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MAISCHBERGER immer Mittwochs um 22:45 Uhr im Ersten.

© WDR/Peter Rigaud

Heute Abend befasst sich Sandra Maischberger mit dem Thema „Mann, Muslim, Macho: Was hat das mit dem Islam zu tun?“ und diese Gäste sind im Studio.

Die Übergriffe der Kölner Silvesternacht blieben nicht ohne Folgen: Das Asylrecht wurde bereits verschärft, das Sexualstrafrecht soll jetzt folgen. Und die Diskussion über Islam und Integration wird seither verstärkt als hitzige Geschlechterdebatte geführt.

Sind viele junge muslimische Männer, die als Flüchtlinge zu uns kommen, frauenfeindlich gesinnt? Und wie weit sind sie dabei von religiösen oder vor allem gesellschaftlichen Traditionen geprägt? Könnte eine Reform des Islam auch das Frauenbild verändern?

Die Gäste

Alice Schwarzer
„Es gibt einen traditionellen, eingefleischten Sexismus in der arabischen und muslimischen Welt“, schreibt die Publizistin in ihrem aktuellen Buch „Der Schock“ über die Silvesternacht von Köln. Ihre Analyse: Die Täter seien „schriftgläubige Scharia-Muslime. Männer, für die Frauen unrein sind und am Abend nichts auf der Straße zu suchen haben, sonst sind sie Freiwild.“ Die Feministin fürchtet, dass Islamisten Frauen auch mitten in Europa aus dem öffentlichen Raum vertreiben wollen, wie sie es in vielen Ländern schon getan haben.

Simone Peter
Es sei unverantwortlich, ganze Ethnien in Haft zu nehmen, kritisierte die Bundesvorsitzende der Grünen nach den Ereignissen in Köln: „Sexuelle Übergriffe auf Frauen in Deutschland sind immer noch trauriger Alltag, und die meisten Täter sind Verwandte oder Partner deutscher Herkunft.“ Besonders die Union befeuere mit ihren Plänen für ein Integrationsgesetz vorurteilsbeladene Debatten. „Die Vorschläge durchzieht ein roter Faden aus Gängelung und Sanktionierung, obwohl Integration mit erhobenem Zeigefinger nie funktioniert hat“, erklärt Simone Peter.

Murat Kayman
Sexuelle Belästigungen von Muslimen gegenüber Frauen haben nichts mit dem Islam zu tun, sagt der Rechtsanwalt. Im Islam habe der Mann Zurückhaltung gegenüber der Frau zu üben. Der Spitzenvertreter des türkisch-islamischen Dachverbands DITIB kritisiert pauschale Verurteilungen der Muslime: „Wir sind eine moderne muslimische Gemeinde, die rechtstreu und friedlich zusammenlebt.“ Der Islam habe längst seinen Platz in Deutschland gefunden.

Samuel Schirmbeck
„In Deutschland ist Islamkritik überfällig“, sagt der frühere ARD-Korrespondent in Algier, „nicht als generelle Kritik an Muslimen, sondern zum Schutz vor seinen menschenverachtenden Auswüchsen“. Aber wer den Islam hierzulande kritisiere, gelte sofort als islamophob oder rechtspopulistisch. Dabei arbeite der offizielle Islam in den arabischen Ländern Hand in Hand mit den Diktaturen gegen Demokratie, Menschenrechte und die Gleichstellung der Frau, erklärt der Journalist.

Dominic Musa Schmitz
Der Mönchengladbacher war sechs Jahre Salafist. Unter Einfluss eines marokkanischen Freundes konvertierte er als Jugendlicher zum Islam. Er schloss sich den Salafisten und deren islamistischen Prediger Pierre Vogel an. Er übernahm in dieser Zeit auch das konservative Frauenbild der Salafisten, die komplette Abstinenz vor der Ehe predigten. Schmitz gab deshalb keiner Frau mehr die Hand. Er heiratete bereits mit 19 Jahren eine Glaubensgenossin, die er nur wenige Minuten vor der Hochzeit kennen gelernt hatte. Mit der Abkehr vom Salafismus trennte er sich auch von seiner Frau. Heute ist Schmitz weiterhin gläubiger Muslim und wirbt für einen friedlichen Islam.

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