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MAISCHBERGER immer Mittwochs um 22:45 Uhr im Ersten.

© WDR/Peter Rigaud

Heute Abend befasst sich Sandra Maischberger mit dem Thema „Trump gegen den Rest der Welt?“ und diese Gäste sind im Studio heute in der ARD.

Der US-Präsident hält die Welt in Atem. Seine Einwanderungs- und Wirtschaftspolitik führt weltweit zu Protesten. Seine Außenpolitik: unberechenbar – und äußerst beunruhigend für die internationalen Spitzenpolitiker und Außenpolitikexperten, die sich dieses Wochenende in München treffen.

Mit Spannung wird deshalb auf der Sicherheitskonferenz der Auftritt von US-Vizepräsident Mike Pence und Verteidigungsminister James Mattis erwartet. Die globale Politelite trifft auf die Manager der neuen US-Macht.

Werden wir Trumps außenpolitischen Kurs besser verstehen? Müssen wir den Slogan „America first“ vielleicht gar nicht fürchten? Oder ist Donald Trump doch ein globales Risiko?


Die Gäste

Norbert Röttgen
„Die Weltordnung wird in Frage gestellt. Wir müssen uns warm anziehen und diesen Kampf aufnehmen“, sagt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Er erwartet unter Präsident Trump „eine dramatische Zäsur, die historische Dimensionen hat“. Eine Politik der Abschottung, Angriffe auf die deutsche Wirtschaft, offen ausgesprochene Drohungen gegen China und Iran – Norbert Röttgen ist alarmiert und fordert: „Wir brauchen einen radikalen Politikwechsel in Europa und müssen geschlossen auftreten.“

Thilo Sarrazin
Der Publizist verteidigt Trumps protektionistischen Politikansatz als „im Kern rational“. Die Leitlinie „America first“ sei nicht unvernünftig. Denn die sozialen Kosten der Globalisierung seien in der Gesellschaft ungleich verteilt, schreibt der langjährige Berliner SPD-Finanzsenator in der „FAZ“. „Eine Rückgewinnung der Kontrolle über die Einwanderung und eine konsequente standortbezogene Industriepolitik können in den USA durchaus zum Erfolg und schon in wenigen Jahren zu deutlichen Verbesserungen am unteren Ende der Einkommens- und Beschäftigungspyramide führen“, sagt Thilo Sarrazin.

Ulrich Kienzle
„Außenpolitisch verstrickt sich Donald Trump in sinnlose Widersprüche“, sagt der frühere ARD-Nahostkorrespondent. Ob es um die Siedlungspolitik der israelischen Regierung oder um das Verhältnis zu China geht – den US-Präsidenten „interessiere es nicht, wenn er morgen etwas Anderes als gestern verkündigt und es ihm nutzt“. Der Mann habe keine Ahnung vom Nahen Osten, resümiert Ulrich Kienzle: „Jemand der Belgien für eine Stadt hält, der kennt die Differenzen in der arabischen Welt überhaupt nicht.“

Sandra Navidi
„In New York haben viele Menschen Angst, dass Donald Trump einen Krieg beginnt“, schildert die deutsche Wall-Street-Insiderin die Stimmung in ihrer Wahlheimat. Der neue US-Präsident versuche, das politische System Amerikas zu zerstören, um es in seinem Sinne neu aufzubauen: „Er greift die Justiz an, um sie in die Knie zu zwingen. Er stellt jeden an den Pranger, der nicht auf seiner Linie ist.“ Dass die Wirtschaft oder die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten darunter leiden könnten, sei Trump völlig egal, fürchtet Sandra Navidi.

Michael Wolffsohn
Der Geschichtsprofessor kritisiert den selbstgerechten und heuchlerischen Umgang der Deutschen mit dem US-Präsidenten: „Wir sind nicht anders als Trump.“ So unterscheide sich unsere rigorose Flüchtlingspolitik eigentlich nicht von Trumps Einreisestopp für Muslime. Der Publizist mahnt zur Gelassenheit: „Die Präsidentschaft könnte für die Welt viel besser werden als erwartet.“ Denn Obamas Außenpolitik sei besonders im Nahen Osten ein Desaster gewesen, erklärt Michael Wolffsohn. „Ein neuer Ansatz kann den Karren aus der Sackgasse führen“.

„Maischberger“ heute Abend um 22:45 Uhr in der ARD

 
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