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Neben Gastgeberland Russland haben sich weitere 31 Nationalmannschaften für das Turnier qualifiziert. Die Mannschaften aus Island und Panama nehmen zum ersten Mal an der Endrunde einer Fußball-WM teil.

© FIFA / ZDF

Heute Abend zeigt das ZDF das zweite Halbfinale des Fußball-Weltmeisterschaft 2018. England steht zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder in einem WM-Halbfinale. Gegen die bislang überzeugende Mannschaft aus Kroatien geht es um den Einzug ins Endspiel.

Pep Guardiola könnte am kommenden Sonntag zum dritten Mal in Folge Weltmeister werden – zumindest indirekt. Guardiola trainierte 2010 im Weltmeister-Land Spanien. 2014 in Deutschland. Vor acht Jahren gehörten sieben Spieler von Guardiolas FC Barcelona zum Aufgebot der Spanier, vor vier Jahren sechs Profis von seinem Verein FC Bayern München.

Und in Andres Iniesta und Mario Götze schossen auch Guardiola-Schützlinge die Siegtore im WM-Finale. Nun stehen immerhin vier Akteure seines aktuellen Klubs Manchester City im Kader Englands.

So hat der Katalane Guardiola wie der Deutsche Jürgen Klopp beim FC Liverpool oder der Argentinier Mauricio Pochettino bei Tottenham Hotspur auch einen Anteil am spielerischen Aufschwung Englands, der am Mittwoch vorerst mit dem ersten WM-Halbfinale seit 28 Jahren gegen Kroatien (20 Uhr / ZDF) gekrönt wird.

„Es ist toll für unsere jungen Spieler, dass so tolle ausländische Trainer wie Guardiola mit ihnen arbeiten“, sagte England-Trainer Gareth Southgate nach dem 2:0 im Viertelfinale gegen Schweden.




Auf die Frage, ob er sich selbst etwas von Guardiola abgeschaut hätte, hatte der 47-Jährige kürzlich geantwortet: „Natürlich. Aber das gilt für fünf oder sechs Top-Trainer. Ich wäre dumm, wenn ich nicht analysieren würde, wie sie spielen. Und zum Glück sind alle immer sehr zugänglich für mich.“

Der englische Fußball hat mit dem berühmten und berüchtigten „kick and rush“ früherer Jahre nichts mehr zu tun. Southgates Spielweise ist ein Mix aus den Ideen der prominenten ausländischen Kollegen. Von Pochettino hat er sich das Pressing abgeschaut, von Klopp das Umschaltspiel und von Guardiola den Ballbesitz-Fußball. Seine Spieler sind offen für all diese Einflüsse. Zwar spielen alle 23 in der heimischen Premier League. Doch die ausländischen Ideen lernen sie eben dort kennen.

„Wir versuchen, all das, was wir unter Pep lernen, in die englische Mannschaft einzubringen“, sagte Abwehrchef John Stones. Und Nebenmann Kyle Walker erklärte während des Turniers: „Pep hat mir so viel beigebracht. Und er hat mir unglaubliches Selbstvertrauen gegeben.“ Der frühere Nationalspieler Paul Scholes stellte fest: „Pep Guardiola ist eine Inspiration für diese Mannschaft.“

Pochettinos Tottenham stellt mit fünf Spielern sogar die größte Fraktion im englischen Kader, darunter Mittelfeld-Talent Delle Alli oder Torjäger Harry Kane. «Ich habe unter ihm sehr viel gelernt», sagte Kane. Alli betonte: «Ich verdanke ihm eine Menge.»

Von Champions-League-Finalist Liverpool stehen in Jordan Henderson und Trent Alexander-Arnold nur zwei Klopp-Schützlinge im Team. Der Austausch zwischen Southgate und dem früheren Dortmund-Coach, der 2014 vier Weltmeister trainierte, ist auch durchaus kritisch. Klopp kritisierte auch schon mal öffentlich die Nominierung Southgates.

Und dieser wunderte sich dieser Tage scherzhaft, warum er nach einem 90-Minuten-Einsatz des oft angeschlagenen Henderson keine Klage bekommen hat. «Normalerweise ruft Jürgen dann immer direkt an und sagt: Warum zur Hölle hast du ihn nicht rausgenommen?» Doch auch ihr Verhältnis ist letztlich befruchtend für die Idee des Spiels. Die Chance für Guardiola, Klopp oder Pochettino, sich so oder so Trainer eines Weltmeisters nennen zu dürfen, ist übrigens hoch. Alle stellen auch in den Teams von zwei der anderen drei Halbfinalisten jeweils mindestens einen Spieler ihres Vereins.

„Fußball WM 2018 Halbfinale“ heute Abend ab 19:35 Uhr im ZDF

 
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Über den Autor

Sebastian Heide

Schon immer TV- und Serien-Fan. Seit Oktober 2009 betreibe ich die Internetseite STARSonTV. Ab 2006 leitete ich das größte Forum Europas der Serie "Queer as folk". Bis 2007 leitete ich das größte, deutsche Serienforum "Serien Forum Central".

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