Anne Will: Die Gäste heute Abend in der ARD (19.01.2020)

Werbung
Anne Will - Thema und Gäste heute Abend in der ARD
© NDR/Wolfgang Borrs

Das Thema „Berliner Libyen-Konferenz – Hoffnung für ein Land im Chaos?“ diskutieren Heiko Maas, Sevim Dagdelen, Hanan Salah, Wolfram Lacher und Christoph von Marschall.

In Berlin haben sich heute die Teilnehmer der Libyen-Konferenz auf die Einhaltung und Kontrolle eines UN-Waffenembargos und auf ein Ende der militärischen Unterstützung für die Konfliktparteien geeinigt.

Mehr als acht Jahre nach dem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi herrscht in Libyen ein Stellvertreterkrieg. Nicht nur arabische Länder, Russland und die Türkei, sondern auch verschiedene Staaten Europas verfolgen eigene Interessen.

Der Konflikt destabilisiert eine ganze Region und Libyen ist zum Haupttransitland für Geflüchtete auf dem Weg nach Europa geworden. Welche Interessen haben die internationalen Akteure im libyschen Bürgerkrieg? Ist heute ein Schritt Richtung Stabilität und Frieden gelungen? Lassen sich die unhaltbaren Zustände für Geflüchtete verbessern?


 

Die Gäste

Heiko Maas (SPD)
Bundesaußenminister

Kurzbiografie: Geboren am 19. September 1966 in Saarlouis (Saarland), Jura-Studium an der Universität des Saarlandes, währenddessen tritt er in die SPD ein. 1994 zieht Maas in den Landtag ein. 1996 wird er für zwei Jahre Staatssekretär im saarländischen Umweltministerium, anschließend Umweltminister im Saarland. 1999 zieht er erneut in den Landtag ein und ist seit 2000 Vorsitzender der SPD Saar. Seit 2001 ist Maas zudem Mitglied im Vorstand der Bundespartei. 2012 übernimmt er im Saarland das Amt des Wirtschaftsministers, bevor er 2013 Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz wird. Seit März 2018 ist Maas Bundesminister des Auswärtigen.

Sevim Dağdelen (Die Linke)
Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages

Kurzbiografie: Geboren am 4. September 1975 in Duisburg, Studium der Rechtswissenschaften in Marburg, Adelaide (Australien) und Köln. Tätigkeit als freie Journalistin für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Dağdelen engagiert sich seit 20 Jahren in der Gewerkschaft und für die Belange von Migrantinnen. Sie gründet im Jahr 2005 mit anderen den Bundesverband der Migrantinnen. Seit 2005 ist sie Mitglied im Deutschen Bundestag und ist dort bis 2017 Beauftragte für Migration und Integration und Sprecherin für Internationale Beziehungen ihrer Bundestagsfraktion. Dağdelen ist Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages. Von 2017 bis 2019 ist sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende ihrer Partei.

 

Hanan Salah
Libyen-Berichterstatterin bei Human Rights Watch

Kurzbiografie: Geboren 1976 in Wien, Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien. Salah ist zunächst für das Hilfswerk Österreich tätig und betreut Hilfsprojekte u.a. in Jordanien, in palästinensischen Gebieten, im Libanon, Irak und Sudan. Anschließend arbeitet sie für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) mit den Schwerpunkten Mittlerer Osten und Libyen. Seit 2012 ist sie für Human Rights Watch tätig, seit 2016 als „Senior Researcher“ mit dem Schwerpunkt Libyen.

Wolfram Lacher
Politikwissenschaftler, Stiftung Wissenschaft und Politik

Kurzbiografie: Studium der Arabistik und Afrikanistik in Leipzig und Paris, Promotion über die politische Fragmentierung Libyens an der Humboldt Universität in Berlin. Von 2007 bis 2010 ist Lacher für eine Londoner Risikoberatung als Analyst mit dem Schwerpunkt Nordafrika tätig. Seit 2010 ist er Wissenschaftler in der Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika der Stiftung Wissenschaft und Politik. Zu seinen Forschungsgebieten zählen Libyen, fragile Staaten sowie innerstaatliche und regionale bzw. zwischenstaatliche Konflikte.

Christoph von Marschall
Diplomatischer Korrespondent der „Tagesspiegel“-Chefredaktion

Kurzbiografie: Geboren 1959 in Freiburg, Studium der Osteuropäischen Geschichte, Alten Geschichte, Politikwissenschaften und Geografie in Freiburg, Mainz und Krakau. Nach der Promotion berichtet er als Osteuropa-Korrespondent für die Süddeutsche Zeitung u.a. 1989/90 aus Ungarn über die Flucht der DDR-Bürger in den Westen. 1991 wechselt er zum „Tagesspiegel“, arbeitet dort u.a. als Politikredakteur und Leiter der Meinungsseite. Von 2005 bis 2013 berichtet er als USA-Korrespondent der Zeitung aus Washington und ist nach Amtsantritt Barack Obamas 2009 einziger deutscher Zeitungskorrespondent im Weißen Haus. Seit 2013 ist von Marschall diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion beim „Tagesspiegel“. Neben dieser Tätigkeit kommentiert Christoph von Marschall regelmäßig im Deutschlandfunk und schreibt für „Die Zeit“, „Cicero“, „Atlantic Times“ und „Das Parlament“.

Sendehinweis
„Anne Will“ heute Abend um 21:45 Uhr im Ersten
Folge uns bei Facebook Folge uns bei Twitter