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Sascha ist perfekt gestylt und verantwortlich für die ebenso perfekte Umsetzung einer Marketingkampagne, für die er Julia Meyer (Jenny Bach) als Testimonial engagiert.

© RTL / Willi Weber

Ab dem 28. März 2014 ist Jacob Weigert als charmanter Marketingleiter Sascha Frey in der RTL-Soap „Alles was zählt“ zu sehen. Wir haben ein Interview mit ihm für euch.

Sascha ist perfekt gestylt und verantwortlich für die ebenso perfekte Umsetzung einer Marketingkampagne, für die er Julia Meyer (Jenny Bach) als Testimonial engagiert.
Schauspieler Jacob Weigert ist hauptsächlich bekannt für seine Rolle als Sonnyboy Enrique Vegaz in der Telenovela „Anna und die Liebe“, die er zwei Jahre spielte und für die er 2012 den Soap Award als „sexiest man“ gewann.

Neben seiner TV- und Theaterarbeit spricht er auch Hörbücher ein, zuletzt „Fack Ju Göhte – Das Hörspiel“ zum Film mit Elyas M’Barek. Wir haben ihn zu seiner neuesten Rolle bei „Alles was zählt“ befragt und ihm einige kleine Geheimnisse entlockt.

Jacob, du spielst bei AWZ den Marketingleiter einer großen Stylingfirma. Wie viel Wert legst du selbst (bei dir) auf Styling, Marken und Look?
Jacob Weigert: Oh! Gar keinen!!! Überhaupt keinen Wert. Ich finde es sogar wahnsinnig, wie tief viele Menschen im Mode- und Konsumwahn verloren sind. Ich selbst kaufe Dinge ausschließlich, weil sie MIR gefallen und hinterfrage mich regelmäßig, was ich eigentlich brauche und ob es eine Wirkung bei meinen Mitmenschen hat. Begegne ich Menschen, die mich anhand meines Handys, meiner Mode, oder vermeintlichem Besitz erschätzen möchten, halte ich das Gespräch sehr knapp.

Bei „Anna und die Liebe“ wurdest du für deine Rolle zum „sexiest man“ gewählt und hattest das Image eines smarten Sonnyboys. Lebt es sich gut mit diesem Image – und wie ist dein wahres Ich?
Na klar komme ich nicht umhin, mich mal über ein höfliches Kompliment zu freuen, doch eigentlich bin ich das Gegenteil von einem Sonnyboy, mich interessieren generell eher Inhalte als der Schein. Mein wahres Ich schwankt zwischen laut und leise, außen und innen, zwischen dem Clown, der alle unterhalten und glücklich machen möchte und dem schüchternen jungen Mann.

Du hast gleichermaßen viele TV- und Theater-Rollen gespielt. Was gefällt dir besser und warum?
Ach, beides ist so schön und auch so schrecklich (lacht). Der Film hält so viel länger, lässt sich Jahre später betrachten und erreicht viel mehr Menschen, aber die Arbeit daran ist so viel kurzlebiger. Im Theater geht es wochenlang um ein paar Seiten Text, um diesen einen magischen Abend, dem alle entgegenfiebern, an dem das fertige Werk dem Publikum vorgestellt wird, in der zittrigen Hoffnung, es erreicht die Herzen. Und bei den nächsten Vorstellungen gibt es immer wieder neue Chancen. Was wohl besser ist? Eine schwere Frage, die ich hoffentlich nie beantworten werden kann!

Was war deine krasseste Theaterrolle bis jetzt?
Oha, da war ‘ne Menge krasses! Vielleicht ein Perverser in Windeln mit Text von Elfriede Jelinek, oder nein, neulich: Ein junger Mann, der an der Oberflächlichkeit der Menschen und dem Konsumwahn verzweifelt, kein Mensch mehr sein möchte, sich von der Gesellschaft lossagen und nackt – ja nackt! – auf einem Schrottplatz leben möchte.

Was war deine spannendste TV-Rolle bis jetzt?
Hm. Vielleicht sogar Enrique, der Sonnyboy aus „Anna und die Liebe“. Der hatte tolle Hobbys – Fliegen und Oldtimer fahren – und permanent abgefahrene Krisen. Dazu hatte er auch noch so einen Schalk im Nacken und hat immer schnell und witzig gequasselt.

Was wird als nächstes kommen?
Ich arbeite in meinem Beruf. Erlebe Projekt nach Projekt, mal etwas kurzweiliges, mal suche ich die große Kunst und den Kampf mit dem Projekt, lerne. Der ganz spezielle Hamlet, der seit nunmehr sieben Jahren läuft, kommt im März wieder nach Hamburg, ich darf zu Gast sein bei „Alles was zählt“ und „In aller Freundschaft“, sitze im Hörbuchstudio, lese Seite um Seite und werde bald wieder für eine kleine Bühne ein Stück probieren.

Was gefällt dir an deiner Heimatstadt Berlin?
Berlin pulsiert, ist multikulturell, tolerant, großschnäuzig, schnell, ein wenig verrückt und immer für eine Überraschung gut.

Hunde oder Katzen?
Lach. Hm. Naja, Katzen sind für mich die interessanteren Tiere, weil sie eigenständiger sind, sich mit sich allein beschäftigen können und sich nix erzählen lassen. Aber ich habe auch gerne einen Begleiter, renne durch die Natur und treibe Sport im Wald. Also Hund.

Was machst du, wenn du gerade nicht als Schauspieler arbeitest/arbeiten kannst?
Dann nehme ich mein Fahrrad, meinen MP3-Player und zische durch meine Gegend, oder ich greife in meinen riesigen Werkzeugkasten – HowHowHow – und baue irgendetwas mit meinen Händen.