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Sybille Waury spielt "Tanja Schildknecht" in der ARD-Serie "LIndenstraße".

© WDR / Steven Mahner

Moderator Marcel Schenk trifft regelmäßig Schauspieler/innen vom Ensemble der ARD-Kultserie „Lindenstraße“ zum Gespräch. Folge 7: Sybille Waury als „Tanja Schildknecht“.

Marcel Schenk: Hallo Sybille, du strahlst ja richtig.

Sybille Waury: Hallo Marcel, ja, mir geht es richtig gut.

Marcel Schenk: Du bist ein Gesicht der allerersten Stunde und seit Folge 2 in der „Lindenstraße“ zu sehen. Wie fühlt es sich an, wenn Menschen auf dich zukommen und sagen, sie sind mit dir über die Jahrzehnte aufgewachsen und älter geworden?

Sybille Waury: Es ist lustig, denn vor kurzem fand da bei mir in der Wahrnehmung eine Veränderung statt. Früher sagten die Menschen zu mir: „Ich hab‘ die Serie früher immer zusammen mit meinen Eltern gesehen.“ Und nun kommen immer öfter auch welche, die sagen: „Ich habe Sie in der Serie schon damals gemeinsam mit meiner Oma angeschaut…“. Der Generationenwechsel hat offensichtlich funktioniert. Und noch immer sind Zuschauer wirklich von Anfang an dabei. Daran merke ich dann aber auch, dass es für uns alle schon eine lange, lange Zeit ist.

Marcel Schenk: Du hattest zu Beginn deiner Serienrolle als Teenager eine Affäre mit deinem Tennislehrer. Konntest du überhaupt Tennis spielen?

Sybille Waury: Nein, überhaupt nicht. Ich wurde sogar damals für die Fotos gedoubelt. Der Fotograf hatte es in der Tennishalle noch zunächst mit mir probiert, sich dann aber für eine andere Blondine im ungefähr selben Alter entschieden. Bei dieser Tennis-Story wurde ich nur auf den „Jubelfotos“ nicht gedoubelt.

Marcel Schenk: Du bist als Teenager in die Serie eingestiegen. Hast du dich damals wie eine Art „Kinder-Star“ gefühlt? Es gab seinerzeit ja noch keine sozialen Medien – heutzutage werden speziell junge Darsteller aus Serien und Filmen dadurch viel mehr in die Öffentlichkeit gebracht.

Sybille Waury: Ich habe, auch im Rückblick, nichts vermisst. Es gab zwar die vielen Online-Plattformen damals nicht, aber entsprechend blieb man als junger Mensch auch vor vielerlei Anfeindungen verschont. Das hat einen damals, wenn vereinzelt Zuschriften auf dem Postweg kamen, nicht so erreicht wie heute, wo es Leuten möglich ist, anonym auch mal einen „Shitstorm“ auszulösen. Man wurde aber auch am Set nicht wie ein „Star“ behandelt. Es war schon immer ein eher familiäres Umfeld in der „Lindenstraße“. Ich habe meine Hausaufgaben in den Drehpausen erledigt, hatte kein eigenes Facebookprofil und konnte in Ruhe erwachsen werden.

Lotti (Gunnar Solka) und Tanja (Sybille Waury), © WDR / Steven Mahner

Marcel Schenk: Schaust du dir die alten Folgen heute noch manchmal auf DVD oder in einer TV-Wiederholung an?

Sybille Waury: Ja, manchmal schon. Und es ist lustig, denn nach so vielen Folgen gibt es tatsächlich hin und wieder Inhalte, an die ich mich überhaupt nicht mehr erinnern kann.

Marcel Schenk: Kannst du dich gut selbst im Fernsehen „anschauen“ oder bist du zu selbstkritisch?

Sybille Waury: Es geht. Also inzwischen kann ich es einigermaßen. Ich bin aber niemand, der seine Szenen dann zu Hause analysiert oder so. Ich drehe sehr gerne. Und wenn ich mir die Serie ansehe, egal ob nun Wiederholungen oder aktuelle Folgen, dann schaue ich sie vor allem wegen meiner Kolleginnen und Kollegen und des „Gesamtwerks“.

Marcel Schenk: In nun 31 Jahren hat „Tanja Schildknecht“ unfassbar viel erleben dürfen in der „Lindenstraße“. Was war von all den Geschichten für dich die schönste?

Sybille Waury: Für mich war es die Zeit, als „Tanja“ von ihrer Frau verlassen wurde und um das gemeinsame Kind kämpfen musste. In dieser Geschichte konnte „Tanja“ so herrlich „durchdrehen“, und es hat mir richtig Spaß gemacht, brüllend durch das Set zu fegen…


Marcel Schenk: Du bist abseits vom Dreh auch privat mit deinem Kollegen Gunnar Solka („Peter Lottmann“) befreundet. Wart ihr von Anfang an auf einer Wellenlänge hier am Set?

Sybille Waury: Ja. Und dadurch, dass wir beide in Berlin ziemlich dicht beieinander wohnen, hat Gunnar auch öfters mal auf meine Kinder aufgepasst. So entstand eine wunderbare Freundschaft. Aber auch mit Ludwig Haas („Dr. Ludwig Dressler“) verbindet mich eine Freundschaft. Wir haben über mehrere Jahre hinweg sehr viel miteinander gedreht. Auch diese Zeit möchte ich nicht missen. Ich kann hier nur die familiäre Stimmung am Set betonen: Mit der Zeit sind mir so viele liebe Menschen und Kollegen ans Herz gewachsen. Mit Moritz A. Sachs („Klaus Beimer“) bin ich groß geworden – und er mit mir. Es macht uns immer Freude, wenn wir uns hier am Drehort wiedersehen.

Marcel Schenk: Deine Serienfigur „arbeitet“ nun viele Jahre in einem Friseur-Salon. Seit einigen Jahren leitet „Tanja“ ihn auch. Kommen inzwischen die ersten Freundinnen zu dir und bitten um eine trendige Frisur?

Sybille Waury: (lacht) Nein. Zum Glück nicht, denn ich glaube, nach dem ersten Versuch wäre es mit der Frisur und der Freundschaft dann vorbei. Leider überträgt sich das Talent zum Haareschneiden nicht von „Tanja“ auf mich. Ich kämpfe schon meist mit den Lockenwicklern beim Dreh. Die Maskenbildnerinnen zeigen mir kurz vorher aber immer, wie ich die Schere halten muss und wie ich am besten damit umgehe.

Marcel Schenk: Vermisst du die Zeit der „Trockenhauben-Gespräche“ im Salon ein wenig? Noch vor einigen Jahren saßen „Else Kling“ und „Mutter Beimer“ ja Zeitschriften lesend gerne mal bei dir, sprich „Tanja“, im Salon und haben den Klatsch und Tratsch gel(i)ebt.

Sybille Waury: Ja, das war herrlich. Inzwischen kommen ja vermehrt Männer mit auffallend wenig – oder kurzen – Haaren zu „mir“ in den Salon. Ich denke da z.B. an Szenen, wenn „Ludwig“ zum Haareschneiden kommt…. Aber die alten Zeiten waren wirklich legendär, als noch viele meiner „Kundinnen“ unter der Trockenhaube saßen. „Oma Rosi“ war ja auch oft und gern bei mir.

Marcel Schenk: Ich würde jederzeit für eine Kopfmassage zu „Tanja“ in den Salon kommen. Vielen Dank, liebe Sybille!

Sybille Waury: (lacht) Ich freue mich auf dich – Danke für das Gespräch!

INFO


Sybille Waury
Rolle: „Tanja Schildknecht“
In der „Lindenstraße“ seit: Folge 2 (1985)

Sybille Waury wurde am 09.Mai 1970 in Düsseldorf geboren. Sie studierte an der Universität zu Köln Japanologie, Kunstgeschichte und Germanistik. In London nahm sie privaten Schauspielunterricht.

1993 bis 1995 moderierte Sybille Waury die WDR-Kindersendung „Käpt’n Blaubär Club“. Neben ihrer Rolle in der „Lindenstraße“ war sie in diversen TV- und Kinorollen zu sehen, u.a. in „Geschichten aus der Heimat“ (Regie: G. Schmidt), „Geld“ (Regie: Doris Dörrie) und in der Reihe „Schulz & Schulz“ an der Seite von Götz George (Regie: Ilse Hofmann und Nico Hofmann).

Außerdem spielte sie Theater an Bühnen in Köln, Hamburg, Neersen, Aachen und Bochum. Seit 2011 ist Sybille Waury auch als Shiatsu-Praktikerin tätig. 2019 wird die Schauspielerin in dem Stück „Bernarda Albas Haus“ (Regie: Thomas Rohmer) auf Theatertournee zu sehen sein.

Sybille Waury ist mit Joachim Friedmann verheiratet und lebt mit ihm und den beiden gemeinsamen Töchtern in Berlin.

 
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