Anne Will - Thema und Gäste heute Abend in der ARD
© NDR/Wolfgang Borrs

Die Gäste heute Abend bei „Anne Will“: Annalena Baerbock, Gabriel Felbermayr, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Viola Priesemann und Wolfgang Merkel.

Das Thema: „Bundes-Notbremse“ in Kraft – Durchbruch oder „Tiefpunkt“ in der Pandemiepolitik?

Trotz verfassungsrechtlicher Bedenken der Bundesländer und weiter Teile der Opposition im Bundestag ist der Weg für die „Bundes-Notbremse“ frei. CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff sprach von einem „Tiefpunkt in der föderalen Kultur der Bundesrepublik Deutschland“.

Nun treten bundesweit neue Regelungen wie z.B. nächtliche Ausgangsbeschränkungen bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 sowie Schulschließungen ab einer Inzidenz von 165 in Kraft. Wie verhältnismäßig und sinnvoll sind die Maßnahmen?

Mit Annalena Baerbock stellen die Grünen die erste Kanzlerkandidatin auf. Sie verspricht einen „Neuanfang“. Gilt das auch für die Pandemiepolitik? Lässt sich ein „Neuanfang“ vor dem Hintergrund der Pandemie und größerer Staatsverschuldung überhaupt finanzieren? Für welche Politik steht Annalena Baerbock?

Die Gäste bei „Anne Will“

Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen)
Parteivorsitzende und designierte Kanzlerkandidatin

Kurzbiografie: Geboren 1980 in Hannover, Studium der Politikwissenschaften und des öffentlichen Rechts an der Universität Hamburg, Masterstudium des Völkerrechts an der London School of Economics. 2005 wird Baerbock Mitglied bei den Grünen. Von 2009 bis 2012 ist sie Vorstandsmitglied der Europäischen Grünen Partei, von 2009 bis 2013 führt sie die Grünen in Brandenburg an. Danach wechselt Baerbock in den Deutschen Bundestag, wird dort u.a. Sprecherin für Klimapolitik ihrer Fraktion. Von 2012 bis 2015 ist sie Mitglied im Grünen-Parteirat. Seit Januar 2018 amtiert Baerbock neben Robert Habeck als Parteivorsitzende.

Gabriel Felbermayr
Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel)

Kurzbiografie: Geboren 1976 in Steyr (Österreich), Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Linz, anschließend Promotion in Florenz. Von 2004 bis 2005 ist Felbermayr Associate Consultant bei McKinsey & Co. in Wien. Von 2005 bis 2008 ist er Assistant Professor an der Universität Tübingen. Ab 2009 hat er einen Lehrstuhl für Internationale Wirtschaft an der Universität Hohenheim (Stuttgart) inne, bis er 2010 als Leiter des ifo Zentrums für internationale Wirtschaft an die Universität München wechselt. Dort ist er dann auch als ordentlicher Professor für Internationale Wirtschaft tätig. Felbermayr ist seit März 2019 Präsident des Instituts für Weltwirtschaft. Gleichzeitig hat er eine Professur für Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel inne.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)
Richterin am Bayerischen Verfassungsgerichtshof und Bundesjustizministerin a.D.

Kurzbiografie: Geboren am 26. Juli 1951 in Minden/Westfalen, Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen und Bielefeld. Nach ihrem Staatsexamen nimmt Leutheusser-Schnarrenberger eine Tätigkeit beim Deutschen Patentamt in München auf, zuletzt ist sie dort Leitende Regierungsdirektorin. 1990 zieht sie für die FDP in den Deutschen Bundestag ein und wird zwei Jahre später Bundesjustizministerin im Kabinett von Helmut Kohl. Nach dem Mitgliederentscheid der FDP zum sogenannten großen Lauschangriff tritt sie vom Amt der Bundesministerin der Justiz zurück. Anschließend ist sie als Rechtsanwältin tätig und amtiert von 2009 bis 2013 erneut als Bundesjustizministerin. Leutheusser-Schnarrenberger ist u.a. stellvertretende Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung und seit 2019 Richterin am Bayerischen Verfassungsgerichtshof.

Viola Priesemann
Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Kurzbiografie: Geboren 1982, Studium der Physik in Darmstadt, 2013 folgt die Promotion an der Goethe Universität in Frankfurt. Von 2014 bis 2016 ist Priesemann Bernstein Fellow und Gruppenleiterin am Bernstein Center for Computational Neuroscience & Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Seit 2016 leitet sie die Forschungsgruppe „Theorie neuronaler Systeme“ am Max-Planck-Institut. Priesemann forscht seit Jahren zu Ausbreitungsprozessen aller Art, unter anderem von Krankheiten.

Wolfgang Merkel
Politikwissenschaftler und Demokratieforscher am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Kurzbiografie: Geboren 1952 in Hof, Studium der Sportwissenschaft, Geschichte, Politologie an der Universität Heidelberg, mit anschließendem Staatsexamen sowie Promotion im Fach Politische Wissenschaft an der Universität Heidelberg. Merkel wird 1992 habilitiert. 1994 wird er Professor für Politikwissenschaft an der Universität Mainz. Später amtiert er dort am politikwissenschaftlichen Institut sowie am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg als geschäftsführender Direktor. Seit 2004 ist Merkel Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im selben Jahr wird er Direktor der Abteilung „Demokratie: Strukturen, Leistungsprofil und Herausforderungen“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Merkel forscht und publiziert u.a. zu den Themen Demokratisierung und politische Parteien. Außerdem ist er parteiloses Mitglied der SPD-Grundwertekommission.

Über Anne Will

Anne Will wurde 1966 in Köln geboren. Sie studierte Geschichte, Politologie und Anglistik in Köln und Berlin. Nach dem Studium volontierte Anne Will beim Sender Freies Berlin in den Bereichen Hörfunk und Fernsehen. Von 1992 an moderierte sie beim SFB die Talkshow „Mal ehrlich“ und den „Sportpalast“. Parallel dazu war sie von 1996 bis 1998 Gastgeberin der Medienshow „Parlazzo“ im WDR Fernsehen.

Als erste Frau moderierte sie 1999 die ARD-Sportschau. Im Jahr 2000 berichtete sie für die ARD von den Olympischen Spielen in Sydney. Von April 2001 bis Juni 2007 moderierte Anne Will die Tagesthemen; zunächst im Wechsel mit Ulrich Wickert, später mit Tom Buhrow.

Vier erfolgreiche Jahre zeigte sie als Gastgeberin des Sonntagabend-Talks ANNE WILL mit intensiven Gesprächen über aktuelle gesellschaftspolitische Fragen weitere Facetten ihres Könnens. 2011 wechselte das Format auf den Mittwochabend, um 2016 schließlich – nach fünf weiteren erfolgreichen Jahren – auf den alten Sendeplatz am Sonntagabend zurückzukehren.

2002 bekam Anne Will die Goldene Kamera verliehen, 2006 den Deutschen Fernsehpreis für die „Beste Moderation Information“, im Oktober 2007 den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis „für ihre unabhängige Haltung und ihre unaufgeregte, aber stets kompetente Präsentation der Ereignisse des Tages“.

Das „medium magazin“ zeichnete Anne Will als „Newcomerin des Jahres 2007“ aus, außerdem erhielt sie den Goldenen Prometheus als „Fernsehjournalistin des Jahres 2007“.

Anne Will ist Botschafterin für den „Raum der Namen“ im Holocaust-Mahnmal in Berlin.

Sendehinweis
„Anne Will“ heute Abend um 21:45 Uhr in der ARD

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