Anne Will - Thema und Gäste heute Abend in der ARD
© NDR/Wolfgang Borrs

Thema: „Streit um die „Bundes-Notbremse“ – lässt sich die dritte Welle so brechen?“ Gäste: Peter Altmaier, Katrin Göring-Eckardt, Michael Müller, Christian Lindner, Melanie Amann und Michael Hallek.

„Ich werde dem jetzt nicht 14 Tage tatenlos zusehen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel Ende März bei ANNE WILL mit Blick auf steigende Infektionszahlen und die unterschiedliche Umsetzung der Corona-Maßnahmen in den einzelnen Bundesländern. Die Zahl der Neuinfektionen steigt seither weiter und Intensivmedizinerinnen und -mediziner warnen: „Es ist fünf nach zwölf“.

Die Bundesregierung möchte jetzt das Infektionsschutzgesetz verschärfen und eine „Bundes-Notbremse“ einführen. Doch die Kritik ist groß, insbesondere an der Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit von nächtlichen Ausgangsbeschränkungen.

Werden mit der „Bundes-Notbremse“ die richtigen Maßnahmen ergriffen? Droht das Vorhaben am Widerstand gegen die Ausgangsbeschränkungen zu scheitern? Kann die dritte Welle so noch gebrochen werden oder kommt die bundeseinheitliche Regelung zu spät?

Die Gäste bei „Anne Will“

Peter Altmaier (CDU)
Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Kurzbiografie: Geboren 1958 in Ensdorf (Saar), Studium der Rechtswissenschaft in Saarbrücken und Aufbaustudium Europäische Integration. 1976 tritt er in die CDU ein. Ab 1990 arbeitet Altmaier bei der Europäischen Kommission, 1994 wird er in den Deutschen Bundestag gewählt. Von 2005 bis 2009 amtiert Altmaier als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, danach ist er Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, bis er 2012 Bundesminister für Umwelt wird. Von 2013 bis 2017 amtiert er als Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes. Seit März 2018 ist Altmaier Bundesminister für Wirtschaft und Energie.

Michael Müller (SPD)
Regierender Bürgermeister von Berlin, Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz

Kurzbiografie: Geboren 1964 in Berlin, Ausbildung zum Bürokaufmann, anschließend Tätigkeit als selbständiger Drucker. 1981 tritt Müller in die SPD ein. Seit 1996 ist er Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, wo er von 2001 bis 2011 SPD-Fraktionsvorsitzender ist. Landesvorsitzender der Berliner SPD ist Müller von 2004 bis 2012 und ab 2016. 2011 übernimmt er das Amt des Senators für Stadtentwicklung und Umwelt, bis er 2014 Regierender Bürgermeister von Berlin wird. Müller ist außerdem Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz.

Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen)
Fraktionsvorsitzende im Bundestag

Kurzbiografie: Geboren am 3. Mai 1966 in Friedrichroda, Studium der evangelischen Theologie in Leipzig, das sie aber nicht abschließt. Zu Wendezeiten ist Göring-Eckardt Mitbegründerin von Bündnis 90. Anschließend arbeitet sie in der thüringischen Landtagsfraktion von B90/Die Grünen und avanciert 1995 zur Landessprecherin ihrer Partei. 1998 zieht sie in den Deutschen Bundestag ein und wird dort parlamentarische Geschäftsführerin ihrer Fraktion. Von 2002 bis 2005 amtiert Göring-Eckardt als Fraktionsvorsitzende, im Herbst 2005 wird sie zur Vizepräsidentin des Bundestags gewählt. Das Amt als Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland hat sie von 2009 bis 2013 inne. Seit 2013 ist sie Fraktionsvorsitzende ihrer Partei im Bundestag.

Christian Lindner (FDP)
Parteivorsitzender und Fraktionsvorsitzender im Bundestag

Kurzbiografie: Geboren am 7. Januar 1979 in Wuppertal, Studium der Politikwissenschaft, des Öffentlichen Rechts und der Philosophie in Bonn. Lindner ist zunächst Inhaber einer Werbeagentur. 2000 wird er in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt, dem er bis zu seiner Wahl in den Deutschen Bundestag 2009 angehört. Dem FDP-Bundesvorstand gehört er seit 2007 an, zwei Jahre amtiert er als Generalsekretär seiner Partei. 2012 geht Lindner zurück nach NRW, wird dort Landesparteichef und Fraktionsvorsitzender im Düsseldorfer Landtag. 2013 avanciert er zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP, noch im selben Jahr wird er deren Parteichef. Seit Oktober 2017 ist Lindner außerdem Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Bundestag.

Michael Hallek
Direktor der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln

Kurzbiografie: Geboren 1959 in Hof. Hallek absolviert Ausbildungen in den Gebieten Pharmakologie, Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie an der Technischen Universität und der Universität München. 1995 wird er Oberarzt (Universität München), 1998 wird er Leiter der Klinischen Kooperationsgruppe GSF (Helmholtz-Institute) München. Im Folgejahr tritt er eine Professur für Innere Medizin an der Universität München an. Seit 2003 ist er Professor für Innere Medizin an der Universität zu Köln. Seit 2007 ist Hallek Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie CIO Köln Bonn, seit 2019 CIO Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf.

Melanie Amann
Leiterin des „Spiegel“-Hauptstadtbüros

Kurzbiografie: Geboren 1978 in Bonn, Jurastudium in Trier, Aix-en-Provence und Berlin, Besuch der Deutschen Journalistenschule. Amann ist in ihrer Laufbahn Redakteurin bei der Financial Times, der FAZ-Wirtschaftsredaktion und der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. 2012 promoviert Amann über Arbeitsrecht. 2013 wird sie Politikredakteurin im Hauptstadtbüro des „Spiegel“. 2017 erscheint ihr Buch „Angst für Deutschland. Die Wahrheit über die AfD“. Seit 2019 ist Amann neben Martin Knobbe Co-Leiterin des „Spiegel“-Hauptstadtbüros.

Über Anne Will

Anne Will wurde 1966 in Köln geboren. Sie studierte Geschichte, Politologie und Anglistik in Köln und Berlin. Nach dem Studium volontierte Anne Will beim Sender Freies Berlin in den Bereichen Hörfunk und Fernsehen. Von 1992 an moderierte sie beim SFB die Talkshow „Mal ehrlich“ und den „Sportpalast“. Parallel dazu war sie von 1996 bis 1998 Gastgeberin der Medienshow „Parlazzo“ im WDR Fernsehen.

Als erste Frau moderierte sie 1999 die ARD-Sportschau. Im Jahr 2000 berichtete sie für die ARD von den Olympischen Spielen in Sydney. Von April 2001 bis Juni 2007 moderierte Anne Will die Tagesthemen; zunächst im Wechsel mit Ulrich Wickert, später mit Tom Buhrow.

Vier erfolgreiche Jahre zeigte sie als Gastgeberin des Sonntagabend-Talks ANNE WILL mit intensiven Gesprächen über aktuelle gesellschaftspolitische Fragen weitere Facetten ihres Könnens. 2011 wechselte das Format auf den Mittwochabend, um 2016 schließlich – nach fünf weiteren erfolgreichen Jahren – auf den alten Sendeplatz am Sonntagabend zurückzukehren.

2002 bekam Anne Will die Goldene Kamera verliehen, 2006 den Deutschen Fernsehpreis für die „Beste Moderation Information“, im Oktober 2007 den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis „für ihre unabhängige Haltung und ihre unaufgeregte, aber stets kompetente Präsentation der Ereignisse des Tages“.

Das „medium magazin“ zeichnete Anne Will als „Newcomerin des Jahres 2007“ aus, außerdem erhielt sie den Goldenen Prometheus als „Fernsehjournalistin des Jahres 2007“.

Anne Will ist Botschafterin für den „Raum der Namen“ im Holocaust-Mahnmal in Berlin.

Sendehinweis
„Anne Will“ heute Abend um 21:45 Uhr in der ARD

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