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MENSCHEN BEI MAISCHBERGER, ab (30.08.11), immer dienstags um 22.45 Uhr im Ersten (75 Minuten).

© WDR/ARD/Marco Grob

Heute Abend begrüßt Sandra Maischberger u.a. Ronald B. Schill, Eike Immel und Nino de Angelo zum Thema „Hoch geflogen, tief gestürzt – Wie geht das Leben weiter?“.

Ronald B. Schill

„Die Maßlosigkeit wurde mir zum Verhängnis“, sagt er heute. Seine harten Urteile trugen ihm den Titel „Richter Gnadenlos“ ein. Nach dem Erfolg seiner rechtspopulistischen Partei bei den Hamburger Bürgerschaftswahlen 2001 wurde Ronald Barnabas Schill hochumstrittener Innensenator im Kabinett des CDU-Bürgermeisters Ole von Beust, der ihn 2003 nach einem politischen Skandal entließ. Schills politisches Comeback mit einer neuen Partei scheiterte. Er verließ Deutschland, machte Schlagzeilen, u.a. wegen Kokainkonsums. Heute lebt der 56-Jährige in einem Armenviertel in Rio.

Eike Immel

Er zählte jahrelang zu den besten deutschen Torhütern: Mit gerade mal 17 Jahren feierte er sein Bundesligadebüt, mit 20 wurde Nationaltorwart. Der Junge aus der hessischen Provinz machte rasant Karriere, bei Dortmund, Stuttgart, Manchester City. Schnelle Autos, Frauen, Luxus-Immobilen gehörten dazu. 2008 dann der Absturz: Schulden im sechsstelligen Bereich, Privatinsolvenz, Prozesse wegen Betrugs. „Es hat Tage gegeben, an denen ich keine zehn Cent hatte, um mir morgens ein Brötchen zu schmieren“, sagt Eike Immel heute.

Nino de Angelo

Es war der Fluch des frühen Erfolgs: „Jenseits von Eden“ wurde 1983 für den damals 19-Jährigen zum größten Hit. Fortan kostete Nino de Angelo die dunklen Seiten eines Promi-Leben voll aus: Alkohol, Kokain, Geld verprasst. Mit Millionenschulden musste er in die Insolvenz. Drei Ehen gingen in die Brüche. Er erkrankte an Krebs, verlor zeitweise die Stimme, sein „größtes Kapital“, wie der Sänger (Neues Album „Meisterwerke. Lieder meines Lebens“) sagt. Trotz seines Achterbahnlebens gesteht di Angelo: „Ich gehe gerne bis zum Abgrund. Wenn man am Abgrund steht, kann man sehr viel lernen.“

Yvonne Holthaus

Ein schicksalsreiches Leben mit oft mehr Tiefen als Höhen, so beschreibt die 38-Jährige, was ihr an Unglück widerfahren ist: Nach der Trennung von ihrem Partner blieb die damalige Steuerfachgehilfin auf einem Schuldenberg sitzen, musste Privatinsolvenz anmelden. Ihr neuer Lebensgefährte betrog sie und führte ein Doppelleben. Die größte Tragödie: Ihre Mutter wurde ermordet, im Auftrag ihres Vater. Yvonne Holthaus (Buch: „Mit dem Gesicht zur Sonne“) aber verblüfft mit ihrem Optimismus: „Kein Schicksal im Leben kann so schlimm sein, als dass man sich selbst und aufgibt.“

Wolfgang Ködel

Jedes Jahr verschwinden in Deutschland tausende Menschen. Die meisten tauchen nach wenigen Tagen wieder auf, nicht aber Wolfgang Ködel. Der Unternehmer drohte mit seinem verschuldeten Betrieb Pleite zu gehen. Der Schlosser entschied, alles hinter sich zu lassen, schloss eines Tages sein Haus ab und zog mit einem Zelt in den Wald. Hier lebte der Bayer drei Jahre versteckt, ohne jeden Kontakt zu Menschen und ernährte sich von Supermarktabfällen. Jetzt kehrte Wolfgang Ködel zurück.

„Menschen bei Maischberger“ heute Abend um 22.45 Uhr in der ARD