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access_time 11. September 2014

Joachim Fuchsberger starb mit 87 Jahren in Grünwald

Heute starb Joachim „Blacky“ Fuchsberger im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Grünwald bei München, wie seine Frau heute bekanntgab. „Seine Organe haben nicht mehr mitgespielt“, wird sie zitiert.

In den vergangenen Wochen sei Fuchsberger in mehreren Kliniken behandelt worden und danach wieder nach Hause gekommen. „Er dachte, es klappt.“

Eine Hoffnung, die sich nicht mehr erfüllen sollte. Am 2. Dezember hätte das Paar seine Diamantene Hochzeit (60 Jahre) gefeiert.

Über Joachim Fuchsberger

Nach unbedeutenden Nebenrollen begann 1954 seine Filmkarriere als Hauptdarsteller in dem Dreiteiler 08/15. Seine Darstellung des schlauen Gefreiten Asch, der es schließlich bis zum Leutnant der Wehrmacht bringt, machte Fuchsberger über Nacht populär.

Danach sah man ihn noch mehrfach als Uniformträger in Kriegsfilmen wie Die grünen Teufel von Monte Cassino oder als Liebhaber in zeittypischen Heimatfilmen. In den 60er Jahren wurde er als Inspektor in mehreren Edgar-Wallace-Filmen und anderen Krimis zu einem allbekannten Kinostar. Er erwies sich in dieser Zeit als Idealbesetzung für unerschrockene Verbrecherjäger und vertrauenswürdiger Beschützer verfolgter Frauen. Weniger bekannt ist, dass er 1961 neben Heinz Klevenow den Archie Goodwin spielte in dem fünfteiligen Fernsehfilm Zu viele Köche, der inzwischen auf DVD erschienen ist.

In den Edgar-Wallace-Filmen spielte er im Einzelnen in Der Frosch mit der Maske (1959) den jungen Hobbydetektiv Richard Gordon, in Die Bande des Schreckens (1960) Chefinspektor Long, in Die toten Augen von London (1961) Inspektor Larry Holt, in Das Geheimnis der gelben Narzissen (1961) Versicherungsagent Jack Tarling, in Die seltsame Gräfin (1961) Inspektor Mike Dorn, in Das Gasthaus an der Themse (1962) Inspektor Wade von der Flusspolizei, in Der Fluch der gelben Schlange (1962/1963) den reichen Clifford Lynne, in Der schwarze Abt (1963) den Gutsverwalter Dick Alford, in Zimmer 13 (1963/1964) Ermittler Johnny Gray, in Der Hexer (1964), Der Mönch mit der Peitsche (1967) und Im Banne des Unheimlichen (1968) jeweils Inspektor Higgins sowie in Das Geheimnis der grünen Stecknadel (1971) Inspektor Barth.

2007 wirkte Fuchsberger in der Edgar-Wallace-Parodie Neues vom Wixxer mit.

Bei Filmen, die im englischsprachigen Ausland vertrieben wurden, wurde er im Abspann häufig „Joachim Berger“ genannt.

Sein Weg zum Moderator

1972 war Fuchsberger bei den Olympischen Spielen in München während der Eröffnungs- und Abschlusszeremonie im Olympiastadion Stadionsprecher. Bei der Schlussfeier am 11. September 1972, einige Tage nach dem Olympia-Attentat auf die israelische Mannschaft, meldete man ihm, dass möglicherweise ein Terroranschlag mit einem auf das Olympiastadion zufliegenden Passagierflugzeug bevorstehe. Die Organisatoren überließen ihm die folgenschwere Entscheidung einer Evakuierung des Olympiastadions. Fuchsberger entschied sich, die Zuschauer über den Vorfall, der sich später als unzutreffend herausstellte, nicht zu informieren, da er eine Massenpanik befürchtete.

Im Jahr 1978 wurde Fuchsberger bei einer Fernsehshow im Rahmen einer Zirkusnummer von einem Schimpansen gebissen und erkrankte daraufhin schwer an Hepatitis B. Fuchsberger brachte damals vier Monate auf der Isolierstation eines Krankenhauses zu und ging, wie er später berichtete, „durch ein tiefes Tal der Depressionen“. Dennoch gelang es ihm, die Krankheit ohne bleibende Gesundheitsschäden zu überwinden.

Fuchsberger moderierte mehrere Fernsehshows (u. a. Auf Los geht’s los) und die ARD-Talkshow Heut’ abend (1980–1991), in der er 300 Mal jeweils einen prominenten Zeitgenossen zu seinem Leben befragte. Fuchsberger leistete sich mit der Zeit zunehmend, Angebote für Schauspielrollen und Sendungen abzulehnen. Er kritisierte die wachsende Oberflächlichkeit und den Qualitätsverfall im Fernsehen. Ab den 70er Jahren spielte er bis 2007 in keinem Film mehr mit. Er äußerte sich dahingehend: „Je älter ich werde, desto intoleranter werde ich.“

Fuchsberger verkraftete allerdings auch nicht die zunehmende Kritik an seiner Sendung Auf Los geht’s los. Er verteidigte u. a. Erich von Däniken und die damals 15-jährige Désirée Nosbusch, die beide in seiner Show zu Gast waren, gegen Kritik der Zuschauer („Ich lasse keinen meiner Gäste beleidigen!“). Nach teilweise heftiger Kritik an seiner Moderation zog er sich Ende der 1980er Jahre vorübergehend ins australische Hobart zurück, wo er von 1983 an einen weiteren Wohnsitz hatte.

1990 übernahm er eine weitere Fernsehshow. Nach dem Tod von Robert Lembke im Jahr 1989 wurde der Sendeplatz von Was bin ich? frei. Diese Lücke füllte Fuchsberger mit seinem Quiz Ja oder Nein, in dem vier Prominente die Geheimnisse der Gäste erraten mussten. Von 1988 bis 2003 drehte er für den Bayerischen Rundfunk 20 Filme im Rahmen der auf ihn zugeschnittenen Reportagereihe Terra Australis, in denen Fuchsberger Menschen und Landschaften seiner Wahlheimat porträtierte.

Fuchsberger wurde bis zu seinem Tod von seiner Frau Gundula, die für ihn als Managerin und Produzentin tätig ist, unterstützt. Auch sein Sohn Thomas (1957–2010), Komponist und Musikproduzent, unterstützte ihn bei der Produktion zahlreicher Fernsehreportagen. Am 14. Oktober 2010 ertrank Thomas Fuchsberger im Mühlbach von Kulmbach.

Schon während seiner Zeit als Soldat war Fuchsberger aus der Kirche ausgetreten und war seitdem Agnostiker. Die Fuchsbergers lebten in Grünwald.

Im Jahr 2003 erlitt Fuchsberger auf der Bühne einen leichten Schlaganfall. Damals hatte er bereits drei Herzoperationen hinter sich. Am 4. Juni 2013 erlitt er seinen zweiten Schlaganfall.

Über den Autor

Sebastian Heide

Schon immer TV- und Serien-Fan. Seit Oktober 2009 betreibe ich die Internetseite STARSonTV. Ab 2006 leitete ich das größte Forum Europas der Serie "Queer as folk". Bis 2007 leitete ich das größte, deutsche Serienforum "Serien Forum Central".

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