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Iris Berben als Rosa Roth mit ihrem letzten Fall

© ZDF / Stephanie Kulbach


Heute Abend strahlt das ZDF die allerletzte Folge der Samstagskrimireihe „Rosa Roth“ aus. Knapp 20 Jahre spielte Iris Berben diese Rolle. Wir haben den Inhalt der letzten Folge für euch. Außerdem Auszüge aus ihrem Interview mit der Stuttgarter Zeitung, das heute veröffentlicht wird.

Was 1994 mit der Ausstrahlung von „In Liebe und Tod“ begann, findet mit dem an diese erste Folge inhaltlich eng anschließenden Film „Der Schuss“ seinen dramatischen Höhepunkt. Nach dem Drehbuch von Thorsten Wettcke führt Hannu Salonen Regie.

Neben Iris Berben, Thomas Thieme, Carmen-Maja Antoni und Gunter spielen Lisa Maria Potthoff, Clemens Schick, Jürgen Vogel, Devid Striesow, Mina Tander, Johann von Bülow und viele andere.

Als Rosa Roth (Iris Berben) ein Berliner Gericht betritt, um im Mordprozess gegen den russischen Waffenhändler und Großunternehmer Nikolai Raskow (Hans-Michael Rehberg) auszusagen, ahnt sie noch nicht, dass dieser Fall auch ihr letzter sein wird. Mit Raskow hatte sie es schon in ihrem allerersten Fall vor knapp 20 Jahren zu tun.

Im Zentrum der Ermittlungen steht aber zunächst nicht die Mordanklage gegen Nikolai Raskow, sondern die Entführung einer Unternehmergattin. Rosa Roth und Markus Körber (Thomas Thieme) können nicht verhindern, dass es dem Täter gelingt, unerkannt mit dem Lösegeld zu verschwinden.

Die Indizien deuten bald darauf hin, dass es sich bei dem Entführer um den Taxifahrer Stefan Gruber (Devid Striesow) handelt. Er hat mit Teilen des Lösegeldes Flugtickets für sich und seine kleine Tochter Deborah, die bei der Familie Deinhardt (Mina Tander und Johann von Bülow) als Pflegekind lebt, gekauft, um sich mit ihr in die USA abzusetzen.

Als Rosa Roth und Markus Körber Grubers Haus betreten, fällt ein Schuss auf Körber. Rosa schießt in die Richtung des Schützen und trifft Grubers Tochter Deborah. Es ist zweifelhaft, ob sie überleben wird.

Für Rosa ist nichts mehr wie es war. Sie flüchtet wie in Trance an die Ostsee, um ihre Gedanken und Gefühle zu ordnen, bevor sie sich der internen Ermittlung stellen muss. Wieder zurück in Berlin, nimmt sie gemeinsam mit Markus Körber die Ermittlungen noch einmal auf.

Ihre größte Sorge aber gilt dem Zustand der kleinen Deborah. Für Rosa steht fest: Sie muss die Hintergründe dieses Falles und die mögliche Verstrickung von Waffenhändler Nikolai Raskow darin lückenlos aufklären. Erst dann kann Rosa jene Entscheidung treffen, die Markus Körber und ihre langjährigen Mitstreiter ziemlich ratlos zurücklassen wird.

Iris Berben zum Ende von „Rosa Roth“
Iris Berben bedauert ihre Entscheidung nicht, diese Rolle an den Nagel zu hängen: „Ich wollte den Zeitpunkt für das Ende selber bestimmen und nicht darauf warten, dass er für mich bestimmt wird“, sagte die 63-Jährige im Interview mit der Stuttgarter Zeitung (Samstagausgabe).

Dennoch, so Berben, trauere sie der Rosa Roth jetzt schon nach. Die Figur, die bei ihrem Fernsehstart vor zwanzig Jahren neben Ulrike Folkerts als Tatort-Kommissarin Lena Odenthal die einzige Ermittlerin auf dem Bildschirm war, sei ihr ans Herz gewachsen. Zugleich bedeute der Abschied von der Krimiserie mehr Zeit für neue Rollenangebote.

Sie könne dabei „aus dem Vollen schöpfen“: „Frauen sind eben ab vierzig nicht mehr reduziert auf die Rolle als Mutter oder als Großmutter oder auf kleine Rollen, sondern ganz im Gegenteil: Der Fokus ist auf Frauen in einem Alter gerückt, in dem sie auch Erfahrungen haben und ganz andere Geschichten erzählen können“, sagte Berben.

Ihr nächster Film drehe sich um Elisabeth Selbert, eine SPD-Frau, die maßgeblich am Grundgesetz beteiligt war.