Anne Will: Die Gäste heute Abend in der ARD (23.02.2020)

Anne Will - Thema und Gäste heute Abend in der ARD
© NDR/Wolfgang Borrs

Das Thema „Wahlen in gefährdeten Zeiten – wie fest steht die Mitte?“ diskutieren Norbert Röttgen, Franziska Giffey, Robert Habeck, Susanne Hennig-Wellsow und Yassin Musharbash.

Wahl-Eklat in Thüringen, Razzien gegen Rechtsextremisten in mehreren Bundesländern und der rassistische Terroranschlag in Hanau – vor diesem Hintergrund findet am Sonntag die Bürgerschaftswahl in Hamburg statt.

Haben die Ereignisse der vergangenen Wochen und Tage Auswirkungen auf das Wahlergebnis? Wie tief ist Rassismus in Deutschland verwurzelt und wie sehr prägt er den politischen und kulturellen Alltag?

Wie sicher können sich Menschen mit Migrationsgeschichte und Minderheiten in Deutschland fühlen?


 

Die Gäste

Franziska Giffey (SPD)
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Kurzbiografie: Geboren 1978 in Frankfurt/Oder. Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin und später zum Master of Arts für Europäisches Verwaltungsmanagement an der FHVR Berlin, 2010 promoviert Giffey im Bereich Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. SPD-Mitglied ist Giffey seit 2007. Drei Jahre später wird sie Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport in Berlin-Neukölln. 2015 wird sie Bezirksbürgermeisterin von Neukölln. Das Amt übt sie aus, bis sie 2018 als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Bundeskabinett wechselt.

Norbert Röttgen (CDU)
Kandidat für den Parteivorsitz

Kurzbiografie: Geboren am 2. Juli 1965 in Meckenheim, nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Bonn arbeitet er als Rechtsanwalt und promoviert 2001 in Bonn zum Dr. jur. In die CDU tritt er 1982 ein, zehn Jahre später schafft Röttgen den Sprung an die Spitze der Jungen Union NRW. Seit 1994 sitzt er im Deutschen Bundestag, zeitweise als rechtspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Von 2005 bis 2009 amtiert Röttgen als 1. Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion, 2009 bis 2012 ist er Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Anschließend wird er stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, seit 2014 ist er dessen Vorsitzender. Röttgen ist Vorstandsmitglied der Atlantik-Brücke e.V.

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen)
Parteivorsitzender

Kurzbiografie: Geboren am 2. September 1969 in Lübeck, Studium der Philosophie, Philologie und Germanistik in Freiburg (Baden-Württemberg), Roskilde (Dänemark) und Hamburg. 1996 macht er seinen Magister, im Jahr 2000 folgt die Promotion. Seit 2001 ist Habeck als freier Schriftsteller tätig. Seit 2002 arbeitet er aktiv bei den Grünen mit. Von 2004 bis 2009 ist er Landesvorsitzender der schleswig-holsteinischen Grünen, 2009 der Spitzenkandidat zur vorgezogenen Landtagswahl. Von 2009 bis 2012 amtiert Habeck als Vorsitzender der Grünen Landtagsfraktion und von 2012 bis 2018 als stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Ländliche Räume und zuletzt Digitalisierung des von einer Jamaika-Koalition regierten Landes Schleswig-Holstein. Im Januar 2018 wird Habeck neben Annalena Baerbock zum Parteivorsitzenden gewählt.

Susanne Hennig-Wellsow (Die Linke)
Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag

Kurzbiografie: Geboren 1977 in Demmin, Studium der Pädagogik. Hennig-Wellsow ist zunächst wissenschaftliche Mitarbeiterin für Bildung und Medien bei der PDS-Fraktion im Thüringer Landtag. Seit 2004 ist sie dort auch Abgeordnete. Von 2004 bis 2012 ist sie Stadträtin in Erfurt. Landesvorsitzende ihrer Partei ist Hennig-Wellsow seit 2013. 2014 wird sie Fraktionsvorsitzende.

Yassin Musharbash
Stellvertretender Leiter des Investigativ-Ressorts der „Zeit“

Kurzbiografie: Geboren 1975, hat deutsche und jordanische Vorfahren. Während des Studiums der Arabistik und Politologie ist er als Journalist u.a. für die taz und Jordan Times tätig. Später ist er Redakteur bei „Spiegel Online“ und im Investigativ-Ressort der Wochenzeitung „Die Zeit“. Musharbash setzt sich mit den Themen Terrorismus, innere Sicherheit und Umwälzungen in der arabischen Welt auseinander. 2006 erscheint sein Buch „Die neue Al-Qaida. Innenansichten eines lernenden Terrornetzwerks“, 2011 sein Thriller „Radikal“. Seit 2012 tritt Musharbash zusammen mit anderen JournalistInnen im Rahmen der antirassistischen Show „Hate Poetry“ auf, in der Hassbriefe vor Publikum vorgelesen werden.

Wiederholung

Mo, 24.02.20 | 01:40 Uhr NDR Fernsehen, Radio Bremen TV
Mo, 24.02.20 | 03:05 Uhr Das Erste
Mo, 24.02.20 | 20:15 Uhr tagesschau 24
Mi, 19.02.20 | 10:15 Uhr 3sat

Sendehinweis
„Anne Will“ heute Abend um 21:50 Uhr im Ersten
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