Moderatorin Anne Will führt durch den Sonntagstalk im Ersten.
© NDR/Wolfgang Borrs

Heute Abend blickt Anne Will auf die Landtagswahl in Hessen und diskutiert mit folgenden Gästen um den Wahlausgang: Olaf Scholz, Annegret Kramp-Karrenbauer, Robert Habeck, Christian Lindner, Christiane Hoffmann und Hans Vorländer.

Nach der Landtagswahl in Bayern müssen Union und SPD am kommenden Sonntag nun auch in Hessen mit deutlichen Verlusten rechnen. Auch diesmal dürften die Grünen von dieser Schwäche profitieren: Sie könnten in Hessen zweitstärkste Kraft werden.

Was sind die Gründe für die andauernden Verluste von CDU und SPD? Entwickeln sich die Grünen zu einer neuen Volkspartei? Und was bedeutet die Hessen-Wahl für die Zukunft der Großen Koalition im Bund?

 

Die Gäste heute Abend

Olaf Scholz (SPD)
Vizekanzler und stellvertretender Parteivorsitzender

Kurzbiografie: Geboren am 14. Juni 1958 in Osnabrück, Jura-Studium in Hamburg, seit 1985 als Rechtsanwalt tätig. Mitglied der SPD wird Scholz 1975. 1998 bis 2007 ist er mit kurzer Unterbrechung Mitglied des Deutschen Bundestages. Von Mai 2001 bis Oktober 2001 amtiert er als Innensenator in Hamburg. 2002 bis 2004 ist Scholz Generalsekretär der SPD, von 2005 bis 2007 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. 2007 wird Scholz Bundesminister für Arbeit und Soziales und 2009 stellvertretender Parteivorsitzender. Ab 2011 ist Scholz Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, bis er im März 2018 als Bundesminister ins Finanzministerium wechselt.

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU)
Generalsekretärin

Kurzbiografie: Geboren am 9. August 1962 in Völklingen, Studium der Politik- und Rechtswissenschaften in Trier und Saarbrücken. Anschließend arbeitet Kramp-Karrenbauer als Referentin bei der CDU Saar und bei der Landtagsfraktion. Im Jahr 2000 avanciert sie zur Ministerin für Inneres, Familie, Frauen und Sport, später auch für Arbeit und Soziales. Im August 2011 wird Kramp-Karrenbauer als Nachfolgerin von Peter Müller zur Ministerpräsidentin gewählt. Das Amt hat sie bis 2018 inne. Seit Februar dieses Jahres ist sie Generalsekretärin ihrer Partei und sie gehört dem Präsidium der CDU an.

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen)
Parteivorsitzender

Kurzbiografie: Geboren am 2. September 1969 in Lübeck, Studium der Philosophie, Philologie und Germanistik in Freiburg (Baden-Württemberg), Roskilde (Dänemark) und Hamburg. 1996 macht er seinen Magister, im Jahr 2000 folgt die Promotion. Seit 2001 ist Habeck als freier Schriftsteller tätig. Seit 2002 arbeitet er aktiv bei den Grünen mit. Von 2004 bis 2009 ist er Landesvorsitzender der schleswig-holsteinischen Grünen, 2009 der Spitzenkandidat zur vorgezogenen Landtagswahl. Von 2009 bis 2012 amtiert Habeck als Vorsitzender der Grünen Landtagsfraktion und von 2012 bis 2018 als stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Ländliche Räume und zuletzt Digitalisierung des von einer Jamaika-Koalition regierten Landes Schleswig-Holstein. Im Januar 2018 wird Habeck neben Annalena Baerbock zum Parteivorsitzenden gewählt.

Christian Lindner (FDP)
Parteivorsitzender und Fraktionsvorsitzender im Bundestag

Kurzbiografie: Geboren am 7. Januar 1979 in Wuppertal, Studium der Politikwissenschaft, des Öffentlichen Rechts und der Philosophie in Bonn. Lindner ist zunächst Inhaber einer Werbeagentur. 2000 wird er in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt, dem er bis zu seiner Wahl in den Deutschen Bundestag 2009 angehört. Dem FDP-Bundesvorstand gehört er seit 2007 an, zwei Jahre amtiert er als Generalsekretär seiner Partei. 2012 geht Lindner zurück nach NRW, wird dort Landesparteichef und Fraktionsvorsitzender im Düsseldorfer Landtag. 2013 avanciert er zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP, noch im selben Jahr wird er deren Parteichef. Seit Oktober 2017 ist Lindner außerdem Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Bundestag.

Christiane Hoffmann
Stellvertretende Leiterin des „Spiegel“-Hauptstadtbüros

Kurzbiografie: Geboren am 25. Mai 1967 in Hamburg, Studium der Slawistik, Osteuropäischen Geschichte und Journalistik in Freiburg, Leningrad und Hamburg. Von 1994 bis 2012 ist Hoffmann für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ tätig, unter anderem als Korrespondentin in Moskau, Teheran und Berlin. 2013 wechselt sie als stellvertretende Büroleiterin ins Hauptstadtbüro des Magazins „Der Spiegel“.




Hans Vorländer
Politikwissenschaftler

Kurzbiografie: Geboren am 24. September 1954 in Wuppertal, Studium der Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft in Bonn und Genf, anschließend promoviert Vorländer über die Grundlagen- und Grundgesetzdiskussion der Bundesrepublik, 1991 habilitiert er sich mit einer Schrift zum hegemonialen Liberalismus am Beispiel der USA. Seit 1993 hat Vorländer den Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte an der TU Dresden inne. Von 2001 bis 2005 ist er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundeszentrale für politische Bildung. 2007 gründet er das Zentrum für Verfassungs- und Demokratieforschung, dem er als Direktor vorsteht, außerdem ist er Mitinitiator des Mercator Forums Migration und Demokratie – MIDEM. Vorländer forscht u.a. zu Demokratie, politischen Kulturen und Populismus.

„Anne Will“ heute Abend um 21:50 Uhr in der ARD

 
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