Thema: „Führung in Krisenzeiten – welche Politik braucht Deutschland jetzt?“ Gäste: Volker Bouffier, Saskia Esken, Markus Söder, Robert Habeck und Christian Lindner.

Die CDU hat Armin Laschet zum neuen Vorsitzenden gewählt. Zugleich drückt die Kanzlerin bei der Pandemiebekämpfung aufs Tempo: Die nächste Abstimmung mit den Bundesländern über verschärfte Maßnahmen wird kommenden Dienstag stattfinden.

Welches Signal wird vom neuen CDU-Vorsitzenden für das Super-Wahljahr ausgehen? Was bedeutet der Machtwechsel für die politische Ausrichtung der möglichen Koalitionspartner? Braucht es ab nächster Woche einen härteren Lockdown? Wie kann die Politik die Gesellschaft in der Corona-Krise zusammenhalten?

Die Gäste bei „Anne Will“

Volker Bouffier (CDU)
Ministerpräsident von Hessen

Kurzbiografie: Geboren am 18.12.1951 in Gießen, Jurastudium in Gießen, wo er ab 1978 als selbstständiger Rechtsanwalt tätig ist. In der CDU ist Bouffier seit Studienzeiten aktiv, 1992 wird er zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt. In den Hessischen Landtag zieht er 1982 ein, von 1987 bis 1991 amtiert er als Staatssekretär im Justizministerium. 1991 erfolgt der erneute Einzug in den Hessischen Landtag. 1999 bis 2010 ist Bouffier Innenminister des Landes Hessen. Seit 2010 hat er den Landesvorsitz der CDU Hessen inne. Im selben Jahr wird er stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender sowie hessischer Ministerpräsident.

Markus Söder (CSU)
Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern

Kurzbiografie: Geboren 1967 in Nürnberg, Jura-Studium in Erlangen, anschließend macht er ein Volontariat beim Bayerischen Rundfunk und ist dort als Redakteur tätig. Seit 1983 ist Söder Mitglied der CSU, in den Bayerischen Landtag wird er 1994 gewählt. Von 2003 bis 2007 amtiert Söder als Generalsekretär seiner Partei. Anschließend wechselt er ins Kabinett als Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten. Später wird er Umwelt- und Gesundheitsminister, von 2011 bis 2018 ist Söder Bayerischer Staatsminister der Finanzen bzw. für Landesentwicklung und Heimat. Seit März 2018 amtiert Söder als Ministerpräsident von Bayern, zum CSU-Chef wird er im Januar 2019 gewählt.

Saskia Esken (SPD)
Parteivorsitzende

Kurzbiografie: Geboren 1961 in Stuttgart, duale Ausbildung zur staatlich geprüften Informatikerin. Esken tritt 1990 in die SPD ein. Sie ist Vorsitzende des Kreisverbands Calw sowie Kreisrätin und Mitglied im Landesvorstand der sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK). Seit 2013 sitzt Esken im Deutschen Bundestag. Seit Dezember 2019 ist sie neben Norbert Walter-Borjans Parteivorsitzende der SPD.

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen)
Parteivorsitzender

Kurzbiografie: Geboren am 2. September 1969 in Lübeck, Studium der Philosophie, Philologie und Germanistik in Freiburg (Baden-Württemberg), Roskilde (Dänemark) und Hamburg. 1996 macht er seinen Magister, im Jahr 2000 folgt die Promotion. Seit 2001 ist Habeck als freier Schriftsteller tätig. Seit 2002 arbeitet er aktiv bei den Grünen mit. Von 2004 bis 2009 ist er Landesvorsitzender der schleswig-holsteinischen Grünen, 2009 der Spitzenkandidat zur vorgezogenen Landtagswahl. Von 2009 bis 2012 amtiert Habeck als Vorsitzender der Grünen Landtagsfraktion und von 2012 bis 2018 als stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Ländliche Räume und zuletzt Digitalisierung des von einer Jamaika-Koalition regierten Landes Schleswig-Holstein. Im Januar 2018 wird Habeck neben Annalena Baerbock zum Parteivorsitzenden gewählt.

Christian Lindner (FDP)
Parteivorsitzender und Fraktionsvorsitzender im Bundestag

Kurzbiografie: Geboren am 7. Januar 1979 in Wuppertal, Studium der Politikwissenschaft, des Öffentlichen Rechts und der Philosophie in Bonn. Lindner ist zunächst Inhaber einer Werbeagentur. 2000 wird er in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt, dem er bis zu seiner Wahl in den Deutschen Bundestag 2009 angehört. Dem FDP-Bundesvorstand gehört er seit 2007 an, zwei Jahre amtiert er als Generalsekretär seiner Partei. 2012 geht Lindner zurück nach NRW, wird dort Landesparteichef und Fraktionsvorsitzender im Düsseldorfer Landtag. 2013 avanciert er zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP, noch im selben Jahr wird er deren Parteichef. Seit Oktober 2017 ist Lindner außerdem Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Bundestag.

Sendehinweis
„Anne Will“ heute Abend um 21:45 Uhr im Ersten
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