Anne Will: Die Gäste heute in der ARD (15.01.2023)

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Anne Will - Thema und Gäste heute Abend in der ARD
© NDR/Wolfgang Borrs
Anne Will - Thema und Gäste heute Abend in der ARD
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Die Gäste heute Abend bei „Anne Will“: Ricarda Lang, Herbert Reul, Michael Hüther, Luisa Neubauer, Mojib Latif und Greta Thunberg.

Das Thema bei „Anne Will“: Kampf um Lützerath – Zerreißprobe für die deutsche Klimapolitik?

Seit dieser Woche wird Lützerath geräumt. Die kleine Siedlung am Tagebau Garzweiler wurde jahrelang von Klimaaktivistinnen und -aktivisten aus Protest gegen den geplanten Abriss des Ortes und die Nutzung der Braunkohle besetzt.

Bund und Land hatten dem Abbau unter Lützerath zugestimmt. Im Gegenzug wird der Kohleausstieg in Nordrhein-Westfalen um acht Jahre auf 2030 vorgezogen. Diesen Kompromiss werfen Mitglieder der Klimabewegung auch den Grünen vor.

Zu einer Demonstration am Samstag werden mehrere tausend Protestierende in der Gegend erwartet. Wofür ist Lützerath ein Symbol? Ist der Protest gegen die Räumung gerechtfertigt? Ist die deutsche Klimapolitik konsequent genug?

Die Gäste heute bei „Anne Will“

Ricarda Lang (Bündnis 90/Die Grünen)
Bundesvorsitzende

Kurzbiografie: Geboren am 17. Januar 1994 in Filderstadt/Baden-Württemberg 2012 Abitur, anschließend Studium der Rechtswissenschaften bis 2019 (ohne Abschluss). Seit 2012 engagiert sie sich in der Grünen Jugend, 2014 bis 2015 ist sie Sprecherin von CampusGrün, dem Dachverband grüner Hochschulgruppen an deutschen Universitäten. 2015 bis 2017 ist sie Beisitzerin der Grünen Jugend, und 2017 bis 2019 Sprecherin des Vorstands dort. Seit 2019 ist sie stellvertretende Bundesvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Grünen. Seit der Bundestagswahl 2021 ist sie über die Liste in den Bundestag eingezogen, ihr Erststimmenergebnis im Wahlkreis Backnang/Schwäbisch Gmünd betrug 11,5 % Im Bundestag ist sie Mitglied im Familienausschuss, stellv. Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Auf einem digitalen Parteitag am 29. Januar 2022 werden sie und Omid Nouripour zu den neuen Bundesvorsitzenden gewählt.

Herbert Reul (CDU)
Innenminister in Nordrhein-Westfalen

Kurzbiografie: Geboren 31. August 1952 in Langenfeld/Rheinland. 1972 bis 1979 Lehramtsstudium in Köln in den Studiengängen Sozialwissenschaft und Erziehungswissenschaft. Von 1979 bis 1985 unterrichtete er in Leverkusen und Wermelskirchen. Seit 1971 ist er CDU-Mitglied und seit 1987 im Landesvorstands Nordrhein-Westfalen. Von 1991 bis 2003 war er Generalsekretär der NRW-CDU. Im Jahr 2004 schied er aus dem nordrhein-westfälischen Landtag aus, nachdem er bei der Europawahl 2004 ins Europäische Parlament gewählt wurde. Dort war er von Januar 2012 bis Juni 2017 Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament. Am 30. Juni 2017 wurde Herbert Reul zum Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen vereidigt. Von Dezember 2018 – Januar 2022 war er Mitglied des CDU-Bundesvorstands. Seit 2021 ist er stellv. Landesvorsitzender der NRW-CDU.

Michael Hüther
Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Köln

Kurzbiografie: Geboren am 24. April 1962 in Düsseldorf, Studium der Wirtschaftswissenschaften und der Mittleren und Neueren Geschichte in Gießen und Norwich, Promotion im Jahr 1990. Zunächst arbeitet Hüther an der Universität Gießen, danach beim wissenschaftlichen Stab des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Wiesbaden, den er ab 1995 leitet. 1999 wechselt Hüther als Chefvolkswirt zur Deka-Bank. 2004 wird er Direktor des von Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden getragenen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Zudem hält Hüther eine Honorarprofessur an der European Business School in Oestrich-Winkel.

Luisa Neubauer
„Fridays for Future“- Aktivistin

Kurzbiografie: Geboren 21.04.1996 in Hamburg, 2015 bis 2020 Studentin der Geographie an der Uni Göttingen und am University College of London (Neubauer ist Stipendiatin der Heinrich Böll Stiftung). Seit 2020 Masterstudiengang Geographie: Ressourcenanalyse und -management an der Georg-August-Universität Göttingen. 2016 wird Neubauer Jugendbotschafterin der entwicklungspolitischen Organisation ONE. Sie ist Vorsitzende der Jugend-Delegation zum G7-Gipfel und nimmt als Jugenddelegierte für die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen 2018 am Weltklimagipfel in Kattowitz teil. Bei dem Gipfel trifft sie auf Greta Thunberg. Seit 2018 ist Neubauer außerdem „Digitial Organiser Germany“ für die Klimaschutzorganisation „350.ORG/FOSSIL FREE GERMANY“ sowie Mitglied im Jugendbeirat Generationen Stiftung. Neubauer ist Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Sie ist eine der Organisatorinnen des „Fridays for Future“-Schulstreiks in Deutschland. Im September 2022 wurde sie vom Time Magazine in deren jährliches Ranking der Time100 NEXT aufgenommen, also der 100 aufstrebenden Stars aus allen Industrien und um den ganzen Globus.

Mojib Latif
Klimaforscher

Kurzbiografie: Geboren am 29 September 1954 in Hamburg, 1974 Abitur in Hamburg. Von 1974 bis 1976 Studium der Betriebswirtschaftslehre, danach bis 1983 Studium der Meteorologie in Hamburg mit Diplom in Meteorologie. 1987 promoviert er in Hamburg in Ozeanographie, 1989 folgt die Habilitation für das Fach Ozeanographie. Von 1989 bis 2002 ist er Privatdozent am Max-Planck-Institut in Hamburg, seit 2003 Professor am jetzigen Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel GEOMAR.

Greta Thunberg
Klimaaktivistin

Kurzbiografie: Geboren am 3. Januar 2003 in Schweden. Am 20. August 2018 demonstriert die damals 15-jährige Schülerin zum ersten Mal vor dem Parlament in Stockholm für besseren Klimaschutz. Weltweite Bekanntheit erlangt sie durch ihre Rede beim UN-Klimagipfel in Kattowitz. 2019 erhält Thunberg den „Alternativen Nobelpreis“. Den „Umweltpreis des Nordischen Rates“ lehnt sie jedoch ab. Sie erklärte dazu, dieser sei zwar eine riesige Ehre, jedoch brauche die Klimabewegung keine weiteren Preise, sondern wirksame politische Konsequenzen. Um die Dringlichkeit der Klimakrise zu unterstreichen, adressierte sie ihr Publikum beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit den Worten „Ich will, dass ihr in Panik geratet!“. Im August 2020 empfing Angela Merkel Thunberg und drei weitere Klima-Aktivistinnen von „Fridays for Future“ im Kanzleramt. 2022 erscheint ihr Buch „Das Klimabuch“ unter der Mitarbeit von weltweit führenden Wissenschaftler/innen.

Über Anne Will

Anne Will wurde 1966 in Köln geboren. Sie studierte Geschichte, Politologie und Anglistik in Köln und Berlin. Nach dem Studium volontierte Anne Will beim Sender Freies Berlin in den Bereichen Hörfunk und Fernsehen.

Von 1992 an moderierte sie beim SFB die Talkshow „Mal ehrlich“ und den „Sportpalast“. Parallel dazu war sie von 1996 bis 1998 Gastgeberin der Medienshow „Parlazzo“ im WDR Fernsehen.

Als erste Frau moderierte sie 1999 die ARD-Sportschau. Im Jahr 2000 berichtete sie für die ARD von den Olympischen Spielen in Sydney. Von April 2001 bis Juni 2007 moderierte Anne Will die Tagesthemen.

Vier erfolgreiche Jahre zeigte sie als Gastgeberin des Sonntagabend-Talks ANNE WILL mit intensiven Gesprächen über aktuelle gesellschaftspolitische Fragen weitere Facetten ihres Könnens.

2011 wechselte das Format auf den Mittwochabend, um 2016 schließlich – nach fünf weiteren erfolgreichen Jahren – auf den alten Sendeplatz am Sonntagabend zurückzukehren.

2002 bekam Anne Will die Goldene Kamera verliehen, 2006 den Deutschen Fernsehpreis für die „Beste Moderation Information“, im Oktober 2007 den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis „für ihre unabhängige Haltung und ihre unaufgeregte, aber stets kompetente Präsentation der Ereignisse des Tages“.

Das „medium magazin“ zeichnete Anne Will als „Newcomerin des Jahres 2007“ aus, außerdem erhielt sie den Goldenen Prometheus als „Fernsehjournalistin des Jahres 2007“.

Anne Will ist Botschafterin für den „Raum der Namen“ im Holocaust-Mahnmal in Berlin.

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Sendehinweis
„Anne Will“ heute Abend um 21:45 Uhr in der ARD

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