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MAISCHBERGER immer Mittwochs um 22:45 Uhr im Ersten.

© WDR/Peter Rigaud

Heute Abend befasst sich Sandra Maischberger mit dem Thema „Trump macht Ernst: Muss die Welt vor ihm zittern?“ und diese Gäste sind im Studio heute in der ARD.

Gebannt schaut die Welt am Freitag nach Washington, wenn Donald J. Trump als 45. Präsident der USA vereidigt wird. Für viele Menschen ist diese Amtsübernahme eine Horrorvorstellung: ein unberechenbarer Alleinherrscher im Weißen Haus.

Ein unbeherrschter Rüpel ohne Respekt vor Menschen und Institutionen. Ein beratungsresistenter Präsident, der via Twitter Entscheidungen fällt. Könnte dieser politische Führungsstil gefährlich für den Rest der Welt werden? Oder liegt in Trumps unkonventionellem Politikstil ohne Tabus eine Chance?

Die Gäste

Tina Hassel
„Er redet, wie er twittert: Selbstherrlich, unflätig, ausfällig, drohend.“ So kommentierte die frühere Washington-Korrespondentin die aufsehenerregende Pressekonferenz Donald Trumps in der letzten Woche. Alle Hoffnungen, „der rachsüchtige Rüpel“ könne sich nun „seriöser und beherrschter“ zeigen, seien geplatzt. Trump teile die Welt in Freund und Feind – auch die der Journalisten. „Trump hasst und bekämpft alle, die ihn kritisieren“, sagt Tina Hassel. Das dürfe sich eine Demokratie nicht bieten lassen, meint die Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios.

Jürgen Trittin
„Es ist naiv zu glauben, dass Trump jetzt milder wird. Er steht für Hass, Spaltung, Ausgrenzung und blanken Rassismus“, sagt der grüne Außenpolitiker und warnt vor einer Eskalation. „Es droht die Diskriminierung ethnischer und sozialer Minderheiten und seine rigide Handelspolitik könnte eine Rezession herbeiführen.“ Außerdem rechnet der ehemalige Bundesumweltminister mit einer Verschlechterung der transatlantischen Beziehungen. „Die amerikanische Außenpolitik wird unberechenbarer. Deswegen brauchen wir ein starkes Europa.“

Alexander Graf Lambsdorff
„Zu Panikattacken besteht kein Anlass. Die Amerikaner bleiben unsere politischen Freunde“, sagt der Europaparlamentarier. Dennoch müsse man sich Sorgen machen. Trump setze offensichtlich auf eine protektionistische Wirtschaftspolitik: mit Strafzöllen drohen und sich abschotten. „Das ist Politik aus der planwirtschaftlichen Mottenkiste und schadet uns allen“, kritisiert der FDP-Politiker. Dieser Politikstil könne zu einem Handelskrieg führen, befürchtet Alexander Graf Lambsdorff.

Ron Williams
„Die nächsten vier Jahre werden schrecklich werden“, prophezeit der US-Schauspieler und Kabarettist, der seit Jahrzehnten in München lebt. Die Zeiten unter einem Präsidenten Trump würden vor allem in Amerika schlimmer werden als je zuvor. Er könne nur hoffen, dass der Unternehmer frühzeitig aufgäbe oder seines Amtes enthoben werde, mit Unterstützung der Republikaner. „Denn sein Kopf taugt nicht für das Amt des Präsidenten und seine Konzepte taugen noch weniger – das merken langsam auch die Republikaner“, sagt Ron Williams.

Harald Kujat
Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr sieht mit Optimismus auf den Amtsantritt Donald Trumps: „Trump wird als der große Veränderer in die Geschichte eingehen, ähnlich wie Reagan.“ Der ehemalige Nato-General verteidigt auch dessen positive Haltung gegenüber Russlands Präsident Wladimir Putin: „Wenn Trump versucht, das Verhältnis der nuklearen Supermächte auf eine vernünftige Ebene zu bringen, ist das in unserem Interesse“, glaubt Harald Kujat.

Frederic Prinz von Anhalt
„Trump wird der beste amerikanische Präsident aller Zeiten“, glaubt der Ehemann der kürzlich verstorbenen Hollywood-Diva Zsa Zsa Gabor. Gemeinsam mit ihr lernte der in Los Angeles lebende Prinz Frederic von Anhalt den Immobilienunternehmer Donald Trump in den 1980er Jahren kennen. Der adoptierte Adelige stammt – wie die Familie des künftigen US-Präsidenten – aus Rheinland-Pfalz und unterstützte als langjähriges Mitglied der Republikaner Trumps Wahlkampf tatkräftig. Zum Dank dürfe er am Freitag an der Amtseinführung des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten teilnehmen.

„Maischberger“ heute Abend um 22:45 Uhr in der ARD

 
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