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ESC 2016: Jamie-Lee Kriewitz fährt nach Stockholm!

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access_time 26. Februar 2016

 

Jamie-Lee Kriewitz, © NDR/Universal Music/Michael Zargarinejad

Jamie-Lee Kriewitz,
© NDR/Universal Music/Michael Zargarinejad

Gestern Abend gewann Jamie-Lee Kriewitz mit 44,5 Prozent den ESC-Vorentscheid „Unser Lied für Stockholm“ und fährt im Mai nach Stockholm.

Als ihr Sieg verkündet wird, schreit sie „Yeah!“ und reißt die Arme hoch. Jamie-Lee Kriewitz zögert kurz, weil sie jemanden zum Umarmen braucht, dann findet sie Barbara Schöneberger und fällt ihr spontan um den Hals. Es ist geschafft.

Die 17-Jährige aus Bennigsen bei Hannover, die Jüngste im Wettbewerb, lässt alle anderen neun Wettbewerber hinter sich. „Ich bin so happy“, strahlt sie in die Kamera und verspricht, die Zeit bis zum Eurovision Song Contest in Stockholm zu nutzen, um ihren Song und ihren Auftritt noch perfekter zu machen.

Der Auftritt bei „Unser Lied für Stockholm“

Die ganzen drei Minuten lang ist sie voll bei sich. Ihre Nervosität spüren die Zuschauer nicht. „Ich bin froh, dass ich nicht in Ohnmacht gefallen bin“, beichtet sie hinterher. Sie trifft jeden Ton, lächelt in die Kamera, legt einen perfekten Auftritt hin.

Im Finale stimmen 44,5 Prozent der 1,12 Millionen Anrufer für Jamie-Lee. Auch der Zweitplatzierte strahlt übers ganze Gesicht. „Ich bin mit den Nerven völlig blank“, sagt Alex Diehl, der eher damit gerechnet hatte, am Ende des Feldes zu landen. Er erreicht im Finale 33,9 Prozent der Stimmen. Die Hardrocker der Band Avantasia werden mit 21,6 Prozent Dritte.

„Ich hab unheimlich viel Bock nach Stockholm zu fahren!“, sagt Jamie-Lee nach der Show, der es übrigens gar nicht auf die Nerven fällt, mit Lena vergleichen zu werden. Immerhin sind beide 17, als sie den Vorentscheid gewinnen.

Noch vor dem ESC in Stockholm wird Jamie-Lee aber ihren 18. Geburtstag feiern. „Ich werde dort meinem Stil treu bleiben“, sagt sie mit Blick auf die große Show im Mai. Grundsätzlich will sie ihren Auftritt dort genauso anlegen wie beim Vorentscheid – vielleicht noch etwas opulenter: „Ich mag’s, wenn’s viel ist. Ich mag’sm wenn’s auffällig ist!“

Jüngste Gewinnerin von „The Voice“

Vor einigen Monaten ist Jamie-Lee, die großer Fan asiatischer Popkultur ist, noch ganz und gar unbekannt. Sie bereitet sich auf das Abitur vor. Dann bewirbt sie sich bei der Castingshow „The Voice of Germany“.

Schon dort sind quietschbunte Kleider im Manga-Stil ihr Markenzeichen. Jamie-Lee kommt Runde für Runde weiter, präsentiert im Finale den Song „Ghost“ und verlässt die Show als jüngste Gewinnerin in der Geschichte der Sendung. Schon am Morgen nach ihrem Sieg bei „The Voice“ wird Jamie-Lee gefragt, ob sie an der Vorentscheidung für den ESC in Stockholm teilnehmen will.

Bis nach Stockholm sind noch einige Wochen Zeit. Vorher beginnt für Jamie-Lee eine Promo-Tour durch Deutschland und Europa. Ein Besuch in der Promi-Runde der renommierten NDR Talkshow steht an. Weitere Termine werden folgen.

Ein Nachteil des kometenhaften Aufstiegs: Die Schule muss erst einmal warten. Schon während der Castingphase für „The Voice“ hat Jamie-Lee sich eine Auszeit genommen. Aber ihr Abitur will sie auf jeden Fall noch machen.

„Und weil es ein gutes Abi werden soll, will ich mich drauf konzentrieren“, sagt sie selbstbewusst. Aber erst einmal liegt der Fokus auf Stockholm. Dort hat sie am 14. Mai einen Termin, der mindestens so aufregend ist wie das mündliche Abitur: das Finale des Eurovision Song Contest.