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Jessica Schmidt thematisiert ab sofort die deutsche Fernsehlandschaft aus ihrer Sicht

© Christine Fahrenbruch

Als ich gefragt wurde, ob ich Interesse hätte eine monatliche Kolumne für STARSonTV zu schreiben, hat mich dieses Angebot sehr gefreut. Zum deutschen Fernsehprogramm habe ich in der Tat viel zu sagen.

Nicht erst seit meinem Auszug aus dem Container beobachte ich kritisch, wie unvorteilhaft die Teilnehmer besonders in Reality-Formaten dargestellt werden. Oft scheint es mir, als würden die mitwirkenden Personen ohne Rücksicht auf Verluste und zu Gunsten der Einschaltquote vorsätzlich blamiert.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, aus der Rolle wieder herauszukommen, in die man von einer Produktionsfirma ohne nachzudenken hineingedrückt wurde. Seitdem hinterfrage ich nicht nur kritisch, was mir im Fernsehen präsentiert wird, sondern versuche auch meine Umwelt darauf aufmerksam zu machen, dass man auch als Zuschauer für dumm verkauft und oft von vorne bis hinten verascht wird.

Nachdem ich bei STARSonTV zugesagt hatte, rief ich meine damalige „Big Brother“-Mitbewohnerin Eva an, um ihr von meinem neuen Projekt zu berichten, und als ich zu Ende erzählt hatte sagte diese gelassen: „Das freut mich sehr für dich, aber du weißt schon, dass du jetzt all diese Sendungen auch gucken musst?“. Das hatte ich vor lauter Euphorie gar nicht bedacht…

Ich probierte zum Einstieg alles Mögliche aus: The Biggest Loser, Frauentausch und den Einzug ins Dschungelcamp (für mich übrigens die Titanic der Langeweile), aber ich brachte es nicht fertig auch nur eine dieser Sendungen bis zum Ende zu gucken. Es war nicht mal so sehr der Fremd-Schäm-Faktor, der mich ausschalten lies, sondern die Tatsache, dass mir die Mitwirkenden ehrlich leid taten! All diese Sendungen waren darauf ausgelegt, ordentlich über die Teilnehmer zu lachen und zu lästern. Nun könnte man sagen, dass die Idioten doch selbst schuld sind, wenn sie bei so etwas mitmachen – und ein Stück weit mag das vielleicht stimmen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch, dass man einfach nicht damit rechnet, dermaßen durch den Kakao gezogen zu werden.

Ich fragte einen Freund, der früher die Familien für „Frauentausch“ castete, ob die Produktionsfirmen diese Form der Rufschädigung wirklich vorsätzlich betreiben. „Jetzt mal ganz im ernst Jessica, aber natürlich haben wir die größten Opfer ausgewählt. Mehr noch, wir haben jeden Extremfall als Tauschfamilie einen mindestens so extremen Gegenpart gesucht, damit auch ja ordentlich Zündstoff für Streitereien gegeben war!“

Doch nicht nur ‚Normalos‘ werden vorsätzlich blamiert, denn im Dschungel machen sich auch Z-Promis für Geld und Medienrummel ordentlich zum Affen. „Aber die haben es doch nun wirklich nicht besser verdient! Die müssten doch wissen, worauf sie sich einlassen!“, meinte eine Freundin. Ich bin mir unsicher, ob ich ihr da recht geben kann. Wer einmal im Rampenlicht stand hat wenig Möglichkeiten, sich als Kassierer an die Supermarktkasse zu setzen, wenn die Karriere nicht mehr gut läuft. Das Gesicht ist zu bekannt, doch die Miete zahlt es nicht mehr. Neben dem Gang zum Amt sind die Möglichkeiten begrenzt, und das Dschungelcamp bietet zumindest die Aussicht auf eine reanimierte Karriere.

Um ehrlich zu sein muss ich zugeben, dass ich nach den anfänglichen Startschwierigkeiten noch ein richtiger Dschungelcamp-Fan geworden bin. Meiner Meinung nach machen die Dschungelbewohner ihre Sache großartig. Das einzig Niveaulose an dieser Sendung sind lediglich die unangebrachten Kommentare der affektierten Zietlow. Nicht nur, dass ich mich wundere, wie so etwas Unlustiges mit einem Comedypreis ausgezeichnet werden konnte, ich wundere mich auch, mit welchem Recht diese drittklassige Moderatorin in diesem Ton über die Kandidaten redet.

Wie kann sich eine Frau, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren Job nur wegen ihrem Mann bekommen hat (die Moderatoren-Stellen werden bei RTL ja nicht erst seit Katja Burkard im Schlafzimmer vergeben), derart negativ über ein sympathisches Mädchen, wie zum Beispiel Gabriele, äußern? Sie wird einfach nicht müde, sich über die stockenden Karrieren der Dschungelbewohner auszulassen. Hat sie nie daran gedacht, dass sie genau denen ihren Erfolg zu verdanken hat? Sollte eine Frau, deren Botoxbehandlungen es nicht schaffen ihre Schlupflider zu heben, nicht über das Aussehen anderer Personen schweigen?

Müssen die Moderatoren ihre flachen Texte überzogen unnatürlich und gekünstelt vorgetragen, oder sind sie wirklich nicht in der Lage so zu klingen, als hätten sie ihren Text im Vorfeld schon gelesen? Ob der Zietlow diese schlechten Parts, mit den unkreativen Wortspielen à la „Herpes-Houseband“, wohl der Jens Oliver persönlich auf den Leib geschrieben hat? Und falls ja, schreibt er so was Schwachsinniges, weil ihm nichts besseres einfällt oder weil er seine Frau genauso scheiße findet wie ich, und sie ihm keine anständige Moderationen wert ist??? Fragen über Fragen, schießen mir durch den Kopf.

Ich erinnerte mich an einen Beitrag im Focus, welcher über den neusten John de Mol ‚Geniestreich‘ berichtete. Der Niederländer möchte für seine kommende Show 15 Kandidaten ein ganzes Jahr abschotten. Hatte er diesen Geistesblitz nicht bereits, und ist dieser Versuch nicht schon vor Jahren gefloppt? John de Mol macht einen Haufen Kohle damit, seine eigenen Formate wieder und wieder zu recyceln – wodurch sie bei Gott nicht besser werden.

Statt mit neuen, innovativen Konzepten kommt er immer wieder mit seinem altem Scheiß um die Ecke. Da fragt man sich doch, wer dämlicher ist: Der alte Mann ohne Einfälle, oder die Sender, die seine Produktionen kaufen? Für seine durchgelutschten Konzepte sollte er nicht bezahlt, sondern ausgelacht werden. Doch dank fehlender Konkurrenz hat es Endemol auch gar nicht nötig, sich etwas Neues überlegen zu müssen und so bleiben die Formate wie sie sind. Lediglich die wechselnden Teilnehmer lassen erkennen, dass es sich um eine neue Staffel handelt und bringen ein bisschen Abwechslung ins Spiel.

Mich langweilt das alles so sehr, wie der monotone Unterricht eines Lehrers, der sich zu Beginn seines Amts einmalig vorbereitet hat, um dann exakt das Selbe bis zur Rente zu erzählen.

Heute ist nun endlich das große Dschungel-Finale. Wieder einmal. Sehr wahrscheinlich wird es auch nicht das Letzte sein. Ein bisschen erinnert mich das an Herpes: Wenn man es einmal hatte, wird man es ein Leben lang nicht mehr los. Fairer Weise muss man sagen, dass Endemol bei aller Dominanz am Markt nicht die einzige Viruserkrankung der deutschen Fernsehlandschaft ist. Brainpool ist stets bemüht, mindestens genauso schlecht zu sein – dagegen kann selbst ein Stefan Raab nicht viel tun.

A propos Brainpool, schnell schreibe ich einer Freundin, Janine aus der letzten“ Bachelor“-Staffel, eine Nachricht, um zu erfahren, wie sie die neuen Folgen findet.

„Der diesjährige Bachelor ist ein ganz schöner Schnuckel!“, antwortet sie mir.

Kurz darauf kommt eine weitere Nachricht von ihr: „Du, und wenn du deine Kolumne schreibst, kannst du dann vielleicht erwähnen, dass ich jeden Abend meiner Meli im Dschungel zugucke? Ich finde, sie ist ein echtes Teufelsweib! Wie sie das durchzieht finde ich toll!“ Da muß ich meiner Janine in allen Punkten recht geben. Ich will ja nicht immer nur meckern, sondern will auch mal zugeben, wenn jemand etwas sehr gut macht!