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Erkan Gündüz spielt die Rolle des Murat Dagdelen in der ARD-Kultserie "Lindenstraße"

© WDR/Steven Mahner

Moderator Marcel Schenk trifft regelmäßig Schauspieler/innen vom Ensemble der ARD-Kultserie „Lindenstraße“ zum Gespräch. Heute Folge 4: Erkan Gündüz als „Murat Dagdelen“.

Marcel Schenk: Hallo Erkan, schön dich zu sehen.

Erkan Gündüz: Hallo, grüß‘ dich.

Marcel Schenk: Wenn die Zuschauer über „Lisa“und „Murat“ in der „Lindenstraße“ sprechen, dann steht für die meisten fest: „Lisa“ hat eindeutig die Hosen in der Beziehung an. Stimmst du dem aus Sicht des „Ehemannes“ zu?

Erkan Gündüz: (lacht) Ja, es ist so. „Murat“ versucht sich zwar durchzusetzen, aber „Lisa“ hat die Hosen an.

Marcel Schenk: Deine Rolle in der „Lindenstraße“ hat sich mit den Jahren gewandelt. Anfangs war „Murat Dagdelen“ eher der „böse Junge“. An der Seite von „Olli Klatt“ sorgte er für mächtigen Tumult und jeder Bewohner war froh, „Murat“ nicht allzu nahe zu kommen. Inzwischen ist „Murat“ aber als liebevoller und fürsorglicher Vater und Ehemann das komplette Gegenteil. Was macht dir mehr Spaß vor der Kamera? Den bösen „Murat“ zu spielen oder den lieben?

Erkan Gündüz: Es gibt für einen Schauspieler auf Dauer nichts Langweiligeres, als in der Rolle immer nur nett zu sein. Du musst schon Facetten haben beim Spiel. Ich möchte es aber so sagen: „Murat“ war zu Beginn wirklich ein „Klischee-Türke“. Schön war dann die Entwicklung seiner Rolle. Das hat beim Dreh und auch beim Beobachten dieser Entwicklung von „Murat“ in Richtung Verantwortung und Akzeptanz unglaublich viel Spaß gemacht. Viele Zuschauer fragen mich z.B. auch in den sozialen Netzwerken oder auf der Straße, wie man „Lisa“ lieben kann. Das Schöne ist: „Murat“ kann das!

Marcel Schenk: Bist du mit Sontje Peplow („Lisa Dagdelen“) nach all‘ den gemeinsamen Jahren vor der Kamera ein eingespieltes Team? Weißt du schon im voraus, wie sie reagiert beim Dreh?

Erkan Gündüz: (lacht) Sontje ist auch hinter den Kulissen inzwischen die „Chefin“ bei unseren Drehs. Aber auf eine sehr sympathische Art und Weise. Wenn ich mal zum Regisseur gehe und sage, dass man in dieser oder jener Szene doch als „Murat“ anders reagieren müsste, dann sagt Sontje: „Nein, das ist schon gut so. Das kann so bleiben.“ Und dann wird es oft auch so umgesetzt, wenn seitens der Regie nichts dagegen spricht. Dagegen können weder „Murat“ noch Erkan ein Veto einlegen… Ich kritisiere manches Mal, warum „Murat“ so ein Pantoffelheld ist, aber die Autoren sehen ihn eben momentan so und Sontje findet das, wie wohl auch „Lisa“, einfach klasse ….

Marcel Schenk: Man sieht euch die Freude auch als Zuschauer an.

Erkan Gündüz: Wir harmonieren sehr gut miteinander, und das macht unglaublich viel Spaß.

Marcel Schenk: Sontje hat mir in einem früheren Gespräch einmal verraten, bei gemeinsamen Interviews mit ihr kämst du kaum bis gar nicht zu Wort. Antwortet sie immer noch für dich oder hast du das inzwischen ändern können?

Erkan Gündüz: (lacht) Es war manchmal wirklich so. Sontje hat meinen Part in Interviews gerne übernommen. Sie kennt sowohl „Murat“ wie auch mich gut. Aber inzwischen antworte ich auch selber.

Marcel Schenk: Gab es eine Szene in den vergangenen Jahren, die dir bis heute unvergessen bleibt? Vielleicht aufgrund einer Drehpanne oder weil die Szene so besonders witzig war?

Erkan Gündüz: Ich war bei einer gemeinsamen Szene mit Sontje extrem müde, weil ich in der Nacht zuvor nur kurz geschlafen hatte. Sontje hingegen war extrem gut drauf – diese Kombination sorgte dann dafür, dass wir beide einen Lachflash bekamen. Sie hat mir dadurch auch in gewisser Weise den (Dreh-)Tag gerettet. Sontje ist einfach immer gut drauf.


Marcel Schenk: Wie lernst du deine Texte auswendig?

Erkan Gündüz: Das ist unterschiedlich. Manchmal lerne ich schon einige Wochen im voraus. Es gibt aber auch Situationen, in denen man noch einen gewissen Spielraum als Schauspieler hat. Zum Beispiel bei emotionalen Szenen. Da lasse ich mich gerne von der Atmosphäre am Drehort leiten und passe den Text soweit wie möglich an. Natürlich müssen Textänderungen mit Dramaturgie und Regie abgesprochen werden.

Marcel Schenk: Wärst du mit „Murat“ befreundet, wenn er in deiner Nachbarschaft leben würde?

Erkan Gündüz: Er wäre mir auf jeden Fall nicht fremd, und „Murat“ ist ein interessanter, netter Typ. Er hat so seine Schwierigkeiten, zeigt immer diese Zerrissenheit, Kinder, Ehefrau und Bio-Laden unter einen Hut zu bekommen. Das spiele ich sehr gerne, so jemand wie „Murat“ wäre mir privat nicht unangenehm.

Marcel Schenk: Danke für das Interview, Erkan.

Erkan Gündüz: Danke dir, Marcel!

INFO


Erkan Gündüz
Rolle: „Murat Dagdelen“
In der „Lindenstraße“ seit: Folge 716 (1999)

Erkan Gündüz wurde 1972 in Iskenderun (Türkei) geboren und kam 1978 mit seinen Eltern und zwei Brüdern nach Deutschland.
Nach seiner Lehre zum Industriemechaniker ließ er sich zum Stuntman ausbilden und nahm zwei Jahre privaten Schauspielunterricht. Erkan Gündüz wirkte in verschiedenen Theaterproduktionen der Düsseldorfer Schauspielwerkstatt und dem Düsseldorfer Schauspielhaus mit. Außerdem war er neben der „Lindenstraße“ auch in anderen TV-Produktionen und einer Hauptrolle im Kinofilm „Zelle“ zu sehen. 2009 führte Erkan Gündüz bei seinem Kurzfilm „15 Meter“, der beim Festival Max Ophüls Preis lief, das erste Mal selbst Regie. Er lebt mit Ehefrau und Tochter in der Nähe von Köln.

 
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