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Liebe Freunde der Fernsehunterhaltung,

Stellt Euch vor, da oben in Stockholm sitzen die H&M-Klamottendesigner Joop und Matze zusammen und überlegen, was demnächst in den Läden hängen soll.

“Wie bloß können wir ZARA schlagen und diese verdammte Mischpoke bei Kik und die ganzen feinen Designer?”

Der Matze nimmt einen tiefen Zug aus der bewusstseinserweiternden Ideenshischa und Joop kippt sich noch ein Bier mit Tequila rein…

“Mann Mann….und gleich kommt der Boss….und die böse Modepresse…verdammich , verdammich….was sagen wir bloß…nicht dass die jetzt rausfinden, dass wir schon seit Jahren nur Shirts und Jeans machen, wie alle anderen auch..bloß langweiliger….und ohne eigene Ideen….”

Da fliegt die Tür auf, der wilddynamische Boss kommt rein und hat den schlanken Schreiber-Tommy dabei, ein Modejournalist der obersten Klasse, der eben noch in Paris den Lagerfeld interviewt hat.

“So Kollegen, jetzt brennt hier aber die Luft, was? Ich meine, ich hätte das ja alles auch alleine designen können, klar….hahahaha,…. aaaaaber…..bin ja nun mal Chef, Oberboss, Aktienexperte….und meine revolutionäre Idee, euch mal zusammen werkeln zu lassen….ha !…ein Geniestreich ! So und jetzt bitte : Hosen runter – Karten raus – Was gibt’s denn Neues bei uns?”

Jetzt passieren viele Dinge gleichzeitig. Shischa – wirkt, Tequila wirkt , Adrenalinspiegel steigt, fahrige Hände greifen, was sie finden, trocken Münder paaren sich mit hektischen Flecken im Gesicht, ein kollektives “ähhhhh” vertont die bleierne Stille und Joop und Matze sehen parallel und leicht taumelnd ihr Leben rückwärts ablaufen.

Beim Kapitel “Joop- Mein schönstes Jahr in der 10b” bzw “Matze ‘89 –eingeschlossen auf dem Damenklo” reisst Schreiber-Tommy die beiden Modeexperten aus ihrem Delirium. “Na ihr Stoffel – jetzt aber mal raus mit den Trends für die September Issue, was ist Euer Hammer, Euer USP, das Neue, Großartige… “Und der Boss, jetzt deutlich nervöser, hüstelt gequält und fistelt eine Pille aus seinem Silberdöschen…

“Ja..eh also…upps…äh USP… “ fängt Joop an, als Matze plötzlich einen dieser bewusstseinserweiternden Schübe hat “Wir haben keinen USP!” Totenstille im Raum. Fassungslose Blicke ins Leere.

Aber Matze ist im Rausch “Ich glaube nicht, dass Mode einen USP braucht. Sie muss einfach gut gemacht sein und Tag für Tag gute Themen liefern. Es geht um tägliches Handwerk. Ich bin fest davon überzeugt, dass allzu verkopfte Ansätze bei Mode einfach ins Nichts führen.

Im Grunde genommen ist Mode immer General Interest. Produktionstechnisch muss es auf der Höhe der Zeit sein. Und das ist bei uns durch den neuen Produktionsstandort absolut gegeben.” Journaille und Experten gucken sich fassungslos um ….Standort….Was will er uns sagen?

Da keiner keinem eine gepfeffert hat, alle noch leben und das Rad der Welt sich weiterdreht, findet auch Joop Spucke und Worte “Mode muss im Grunde zu einem täglichen Mitnahmeartikel werden. Man zieht sie an und nimmt etwas mit. Es muss eine Erkenntnis, ein Stück Stoff oder eine Anregung hängen bleiben.”

Im Hintergrund klimpert die Pillendose bedrohlich und Tommy, die Hand am Aufnahmeknopf des Rekorders, versucht verwirrt die eben gesagten Worte zu verstehen. Matze gewinnt an Fahrt und redet sich wankend in Rage: ”Ich predige unserem Team jeden Tag bei jedem Thema: Versetzt euch in die Lage des Käufers bzw. der Käuferin und beantwortet mir die Frage: Was hat das mit mir zu tun? Grün kann ebenso dazu gehören wie Jeans mit Schlag – beides aber nur, wenn wir mit Blick auf die Kunden entscheiden: Da kann ich mir was mitnehmen, das interessiert mich…. Mode-Handwerk funktioniert bei uns nach dem guten alten Wundertüten-Prinzip. Die sieht von außen immer gleich aus und ich kaufe sie, weil ich weiß, dass bei jedem Kauf etwas Tolles drin ist.”

Joop, ermutigt durch die wortreiche Vorlage, die bislang ja keine Konsequenz hatte springt gleich mal auf den fahrenden Zug auf : “Natürlich werden wir unsere Schaufenster nutzen und auch Themen aus dem Bereich “Underwear” aufgreifen, diese aber dann so aufbereiten, dass sie unserem Kunden einen Mehrwert bringen. Es geht darum, eine Heimat für die Kunden zu schaffen. Das Set kann sich jeden Tag ein bisschen neu erfinden. Man kann Positionen wechseln, auch experimentieren. Wir können die Jahreszeiten und besondere Atmosphären ganz natürlich umsetzen. Und es ist auch für die Mitarbeiter natürlicher, wenn sie vom Laden über den Flur in eine Umkleide wechseln und nicht über die Strasse gehen müssen. Der Shop ist „back to basic“: mehr Klamotten, weniger Licht.”

Schreiber Tommy hat genug – er lässt den Aufnahmeknopf los – das Interview ist beendet. Boss und Journalist verlassen bleich und fassungslos der Raum. “Und lüftet mal….riecht komisch hier….”

Ja, liebe Freunde….Quatsch oder? So geht das doch nicht mit der Mode. Wie soll das denn funktionieren? Da stehen doch Millionen auf dem Spiel und überhaupt, Mode ist doch Handwerk….und was für Experten…genau wie bei der Presse…oder beim Fernsehen ….beim Fernsehen???

Äh nein, beim Fernsehen, geht das genau so…manchmal zumindest..und immer öfter bei SAT 1….Das Original-Interview dazu gibt es bei DWDL vom 07.09.2015….und die Formate wurden gestern, nach einer Woche abgesetzt…irgendwie wollten die Zuschauer wohl doch gerne wissen, warum sie es gucken sollen.

Und Stars aus erfolgreichen Sendungen in einem ähnlichen Format gegen die erfolgreiche Sendung ins Rennen zuschicken ist auch denkwürdig. Da kann man mal gucken, wie viele Lead Singer alleine so erfolgreich waren wie in der Gruppe….ein Robbie macht noch keinen erfolgreichen Vorabend…außer in Utopia vielleicht!