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Skandalrapper Bushido verteidigt Hass-Video: Bushido erklärt sich

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access_time 15. Juli 2013

Bushido verteidigt Hass-Video
Skandalrapper Bushido hat in einem N24-Interview sein umstrittenes Hass-Video verteidigt. Bushido bestreitet, dass er mit seinem Video, in dem er unter anderem Grünen-Chefin Claudia Roth und FDP-Politiker Serkan Tören angreift, zu Gewalt aufruft:

„Ich möchte an dieser Stelle definitiv erst einmal darstellen, dass das absolut kein Aufruf zu irgendeiner Form von Gewalt sein soll, also überhaupt nicht. (…) Ich habe die Mittel benutzt, die mir zur Verfügung stehen. Und ich meine, Frau Roth und Herr Tören, mit denen hab ich halt schon `ne etwas längere gemeinsame Vergangenheit. Ich wurde von den beiden auch des Öfteren als Antisemit und als Proll-Arschloch und so was alles betitelt und bezeichnet – auch in der Öffentlichkeit. Und das ist jetzt meine Retourkutsche gewesen – sollte aber auf gar keinen Fall irgendwie dazu aufrufen, den Leuten irgendwie Leid anzufügen oder so.“

Der Formulierung „Ich schieß auf Claudia Roth“ sei nicht wörtlich zu nehmen, so Bushido. Wer die Rapper-Sprache kenne, werde das verstehen:

„In unserer Sprache ist das so: „Schießen“ wird mit „Beleidigen“ oder mit „Anmachen“, mit „Anpöbeln“, sozusagen, gleichgesetzt. „Schießen“ wird in diesem Falle – und auch in UNSEREM Falle – auf gar keinen Fall irgendwie mit Waffen oder Munition sozusagen assoziiert – und wenn ich überhaupt schieße, dann mit Worten und nichts anderem.“

Entschuldigen möchte Bushido sich nicht für sein Hass-Video – auch wenn er einräumt, dass er mit seiner Provokation vielleicht ein bisschen zu weit gegangen ist: „Ich möchte mich auf jeden Fall dahingehend äußern, dass das auf gar keinen Fall als eine Art Drohung, Mord-Drohung, was auch immer aufgefasst werden soll. (…) Ich glaube, ich hab ein bißchen über das Ziel hinausgeschossen, aber ich würd mich hier jetzt auf gar keinen Fall entschuldigen.“

Dass gerade junge Fans den Text missverstehen könnten, glaubt Bushido nicht:

„Ich bin ganz fest der Meinung, dass Menschen, die sich mit Rap auseinandersetzen, die Rap mögen und die das sozusagen jeden Tag irgendwie konsumieren, dass die sehr gut wissen, wie man damit umzugehen hat – ob die nun 15, 25 oder 30 sind, für mich spielt das keine Rolle. Schwierig wird es, wenn dieser Inhalt transportiert wird und Menschen damit konfrontiert werden, die dem nicht folgen können. Ich denke mal, ein Mensch der Heino-Musik hört, der Schlagerliebhaber ist, der wird damit nichts anfangen können mit dem was ich mache.“