© NDR/Wolfgang Borrs

Das Thema „Die Methode Boris Johnson – kommt der britische Premier damit durch?“. Die Gäste: Norbert Röttgen, Rolf-Dieter Krause, Greg Hands, Irina von Wiese und Tanja Bueltmann.

Gleich mehrfach hat Boris Johnson in dieser Woche Niederlagen im Ringen um den Brexit erlitten. Erst bringt eine Mehrheit im Parlament ein Gesetz zur Verhinderung eines No-Deal-Brexits auf den Weg.

Dann scheitert der britische Premier mit seinem Antrag auf Neuwahlen. Trotzdem könnte für Johnson noch alles nach Plan laufen: Mit dem Ausschluss von 21 Abweichlerinnen und Abweichlern versucht er, seine Partei als „Brexit-Partei“ zu profilieren, um so seine Machtbasis zu stärken.

Denn schon am Montag will der britische Premier erneut über Neuwahlen abstimmen lassen. Was steckt hinter Johnsons Methode? Ist er am Ende damit erfolgreich oder wird er scheitern? Und wie gefährlich ist seine Politik für die britische Demokratie?


 

Die Gäste

Norbert Röttgen (CDU)
Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages

Kurzbiografie: Geboren am 2. Juli 1965 in Meckenheim, nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Bonn arbeitet er als Rechtsanwalt und promoviert 2001 in Bonn zum Dr. jur. In die CDU tritt er 1982 ein, zehn Jahre später schafft Röttgen den Sprung an die Spitze der Jungen Union NRW. Seit 1994 sitzt er im Deutschen Bundestag, zeitweise als rechtspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Von 2005 bis 2009 amtiert Röttgen als 1. Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion, 2009 bis 2012 ist er Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Anschließend wird er stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, seit 2014 ist er dessen Vorsitzender. Röttgen ist Vorstandsmitglied der Atlantik-Brücke e.V.

 

Rolf-Dieter Krause
Ehemaliger Leiter des ARD-Studios Brüssel

Kurzbiografie: Geboren am 22. Februar 1951 in Lüneburg, Volontariat bei der Landeszeitung für die Lüneburger Heide. Später wird Krause Redakteur bei der WAZ. Anschließend ist er Redakteur im WDR-Studio Düsseldorf, 1985 geht er als Wirtschaftskorrespondent nach Bonn. 1990 wird Krause Fernsehkorrespondent im ARD-Studio Brüssel. 1994 übernimmt er dessen Leitung, bis er 1995 als stellvertretender Leiter ins ARD-Studio Bonn wechselt. 2000 wird Krause Fernseh-Programmchef des WDR. Ein Jahr später geht er zurück nach Brüssel, um erneut die Leitung des ARD-Studios zu übernehmen. Seit 2016 ist Krause im Ruhestand.

Greg Hands
Tory-Abgeordneter und ehem. Staatssekretär im britischen Außenhandelsministerium

Kurzbiografie: Geboren 1965 in New York City, Studium der Modernen Geschichte an der Cambridge University. Hands arbeitet zunächst im Banken- und Finanzsektor, bis er eine politische Laufbahn einschlägt und 1998 zum Stadtrat eines Londoner Bezirks gewählt wird. Seit 2005 ist er Mitglied des Parlaments im Vereinigten Königreich. Von 2015 bis 2016 amtiert er als Chefsekretär im britischen Finanzministerium, von 2016 bis 2018 ist er Staatssekretär im britischen Außenhandelsministerium. Hands ist Brexit-Befürworter.

Irina von Wiese
Mitglied des Europäischen Parlaments, Abgeordnete der Liberal Democrats

Kurzbiografie: Geboren 1967 in Köln, Studium der Public Administration in Harvard. Sie ist zunächst als Anwältin u.a. für die Europäische Kommission und die Vereinten Nationen tätig. Von Wiese lebt seit 1996 in London, 1999 tritt sie den Liberal Democrats bei. Bei den Europawahlen 2019 wird sie als Abgeordnete ihrer Partei in das Europäische Parlament gewählt. Seit 2016 setzt sich von Wiese für den Verbleib Großbritanniens in der EU ein.

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Tanja Bueltmann
Deutsche Historikerin, die in Großbritannien lebt

Kurzbiografie: Geboren 1979 in Bielefeld, Studium der Anglistik, Geschichte und Soziologie in Bielefeld und Edinburgh, Promotionsstudium in Neuseeland. 2009 geht Bueltmann als Forschungsassistentin an die Northumbria University in Newcastle, 2017 wird sie dort Professorin für Migrationsgeschichte. Seit dem Brexit-Referendum engagiert sich Bueltmann für die Rechte von EU-BürgerInnen in Großbritannien. 2018 gründet sie ihre eigene Kampagne „EU Citizens‘ Champion“.

„Anne Will“ heute Abend um 21:45 Uhr im Ersten

 
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