Moderatorin Anne Will führt durch den Sonntagstalk im Ersten.
© NDR/Wolfgang Borrs

Heute Abend geht es bei Anne Will um das Thema „Putins WM – die Welt zu Gast bei Ex-Freunden?“ und sie begrüßt Edmund Stoiber, Rebecca Harms, Gregor Gysi, Norbert Röttgen und Arne Friedrich im Studio.

Das angespannte Verhältnis des Westens zu Russland macht die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft zu einem Politikum. Der Manager der Nationalmannschaft Oliver Bierhoff will die Spieler darauf vorbereiten.

Die Regierungen von Großbritannien und Island haben bereits ihren WM-Boykott erklärt. Bundeskanzlerin Merkel hat noch nicht über einen Besuch in Russland entschieden. Sollten deutsche Politiker die Fußball-WM in Russland besuchen oder boykottieren? Ist die Weltmeisterschaft eine Chance für den Dialog mit Russland oder nutzt sie vor allem der Selbstdarstellung Putins?




Die Gäste heute Abend

Edmund Stoiber (CSU)
Ehemaliger bayerischer Ministerpräsident

Kurzbiografie: Geboren am 28. September 1941 in Oberaudorf, Jura- und Politik-Studium in München, Promotion im Jahr 1971. Danach Berufsstart im Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung. 1974 wird Stoiber in den Bayerischen Landtag gewählt. Er macht parallel Karriere bei der CSU, wird 1978 Generalsekretär, 1989 Parteivize und 1999 schließlich Parteichef. Von 1988 bis 1993 ist er Innenminister, von 1993 bis 2007 Ministerpräsident von Bayern. Seit 2007 ist er Ehrenvorsitzender der CSU. Stoiber ist Mitglied im Aufsichtsrat des FC Bayern München.

Norbert Röttgen (CDU)
Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestags

Kurzbiografie: Geboren am 2. Juli 1965 in Meckenheim, nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Bonn arbeitet er als Rechtsanwalt und promoviert 2001 in Bonn zum Dr. jur. In die CDU tritt er 1982 ein, zehn Jahre später schafft Röttgen den Sprung an die Spitze der Jungen Union NRW. Seit 1994 sitzt er im Deutschen Bundestag, zeitweise als rechtspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Von 2005 bis 2009 amtiert Röttgen als 1. Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion, 2009 bis 2012 ist er Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Anschließend wird er stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, seit 2014 ist er dessen Vorsitzender.

Rebecca Harms (Die Grünen/EFA)
Mitglied des Europäischen Parlaments

Kurzbiografie: Geboren 1956 in Hambrock (Niedersachsen), Ausbildung zur Baumschul- und Landschaftsgärtnerin in Uelzen. 1984 bis 1988 ist Harms parlamentarische Assistentin im Europäischen Parlament. 1994 wird sie Mitglied des Niedersächsischen Landtags, vier Jahre später übernimmt sie dort den Vorsitz der Grünen-Fraktion. 2004 wechselt Harms ins Europäische Parlament und ist von 2009 bis 2016 Fraktionsvorsitzende der Grünen/Europäischen Freien Allianz. Seit Jahren beobachtet Harms den Ukraine-Konflikt. 2017 wird sie Vorsitzende von Euronest, der parlamentarischen Versammlung von Abgeordneten des EU-Parlaments und der Staaten der östlichen Partnerschaft. Harms fordert zum politischen Boykott der Fußball-WM auf.

Gregor Gysi (Die Linke)
Mitglied des Deutschen Bundestages und Präsident der Europäischen Linken

Kurzbiografie: Geboren am 16. Januar 1948 in Berlin, Studium der Rechtswissenschaften in Berlin, Promotion im Jahr 1976. Seit 1971 arbeitet Gysi als Rechtsanwalt. 1967 tritt er der SED bei, nach der Wende wird er zum Vorsitzenden der Nachfolgepartei PDS gewählt (1989 bis 1993). Im Deutschen Bundestag sitzt Gysi von 1990 bis 2002, zeitweise als Chef der PDS-Fraktion. 2002 wechselt er als Wirtschaftssenator in die Berliner Landesregierung, tritt aber nach einem halben Jahr zurück. Bei den Bundestagswahlen 2005 und 2009 gewinnt er als Spitzenkandidat der Linken jeweils ein Direktmandat. Von 2005 bis 2015 amtiert Gysi als Chef der Linksfraktion. 2016 wird er zum Vorsitzenden der Europäischen Linken gewählt.

Arne Friedrich
Ehemaliger Fußball-Nationalspieler

Kurzbiografie: Geboren am 29. Mai 1979 in Bad Oeynhausen, Ausbildung zum Industriekaufmann. Friedrich beginnt seine sportliche Laufbahn 2002 als Spieler bei Arminia Bielefeld. 2002 wechselt er zu Hertha BSC, wird 2004 Mannschaftskapitän. Von 2002 bis 2011 bestreitet er 82 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft. Weitere Stationen bringen ihn nach Wolfsburg und Chicago. 2013 tritt Friedrich als aktiver Fußballer zurück und trainiert ein Jahr lang die U18-Nationalmannschaft des DFB. Seit 2017 arbeitet er als Mentor für Nachwuchsfußballer. Während der WM 2018 wird er aus Moskau über die deutsche Nationalmannschaft berichten.

„Anne Will“ heute Abend um 21:45 Uhr in der ARD

 
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