmern. Sein erstes Tattoo ließ er sich im Alter von 16 Jahren stechen: Ein Playboy-Hase. Seitdem kamen weitere Motive dazu und stehen insgesamt unter dem Motto Mensch oder Maschine. Dieter Bohlen ist begeistert von dem Extrem-Künstler: „Ich finde es super toll, wenn Leute sich ein Bein ausreißen, wenn sie zum Supertalent kommen. Du hast dir fast die Zunge rausgerissen.“ Sollte der Österreicher „Das Supertalent 2010“ gewinnen, würde er, wie einst seine großen Vorbilder Siegfried & Roy, eine Europatour starten, um die Menschen zu begeistern und neue „extreme“ Perspektiven eröffnen.

Laura Rieger
Grundschülerin
Sängerin aus Ditzingen (Baden-Württemberg)

Gerade einmal neun Jahre alt, tritt Laura Rieger schon mit ihrer ersten Eigenkomposition beim Casting für „Das Supertalent“ an. Den Song „Liebesschmerz“ hat die quirlige Viertklässlerin geschrieben, um ihren Liebeskummer zu verarbeiten. Sie war in den Freund ihres Bruders verliebt, der allerdings schon 14 Jahre alt war. „Alleine deswegen konnte das nichts werden“, so Laura. Seitdem sie vier Jahre alt ist, singt Laura schon – allerdings nicht gerne mit musikalischer Begleitung. Deswegen sang sie ihren Song beim Casting auch A Capella. Mit dem Freund ihres Bruders hat es zwar nicht geklappt, dafür aber eroberte sie die Herzen der Jury und des Publikums im Sturm. „Auf der Bühne zu stehen war der Hammer“, sagte die Neunjährige nach ihrem Auftritt und erfüllte sich gleichzeitig noch einen großen Wunsch: Die Supertalent-Jury zu umarmen. Dieter Bohlen bescheinigte dem „Wunderkind“ großes Talent: „Keine Ahnung, woher sie das hat. Aber das gibt es nur ganz selten. Wahnsinn.“

Liz Schneider
Cellistin aus Zürich (Schweiz)

Liz und ihr Cello verbindet schon fast eine lebenslange Beziehung: Seitdem sie vier Jahre alt ist, spielt die Schweizerin dieses besondere Instrument. Doch dann verstarb mit nur 44 Jahren ihr Vater – und Liz konnte den Klang ihres Cellos nicht mehr ertragen: „Ich musste es erst einmal in die Ecke stellen.“ Für „Das Supertalent“ wagte sich die junge Schweizerin das erste Mal seit dem Tod ihres Vaters wieder auf die Bühne. Hier zog sie durch ihr aufsehenerregendes Outfit zunächst Dieter Bohlens Aufmerksamkeit auf sich, bevor sie den Saal mit ihrer emotionalen Version von Britney Spears’ „Everytime“ und Jeff Buckleys „Hallelujah“ in den Bann zog. Auch Moderator Daniel Hartwich war hingerissen: „Ich werde sie in meinen Träumen wiedersehen.“ Vom Publikum gab es Standing Ovations, von Sylvie van der Vaart ein „einfach top“ und insgesamt dreimal Ja von der Jury. Einziger Kritikpunkt Dieter Bohlens: „Du musst an deiner Ausstrahlung arbeiten.“ Ob Liz außerdem Bruce Darnells Rat beherzigt und beim nächsten Mal ein moderneres Stück spielt, werden die Zuschauer im Halbfinale erfahren. Sollte sie „Das Supertalent“ 2010 werden, würde die studierte Grundschullehrerin mit dem Preisgeld eine Rucksacktour um die Welt machen und ein eigenes Musik-Album aufnehmen.

Manuela Wirth
Rentnerin / ehemalige Verkäuferin
Sängerin aus Hohensolms (Hessen)

Im Alter von gerade einmal 35 Jahren kam die schockierende Diagnose: Manuela hat MS. Nicht lange nach dieser Diagnose war die Mutter von zwei Söhnen und einer Tochter auf einen Rollstuhl angewiesen, kann heute nur noch kurze Strecken zu Fuß und am Gehstock bewältigen und musste nach 15 Jahren als Verkäuferin die Frührente beantragen. Inzwischen kann Manuela Doch von der tückischen Krankheit will sich die Frührentnerin nicht kleinkriegen lassen. „Die Krankheit muss mit mir leben, ich werde es ihr nicht leicht machen“, so Manuela. Mit ihrem Auftritt bei „Das Supertalent“ erfüllte sich die Hessin einen großen Traum. Moralische Unterstützung bekam sie dabei von Tochter Vanessa (19), die sie zum Casting begleitete und unglaublich stolz auf ihre Mutter ist. Hier hatte Manuela nur ein Ziel: Mit ihrem Talent, dem Gesang, die Jury zu überzeugen – und auf keinen Fall wollte sie einen Mitleidbonus! So weit wäre es auch nie gekommen: Mit ihrer Stimme und ihrer emotionales Darbietung von Natasha Bedingfields „Soulmate“ rührte die 43-Jährige Juror Bruce Darnell zu Tränen: „Ich wollte nicht weinen, aber das war wirklich bewegend.“ Nach bestandenem Casting heißt es nun: Eine Runde weiter ins Halbfinale!

Marc Eggers
Zivildienstleistender und freiberuflicher Tänzer
Tänzer aus Hamburg

Geboren und aufgewachsen in Hamburg, lebt Marc auch heute noch mit seinem besten Freund in einer WG in der Hansestadt. Seitdem er zwölf Jahre alt ist, macht Marc Breakdance. Derzeit leistet er seinen Zivildienst bei der Deutschen Muskelschwundhilfe ab. Hier betreut Marc den 15-jährigen Pascal, der durch die Krankheit in seinen Bewegungen so eingeschränkt ist, dass er auch in den alltäglichsten Dingen auf Hilfe angewiesen ist. Seitdem weiß der sportliche Marc (neben dem Tanzen fährt er Wasserski und macht Wintersport) seine eigene Gesundheit besonders zu schätzen und weiß wie wichtig es ist, denjenigen zu helfen denen es nicht so gut geht. Inzwischen verbindet die gegensätzlichen Jungs eine enge Freundschaft, und nur Pascal ist es auch zu verdanken, dass sich Marc bei „Das Supertalent“ beworben hat: „Jetzt hoffe ich, dass er gut abschneiden wird.“ Bei seinem Auftritt tanzte sich der attraktive 24-Jährige direkt in die Herzen von Bruce Darnell und Sylvie van der Vaart, die gestand: „Du hattest schon ein halbes Ja von mir, bevor du überhaupt getanzt hast.“ Dieter Bohlen hingegen war nicht so leicht zu überzeugen, aber Marc ist sich sicher, dass er das auch noch schaffen wird: „Mit noch krasseren Moves.“ Sollte Marc „Das Supertalent“ werden und das Preisgeld von 100.000 Euro gewinnen, wird er einen Teil des Geldes der Deutschen Muskelschwundhilfe spenden.