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Sonja Kurowsky: TV-Ansagerin im Alter von 78 Jahren gestorben

Sonja Kurowsky: TV-Ansagerin im Alter von 78 Jahren gestorben

access_time 17. November 2017 chat_bubble_outline 0 Kommentare
Sonja Kurowsky war eine deutsche Fernsehansagerin. Beim Publikum erlangte sie Beliebtheit durch ihre aufgelockerte Art der Präsentation.

© Screenshot ARD

Wie der Kölner Express meldet, ist die beliebte ARD-Ansagerin Sonja Kurowsky im Alter von 78 Jahren nach schwerer Krankheit in einem Bergisch Gladbacher Hospiz verstorben.

Kurowsky begann als Ansagerin beim WDR in Köln und wurde schon sehr bald im ARD Hauptabendprogramm eingesetzt. Unvergessen bleiben ihre sanfte, recht tiefe Stimme und die charmante Art die Zuschauer durch das TV-Programm zu führen.

Sonja Kurowsky blieb bis 1997 beim WDR als Moderatorin tätig und lebte zuletzt im Kölner Stadtteil Lindenthal.




Weitere Informationen über Sonja Kurowsky

Weil Sonja so temperamentvoll war, gaben die Eltern ihre jüngste Tochter zu den Ursulinen auf ein Pensionat, das sie mit der Mittleren Reife verließ. Auch bei der Berufswahl wurde ihr der elterliche Wille aufgedrängt, sodass statt einer Schauspielausbildung eine Kaufmännische Lehre anstand. Mit 18 Jahren entzog sie sich ihrem Einfluss, indem sie von Wiesbaden nach Köln umzog. Dort arbeitete sie als Sekretärin bei einer Auto-Firma, als Hostess und als Übersetzerin von englischen Romanen.

Eine Freundin vermittelte ihr 1961 einen Job als Sekretärin in der Sportredaktion des WDR. Ihre Aufgabe bestand im Zusammenstellen und Abtippen der einlaufenden Sportnachrichten. Auf derselben Etage hatte Walter Hartner, zuständig für die Fernsehansagen, sein Büro. Als Kurowsky einmal dienstlich mit ihm in Kontakt kam, nutzte sie die Chance und fragte an, ob er möglicherweise Verwendung für sie haben könnte, woraufhin er eine Mikrophonprobe veranlasste, die zu seiner Zufriedenheit ausfiel.

Sie wurde ohne den Umweg über die Ansage im Regionalprogramm gleich im Programm der ARD eingesetzt. Zunächst war sie noch unsicher und ihr unterliefen mancherlei Versprecher, doch mit zunehmender Routine, flankiert von einer zweijährigen Sprechausbildung gewann sie an Sicherheit und Selbstvertrauen. Darauf aufbauend flammte auch ihr Temperament wieder auf: Sie sagte eine Jugendsendung tanzend an, eine Bademoden-Reportage im Badeanzug, eine Kindersendung Kinderbasteleien ausprobierend und bezog ein anderes Mal die Kasperfigur der nachfolgenden Sendung in ihre Ankündigung mit ein, insgeheim bedauernd, dass sie die Puppe nicht mittels Bauchrednerkunst selbst sprechen lassen konnte. Obwohl die Zuschauer positiv reagierten, ging dies Hartner zu weit, und er verhängte ein „Mätzchen“-Verbot.

Eine TV-Ansage mit Sonja Kurowsky


 

Im Funkhaus lernte Kurowsky ihren späteren Ehemann Friedhelm Ortmann kennen. Der über zehn Jahre ältere Ortmann war von 1960 bis 1968 Leiter der WDR-Hörspielabteilung. Sie produzierten 1965 gemeinsam – er als Regisseur, sie als Rollensprecherin – das Hörspiel Die Wand von Dieter Forte. 1987, als der inzwischen freischaffend für Theater und Hörfunk tätige Ortmann eine Hörspiel-Kooperation zwischen Radio Bremen (wo der Autor des Hörspiels, Konrad Hansen, beschäftigt war) und dem WDR leitete, setzte er Kurowsky noch einmal im Sprecher-Cast ein. Ortmann und Kurowsky heirateten am 7. Oktober 1966; Tochter Sandra kam am 5. November 1967 zur Welt.

Nachdem Kurowsky in den 1960er-Jahren in Kinder-Unterhaltungssendungen des WDR-Fernsehens im ARD-Programm, namentlich in Hase Cäsar und Wir warten aufs Christkind, aufgetreten war und in den späten 70er Jahren die erste Hörertelefonsendung im Rundfunkprogramm WDR2 (einmal wöchentlich in der Vormittagssendung Daheim und unterwegs) moderiert hatte, wurde ihr zusammen mit den Moderatoren Reinhard Münchenhagen und Rainer Nohn von 1983 bis 1992 im dritten Fernsehprogramm die Live-Sendung Gesucht – gefunden anvertraut, die als interaktive Tausch-Show durch Städte und Gemeinden Nordrhein-Westfalens zog und Menschen mit Sammelleidenschaft vorstellte. Per Telefon konnten die Zuschauer mit den Teilnehmern der Sendung in Kontakt treten und Sammlungslücken auffüllen.

Später folgten noch gelegentliche Anschluss-Engagements bei ihrem Heimatsender WDR, der die Fernsehansage 1997 jedoch endgültig einstellte.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sonja_Kurowsky

 
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