Chris Fleischhauer ist seit drei Jahren mit Steffen Schneider zusammen
© Chris Fleischhauer

ARD Lotto-Fee Chris Fleischhauer hat bereits im Lotto gewonnen und zwar im Liebeslotto, denn jetzt outet er sich und stellt seinen Freund Steffen Schneider vor.

In der heutigen Zeit sollte es normal sein, so zu leben, wie man möchte. Beim Thema Homosexualität soll Deutschland relativ tolerant sein, doch der Schein trügt. Das sieht man auch wieder bei der aktuellen News zu Chris Fleischhauer, der in der ARD die Lottozahlen bekanntgibt, dass er sich jetzt als schwul outet.

Viele sind darüber überrascht, einige hatten das schon geahnt und wieder Andere finden diesen Schritt absolut wunderbar. Und das ist es auch. In Deutschland scheint es immer noch ein Makel zu sein. man spricht das nicht laut aus, sondern man merkt es nur im Verborgenen.

In den Schulen wird das Wort „schwul“ längst als Schimpfwort benutzt, wie kann sich dann ein Jugendlicher, der gerade gemerkt hat, dass er auf das gleiche Geschlecht steht, öffentlich outen? Es wird schwierig. Deutschland ist so tolerant nach außen, aber im Innern ist doch noch einiges im Argen.

Seit drei Jahren ist er mit seinem Freund Steffen Schneider zusammen und er ist auch immer dabei, wenn Chris die Lottozahlen am Samstagabend präsentiert. Eine Hochzeit mit seinem Liebsten kann sich Chris Fleischhauer ebenfalls vorstellen: „Homo-Ehen finde ich gut. Aber wie man am Beispiel von Russland sieht, muss man in einigen Ländern mit der Toleranz bei null anfangen.“

Chris Fleischhauer hat nun den richtigen Schritt gewagt und könnte da als Vorbild für eine junge Generation gelten und das ist mehr als positiv. Während sich in Amerika fast täglich Sportler, Politiker oder Serienstars outen, traut sich das hier in Deutschland kaum einer mehr.

Wir sprachen mit Chris Fleischhauer und auch gerade dazu hatte er einiges zu sagen: „Die Alten wie Biolek, Hermanns oder Kerkeling werden von der jungen schwulen Welt nicht mehr wirklich als Vorbild wahrgenommen. Jetzt hoffe ich, dass ich einigen damit die eigene Entscheidung erleichtern kann.“

Und das wird er sicher auch. Er ist der Mann von nebenan und kein Benny Kieckhäben oder Daniel Küblböck (Kaiser), die so schrill sind, wie die meisten Schwulen eben nicht sind. Sie sind ganz normale Jungs und können sich damit nicht identifizieren.

Chris Fleischhauer über sein Outing: „Privat bin ich ja schon geoutet, seit ich 18 Jahre bin. Nur die breite Öffentlichkeit wusste es noch nicht. Mir war das aber wichtig, weil es zu viele homosexuelle Promis gibt, die sich verstecken und so tun, als wären sie mit einer Frau zusammen. Zum anderen genau auch aus dem Grund, dass es keinen homosexuellen TV-Nachwuchs gibt.“

Auch hier hat er natürlich vollkommen recht. Also, ihr Homosexuellen in Deutschland! Kommt raus, zeigt euch und steht zu euch!!!