Anne Will: Die Gäste und das Thema heute Abend im Ersten (17.03.19)

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Moderatorin Anne Will führt durch den Sonntagstalk im Ersten.
© NDR/Wolfgang Borrs

Das Thema bei Anne Will ist „Zwischen Höchstleistung und Überlastung – wann macht Arbeit krank?“ und sie begrüßt Sahra Wagenknecht, Thomas de Maizière, Katja Suding, Alexander Jorde und Klaus Lieb.

Überraschend hat Sahra Wagenknecht in dieser Woche angekündigt, nicht mehr für das Amt der Fraktionsvorsitzenden der Linken zu kandidieren. In der eigenen Fraktion galt sie seit einiger Zeit als umstritten.

Nach Wagenknechts eigenen Angaben habe eine längere Krankheit, ausgelöst durch „Stress und Überlastung“, ihr die Grenzen aufgezeigt und sie zu diesem Schritt bewogen. Wie hoch ist der Preis, den Politikerinnen und Politiker für ihre Arbeit zahlen?

Dauerbelastung und Stress sind längst ein gesellschaftliches Problem: Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fallen wegen psychischer Erkrankungen aus. Wie kann der Überlastung von Beschäftigten vorgebeugt werden? Sind Flexibilisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt Krankmacher oder doch eine Chance?

 

Die Gäste heute Abend

Sahra Wagenknecht (Die Linke)
Fraktionsvorsitzende im Bundestag

Kurzbiografie: Geboren am 16. Juli 1969 in Jena, Studium der Philosophie und Neueren Deutschen Literatur in Jena, Berlin und Groningen. 1989 tritt Wagenknecht in die SED ein, von 1991 bis 1995 und von 2000 an gehört sie dem Parteivorstand der PDS bzw. der Linkspartei an. Im Jahr 2004 wird sie in das Europaparlament gewählt, nach der Wahl 2009 wechselt sie in den Deutschen Bundestag und avanciert zur wirtschaftspolitischen Sprecherin ihrer Fraktion. 2010 wird sie zur stellvertretenden Parteichefin gewählt, das Amt hat sie bis 2014 inne. 2011 wird Wagenknecht Vizefraktionschefin. Seit 2015 ist sie neben Dietmar Bartsch Fraktionsvorsitzende im Bundestag.

Thomas de Maizière (CDU)
Bundesminister a.D.

Kurzbiografie: Geboren am 21. Januar 1954 in Bonn, Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte in Münster und Freiburg, Promotion im Jahr 1986. Ab 1983 ist de Maizière Mitarbeiter der Regierenden Bürgermeister von Berlin, von Weizsäcker und Diepgen. Anschließend wird er Referatsleiter in der Berliner Senatskanzlei. Von 1990 bis 1994 amtiert de Maizière als Staatssekretär im Kultusministerium von Mecklenburg-Vorpommern, danach als Chef der dortigen Staatskanzlei. 1999 wechselt er nach Sachsen und wird dort Chef der Staatskanzlei, Finanzminister, Justizminister und Innenminister. Von 2005 bis 2009 amtiert de Maizière als Chef des Bundeskanzleramtes, anschließend als Bundesinnenminister. 2011 bis 2013 ist er Bundesminister der Verteidigung, danach übernimmt er zum zweiten Mal das Amt des Bundesinnenministers, das er bis 2018 ausfüllt. Im selben Jahr wird er Vorsitzender der Deutschen Telekom Stiftung. Mit seinem Buch „Regieren. Innenansichten der Politik“ gibt de Maizière Einblicke in den Politikbetrieb.

Katja Suding (FDP)
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag

Kurzbiografie: Geboren 1975 in Vechta, Studium der Kommunikations- und Politikwissenschaft sowie Romanistik in Münster. Im Anschluss arbeitet Suding als PR- und Kommunikationsberaterin. 2006 tritt sie in die FDP ein und ist seit 2008 Mitglied im Landesvorstand der FDP Hamburg. Von 2011 bis 2017 ist sie Fraktionsvorsitzende der FDP-Bürgerschaftsfraktion und Mitglied im Präsidium der FDP Hamburg. Seit 2014 amtiert Suding als Landesvorsitzende der FDP Hamburg, 2015 wird sie stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende. Abgeordnete des Bundestages ist Suding seit 2017.

Alexander Jorde
Auszubildender in der Gesundheits- und Krankenpflege

Kurzbiografie: Geboren 1996 in Hildesheim, nach seinem Abitur macht Jorde, der selbst Sohn einer Krankenpflegerin ist, eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. 2017 sorgt Jorde für Aufmerksamkeit, als er Bundeskanzlerin Angela Merkel in der ARD-Wahlarena mit den Missständen im Pflegesystem konfrontiert. 2018 wird er Mitglied der SPD. Derzeit befindet er sich im letzten Jahr seiner Ausbildung. In seinem Buch „Kranke Pflege“ widmet sich Jorde dem Pflegenotstand in Deutschland.

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Klaus Lieb
Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz

Kurzbiografie: Geboren 1965 in Sevelen/Niederrhein, Studium der Humanmedizin und Philosophie in Ulm, Tübingen und Los Angeles mit anschließender Promotion. Von 1994 an absolviert Lieb eine Facharztausbildung in den Abteilungen Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg. 1999 habilitiert er sich. Von 2001 bis 2007 ist Lieb Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg. Seit 2007 amtiert er als Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz. Lieb ist außerdem wissenschaftlicher Geschäftsführer des deutschen Resilienz-Zentrums Mainz.

„Anne Will“ heute Abend um 21:45 Uhr in der ARD

 
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