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Er überzeugt mit ehrlich-tiefgründigem Alternative-Rock, seiner Sprachwucht und einer bemerkenswerten Bühnenpräsenz.

© VOX/Markus Hertrich

Heute Abend dreht sich bei „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ alles um den Shootingstar Daniel Wirtz. Wer welchen Song von ihm singt, erfahrt ihr hier.

Er überzeugt mit ehrlich-tiefgründigem Alternative-Rock, seiner Sprachwucht und einer bemerkenswerten Bühnenpräsenz. Und in der zweiten Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ ist er mit drei Siegen bei der Wahl zum „Song des Abends“ längst zum neuen Shootingstar geworden: Daniel Wirtz.

Nun werden seine eigenen Songs zum Tausch angeboten. „Daniel ist in unserer Gruppe das Salz in der Suppe“, so Andreas Bourani, der genau wie Gastgeber Xavier Naidoo, Yvonne Catterfeld, Christina Stürmer, PUR-Sänger Hartmut Engler sowie den „Prinzen“ Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel die Titel des Rockers neu „zubereitet“.

„Nehmt die dreckigen Wörter in den Mund und posaunt sie ins Land“, wünscht sich Daniel Wirtz für sein Tauschkonzert. Bei dem „Newcomer“ der Runde ist die Vorfreude auf den Abend ganz besonders groß: „Ich freue mich sehr, dass ich auch die Möglichkeit habe, meinen Kosmos vorzustellen.“ Und der ist rotzig und hart, weiß Gastgeber Xavier Naidoo: „Ich habe deine Sachen gehört und war baff. Ich war sicher, dass du bei der Sendung nicht mitmachen würdest, aber wir mussten dich unbedingt fragen.“

 

Die Einladung hat Daniel Wirtz aber dankend angenommen. Und so versuchen sich die 6 anderen Music-Acts nun an seinen Songs. Eröffnet wird der Abend mit Christina Stürmers Version von „Mon Amour“: „Ich habe mir alles von dir angehört und fand viele Songs echt geil, aber bei diesem hier habe ich mich schon selbst singen hören. Ich mache jetzt natürlich keine Ballade daraus. Ich hoffe, ich enttäusche dich nicht“, erklärt die österreichische Sängerin.

Nach dem Auftritt steht für Yvonne Catterfeld fest: „Christina hat langsam auch mal eine Prothea verdient. Noch ist es nicht so weit, aber das war schon ein guter Anwärter auf den Song des Abends, oder?“ Ob Daniel das genauso sieht?

Als nächstes ist dann Andreas Bourani an der Reihe, der sich für einen der ersten Wirtz-Songs „Ne Weile her” entschieden hat: „Die Nummer ist echt ein Brett. Für mich war klar: Die muss ich machen!“ Für die Textzeile “Ich hab’ gefickt, ich hab’ gesoffen“ hätte Tobias Künzel allerdings einen Verbesserungsvorschlag: „Du hättest doch singen können: Ich hab‘ geliebt, ich hab‘ getrunken.“ Davon hält Daniel nichts: „Das war halt so. Und das Kind musste beim Namen genannt werden.“ Wie wird Andreas Bourani die harten Worte in seiner Ballade verpacken?

„Für mich ist es wichtig, dass Songs einen Hintergrund haben – und das merkt man bei Daniel“, so Hartmut Engler. Er hat sich den Song „Overkill“ ausgesucht, der sich kritisch mit dem deutschen Fernsehprogramm auseinandersetzt: „Das Thema hat mich angesprochen. Die Melodie ist ein Kracher. Da sind Textzeilen drin, die hätte ich auch gern erfunden.“ Kann Hartmut Engler auch aus Zeilen wie „Es ist dann wohl der Overkill, wenn man gar nicht so viel fressen kann wie man kotzen will“ wieder einen echten PUR-Song machen?

Dann darf auch der Künstler des Abends Daniel Wirtz mit „Keine Angst“ einen seiner Songs präsentieren. „Ich überlege gerade, ob Kraftwörter darin vorkommen, aber ich glaube nicht“, bemerkt er kurz vor seinem Auftritt. Auch so kann er vor den Kollegen überzeugen: „Ich glaube, das macht dir keiner nach. Das gibt es in Deutschland gar nicht. Das machst nur du: deutschen Grunge-Rock“, meint Xavier Naidoo.

Der Gastgeber der Runde hat sich Daniels Song „Frei“ ausgesucht. „Das ist auf jeden Fall eine Ehre. Also wenn ich in der Kreisliga spiele, ist Xavier Naidoo Champions League“, erklärt Daniel Wirtz. Doch hält der Gastgeber auch das ganze „Spiel“ lang durch? Andreas Bourani erkennt beim gemeinsamen Anschauen eines Live-Auftritts von Daniel Wirtz: „Wenn ich eine Show so singen würde, dann gäbe es anschließend ein halbes Jahr Stimmruhe.“ Denn der Rocker schreit seine Songs mit voller Energie heraus. Und das merkt auch Xavier nach seiner Performance: „Ich habe richtig gemerkt, wie mich dabei die Kräfte verlassen haben.“

Mit „Hier“ singen „Die Prinzen“ Tobias Künzel und Sebastian Krumbiegel einen Song, „der schon sehr nah an ‚sehr süß‘ ist“, wie Daniel Wirtz findet. Den Titel hatte er damals seiner Mutter gewidmet: „Meine Mutter hört sich auch die Sachen an, die ich mache. Und teilweise ist das ja schon sehr düster, sodass man sich als Eltern vielleicht fragt: ‚Haben wir was falsch gemacht?‘ Und um ihr die Angst zu nehmen und zu zeigen, dass alles in Ordnung ist, habe ich ihr den Song geschrieben.“

Auch die Prinzen fühlen sich bei ihrem harmonischen Auftritt sehr verbunden und halten zum Finale ihre Hände. „Wir müssen ehrlich sagen: Wir harmonieren nicht immer so miteinander. Es gibt natürlich immer Höhen und Tiefen in einer 40-jährigen Beziehung. Aber auch das Tauschkonzert hat uns wieder ein bisschen näher zusammengebracht“, erzählen sie den anderen Künstlern im Anschluss auf der Couch. Doch brachte sie der Auftritt auch näher an den „Song des Abends“?

„Ich freue mich riesig, von Daniel ‚L.M.A.A.‘ – ‚Leck mich am Arsch‘ neu zu interpretieren“, verkündet Yvonne Catterfeld. Und Daniel Wirtz ist sich sicher: „Ich finde, der passt sehr gut zu dir. Du musst dir wahrscheinlich von der Presse viel anhören: ‚singende Schauspielerin‘, ‚jetzt will sie auch noch singen‘… Und die Strophen sind wirklich Zitate von Redakteuren zu meinem ersten Album.“

Wie wird sie nun seine Abrechnung mit der damals destruktiven Albumkritik interpretieren? Eines verrät Yvonne schon vorab: „Ich mache es nicht so rockig wie du, aber cool… Es war gar nicht einfach, diesen Song singbar und in meinem Stil zu machen.“

Diese Songs von Daniel Wirtz hört ihr heute Abend beim Tauschkonzert

– Christina Stürmer – Mon Amour
– Andreas Bourani – Ne Weile her
– Hartmut Engler – Overkill
– Xavier Naidoo – Frei
– Die Prinzen – Hier
– Yvonne Catterfeld – L.M.A.A.