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„Monica Lierhaus – Mein Weg zurück ins Leben“ heute Abend bei RTL

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Monica Lierhaus (l.) lässt eine außergewöhnlich private Nahaufnahme zu und zeigt sich von einer ganz persönlichen Seite.

© RTL

Heute Abend interviewt Frauke Ludowig Monica Lierhaus in „Exclusiv Spezial: Monica Lierhaus – Mein Weg zurück ins Leben“ und dort spricht sie über Leben nach der Hirn-OP.

Zwei Wochen lang begleiten Frauke Ludowig und ihr Team Monica Lierhaus und ihre Schwester Eva dazu nach Curaçao, wo sie an einer Delfintherapie teilnimmt. Damit will sie weiter an ihrer Stabilität und ihrem Gleichgewichtssinn arbeiten – beides hatte sie nach ihrer Hirn-Operation und anschließendem künstlichen Koma 2009 vollständig verloren: „Ich konnte überhaupt gar nichts mehr. Ich sage immer, ich war wie eine lebende Leiche. Ich musste alles, aber auch wirklich alles komplett neu lernen.“

Monica Lierhaus spricht mit der RTL-Moderatorin u.a. über ihre ersten Gehversuche nach ihrer Rückkehr ins Leben, die Reaktionen der Leute, die schwierige Trennung von ihrem Lebensgefährten Rolf Hellgardt und ihre Ziele für die nächsten Jahre. Frauke Ludowig: „Die Trennung ist im Moment der große Schmerz ihres Lebens. Mich hat ihre Reaktion auf das Thema sehr überrascht und auch als Reporterin sehr mitgenommen.“ Das „Exclusiv Spezial“ zeigt zudem erstmals bisher unveröffentlichte Videoaufnahmen aus den ersten Wochen ihrer Therapiezeit.

Besonders an diesem „Exclusiv Spezial“ ist die Offenheit und Vertrautheit der Gespräche und Begegnungen zwischen Monica Lierhaus und Frauke Ludowig. Denn eigentlich steckt hinter der selbstbewussten Sportjournalistin Monica Lierhaus nach eigenem Bekunden ein Mensch, der seit jeher nur ungern offen über seine Sorgen spricht: „Das war nie meine Art. Ich musste das immer mit mir selbst ausmachen“, sagt die 46-Jährige im Interview mit Frauke Ludowig.

Auch gegenüber ihren Angehörigen hielt Monica Lierhaus, die auch heute noch kontinuierlich unter Schmerzen leidet, ihre Probleme in den vergangenen Jahren so gut es geht zurück. Der enormen Unterstützung ihrer Familie ist sie sich jedoch sehr bewusst und weiß, dass sie es ohne sie nicht geschafft hätte, sich weiter ins Leben zurück zu kämpfen. Frauke Ludowig: „Das ist nicht nur das Drama einer einzelnen Frau. In einer solchen Situation leidet die ganze Familie mit. Jeder muss dann eine neue Rolle finden.“

In dem „Exclusiv Spezial“ kommen u.a. auch prominente Wegbegleiter der Sportjournalistin zu Wort: Ex-Fußballprofi und TV-Experte Günter Netzer hielt für Monica Lierhaus die Laudatio, als sie mit dem Ehrenpreis der Goldenen Kamera 2011 ausgezeichnet wurde. Es war ihr erster öffentlicher Auftritt nach Monaten intensivster Reha und es war der Moment, in dem sie vor einem Millionenpublikum ihrem damaligen Lebensgefährten einen Heiratsantrag machte. Ein Moment, den Monica Lierhaus im Gespräch mit Frauke Ludowig schonungslos und auf zugleich überraschende Art bewertet.

Statements von Monica Lierhaus: Eigentlich wollte sie nur die Augen Lasern lassen…

Monica Lierhaus: „Ich hatte eigentlich vor, mir die Augen operieren zu lassen, ich wollte sie Lasern lassen. Und dann hat ein befreundeter Arzt zu mir gesagt, ich solle erstmal gucken, ob im Kopf alles okay ist, ob da nicht irgendeine böse Überraschung passieren könnte. Und dabei ist rausgekommen, dass ich ein Angiom und ein Aneurysma im Kopf hatte, was rausoperiert werden musste. Es war eine tickende Zeitbombe. Sie wäre wahrscheinlich irgendwann hochgegangen. Irgendwann wäre das Aneurysma geplatzt.“

Zum Zustand nach dem Koma

Monica: „Ich konnte überhaupt gar nichts mehr. Eva sagt immer, ich war wie ein Sack Kartoffeln. Ich sage immer, ich war wie eine lebende Leiche. Ich musste alles, aber auch wirklich alles komplett neu lernen. Ich konnte nicht sitzen, ich konnte nicht stehen, ich konnte nicht gehen. Ich bin immer umgefallen. Sie haben mich immer aufgerichtet und ich bin immer zur Seite umgefallen. Weil ich überhaupt keinen Gleichgewichtssinn mehr hatte.“

Über ihren ersten Kontakt mit der Öffentlichkeit

„Das war ganz furchtbar für mich, weil ich angestarrt wurde wie ein Monster. Die Menschen haben die Straßenseite gewechselt, als ich gegangen bin.“
„Sie haben entweder verschämt auf den Boden geguckt oder die Straßenseite gewechselt. Man möchte doch eigentlich nur normal behandelt werden, aber das war nicht möglich.“

„Das war dann auch der Punkt, wo ich sagte, jetzt verschließe ich mich entweder zuhause oder ich muss etwas ändern. Und genau zu dem Zeitpunkt kam die Anfrage der Goldenen Kamera. Das war der erste Preis, den ich persönlich in Empfang genommen habe. Weil ich dachte, ich brauche diesen Befreiungsschlag. Ich habe monatelang mit meiner Logopädin den Text geübt, monatelang. Das war für mich ein echter Befreiungsschlag. Von da an konnte ich auf die Straße gehen, nun war klar: So bin ich eben.“

Monica Lierhaus zu ihrem aktuellen Zustand

„Ich erhoffe mir, dass alles ein bisschen besser wird und vor allen Dingen, dass ich schmerzfreier werden, dass die Schmerzen ein wenig zurückgehen. Dass ich mich besser bewegen kann, dass ich besser sprechen kann.“

„Ich habe eigentlich immer Schmerzen, ständig. Nur wenn ich Wärme bekomme, dann werden sie ein bisschen besser. Und Bewegung tut immer gut. Aber lange stehen und lange sitzen ist immer schlecht für mich.“

Therapeutin Ricarda: „Ganz schön ist, dass sich die Stabilität so verbessert hat bei Monica. Und auch ihr Selbstbewusstsein in Bezug auf das Laufen. Sie traut sich mehr zu.“

Über das Ergebnis der Delfintherapie

„Ich spüre, dass die Bewegungen, wenn ich direkt aus dem Wasser komme, mir leichter fallen. Das geht mir alles ein bisschen leichter von der Hand. Ich glaube, dass mir der Schwung gut tut, wenn ich aus dem Wasser komme.“

Monicas Schwester Eva: „Ich habe Monica noch nie so glücklich, so entspannt, so gelöst gesehen. Seit dem Unglück eigentlich. Das ist einfach ein Gänsehautgefühl.“

Lierhaus über ihre Ziele und ihre „Löffelliste“

„Ich habe felsenfest daran geglaubt, dass ich endlich wieder arbeiten werde. Wann wusste ich natürlich nicht, aber ich wusste, ich werde wieder arbeiten werden. Das wusste ich ganz genau. Ich wollte das.“

„Ich habe eine ‚Löffelliste‘ und zwar steht da zum Beispiel drauf ‚Uli Hoeneß interviewen‘ oder ‚einen Tandem-Sprung machen‘. Die Delfintherapie steht da auch drauf, die hab ich ja nun schon. Den ersten Punkt habe ich schon einmal abgehakt. Ein bisschen makaber vielleicht. Ich möchte die Dinge noch erledigen, bevor ich den Löffel abgebe. Deswegen habe ich es ‚Löffelliste‘ genannt.

Über Freunde und Familie

„Das Umfeld ist wahnsinnig wichtig. Mir tun die Menschen leid, die keine Freunde und keine Familie haben. Rolf war wichtig, meine Schwester ist wichtig für mich und meine Familie.“

„Ich glaube, da bin ich auch manchmal ein bisschen unfair den Menschen gegenüber. Weil ich manchmal zu sehr an mich denke. Jedenfalls denke ich oft, ich müsste auch ein bisschen mehr Rücksicht auf die Menschen nehmen.“

„Eva (Monicas Schwester) würde wieder sagen, ich müsste eine Psychotherapie machen. Das habe ich natürlich versucht, drei, vier Einheiten lang und dann hab ich es abgebrochen. Es war ganz furchtbar.“

Zur Trennung von Lebensgefährte Rolf und ihrer Zeit als Single

„Ob es besser ist, weiß ich nicht. Es gibt keine Alternative für mich im Moment. Weil ich im Moment erst einmal alleine klarkommen möchte.“

„Monica Lierhaus – Mein Weg zurück ins Leben“ heute Abend um 19:05 Uhr bei RTL

 
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