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Glücksrad wieder da: Frederic Meisner bringt Spielshow ins Internet

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access_time 24. Mai 2013

Frederic Meisner bringt Glücksrad zurück
Wie der Mediendienst „kress“ heute schreibt, wird Frederic Meisner die legendäre SAT.1-Spielshow „Glücksrad“ zurückbringen und zwar ins Internet.

„Ich möchte einen Internet-Gaming-Kanal herausbringen“, sagt Frederic Meisner im Gespräch mit kress. Nach seinem Wunsch sollen dort „viele bekannte ,Glücksrad‘-Elemente wieder auftauchen“.

Er stehe aktuell in letzten Verhandlungen mit den „Wheel of Fortune“-Lizenzinhaber Sony Pictures Television in Los Angeles. Nach seinen Aussagen stehe man kurz vor einem Abschluss. Inwieweit also das legendäre „Glücksrad“ wiederkommen wird, ist derzeit unklar.

Doch für alle „Glücksrad“-Fans wird dies sicher eine große Freude sein.

In Deutschland erlebte das „Glücksrad“ eine sagenhafte Geschichte. Zu den Anfangszeiten war sie die beliebteste Spielshow im deutschen Fernsehen. Wir blicken auf die Geschichte zurück.

In Deutschland ging die Sendung unter dem Titel Glücksrad am 7. November 1988 bei dem Privatsender Sat.1 auf Sendung. Moderiert wurde die Ratesendung damals von Frederic Meisner und dem Schauspieler Peter Bond, die sich wöchentlich abwechselten.

„Buchstabenfee“ (die Frau, die die Buchstaben der Ratewand umdreht) war Maren Gilzer. Komponist und Produzent der Glücksrad-Musik war Klaus-Peter Sattler, 1991, im dritten Jahr des Glücksrad sang Joy Fleming das Glücksrad-Lied zur Intromusik.

Produziert wurde Glücksrad durch die VTTV-Fernsehproduktionsgesellschaft in den Havelstudios an der Berliner Havelchaussee. Regisseur war Gerrit Neuhaus. Die Platzverhältnisse an der Havelchaussee waren sehr beengt. Bild- und Tonregie waren in einem Ü-Wagen auf dem Hof untergebracht, die Aufzeichnung und Nachbearbeitung fand im Hauptgebäude statt. Masken- und Garderoben befanden sich im 1. Stock des Hauptgebäudes.

Die Preise waren in Containern auf dem Gelände verstaut und nach jeder Aufzeichnung gab es eine lange Pause, da die Preise der alten Sendung von der Palette entfernt werden mussten und erst danach die neuen Preise aufgebaut werden konnten.

Dadurch war die Zahl der möglichen Aufzeichnungen pro Tag auf 3 beschränkt. Dies war auch der Hauptgrund, später nach Adlershof umzuziehen, da hier in einer Vorbauhalle die Paletten vorbereitet werden konnten, die dann nur noch gegen die Paletten der vorherigen Sendung ausgetauscht werden mussten. Dadurch erhöhte sich die Zahl der möglichen Aufzeichnungen pro Tag auf 5.

Glücksrad war in Deutschland die zweite sogenannte „Daily Gameshow“ nach der zehn Monate früher gestarteten Sendung Ruck Zuck. Aufgrund eines Beschlusses des Neustadter Verwaltungsgerichts musste die Sendung ab April 1991 als Dauerwerbesendung gekennzeichnet werden. Im Laufe der Zeit machte die Sendung einige Veränderungen durch; viele Spielmodi (z. B. Temporunde, Bonusrunde) wurden eingeführt, verändert oder abgeschafft.

Das Glücksrad wurde zunächst montags bis freitags um 19:30 Uhr gesendet. Aufgrund des großen Erfolgs der Sendung wurde im April 1991 eine samstägliche und im September 1991 eine sonntägliche Ausgabe ins Programm genommen. Damit war das Glücksrad fast sieben Jahre lang täglich zu sehen.

1994 zog die Produktion in das Studio A auf dem ehemaligen Gelände des Deutschen Fernsehfunks, dem vormaligen Fernsehen der DDR, in Berlin-Adlershof um. Dort standen der Produktion 1200 statt bisher 600 m² zur Verfügung.

Auch beim Glücksrad gab es regelmäßig Sendungen mit Prominenten zugunsten eines guten Zwecks; so war 1992 in einer Sendung zum Muttertag die damalige Bundesministerin für Frauen und Jugend und heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel Mitspielerin. In der Sendung vom 26. Dezember 1990 war der damals noch unbekannte Bernd Stelter Kandidat in der Sendung. 2001 war er wieder dabei, diesmal im Rahmen einer Prominenten-Woche.

Obwohl das Glücksrad über lange Zeit zu den erfolgreichsten und zuschauerreichsten Formaten des Senders gehörte und auch gegen Ende immer noch gute Quoten erreichte, wurde es im Mai 1998 eingestellt.

Die Zuschauer des Glücksrads waren überwiegend ältere Menschen, die für den Privatsender zur „werbeunrelevanten“ Zielgruppe gehörten. Der geplanten „Programmverjüngung“ fielen nicht nur die Spielshows Glücksrad und Geh aufs Ganze!, sondern auch Serien wie Der Bergdoktor und Kurklinik Rosenau zum Opfer.

Dieter Thomas Heck bezeichnete die Absetzungen von Sendungen für ältere Menschen aufgrund von Werbeinteressen damals als „respektlos“ und als „Verletzung der Menschenwürde“.

Fortsetzung auf kabel eins
Nach der Einstellung der Sendung bei Sat.1 wurde das Glücksrad nahtlos auf kabel eins weitergeführt. Im Moderatoren-Team gab es jedoch einige Veränderungen: Peter Bond und Maren Gilzer verließen das Team, Sonya Kraus übernahm den Part der „Buchstabenfee“. Von der ursprünglichen Glücksrad-Besetzung blieb damit lediglich Frederic Meisner übrig.

Ende 2001 hörte auch Frederic Meisner vorerst auf. Um die Show zu modernisieren, verpflichtete Kabel 1 den durch Dingsda und Versteckte Kamera bekannten ZDF-Moderator Thomas Ohrner als Glücksrad-Leiter. Neue Buchstabenfee wurde nach dem Ausscheiden von Sonya Kraus im Jahre 2002 das Fotomodell und damalige Miss Germany Katrin Wrobel.

Die Sendung hatte ihre erfolgreichsten Zeiten jedoch schon hinter sich und wurde Ende 2002 eingestellt, am 31. Oktober 2002 lief die letzte Ausgabe bei Kabel 1.

Neuauflage bei 9Live
Im Jahre 2004 gab es bei dem Quizsender 9Live eine Neuauflage des Glücksrads. Von März 2004 bis März 2005 wurde die Sendung zunächst täglich, ab Juli 2004 dreimal wöchentlich ausgestrahlt. Moderator war erneut Frederic Meisner, für das Umdrehen der Buchstaben war nun Ramona Drews, die Frau von Jürgen Drews, zuständig.

Wie von Anfang an geplant, wurde nur eine Staffel mit 100 Sendungen als so genannte „Low-Budget“-Produktion hergestellt. Dies zeigte sich beispielsweise in der ziemlich einfachen Aufmachung des Studios und den Applaus-Einspielern, da aus Kostengründen auf ein echtes Publikum verzichtet wurde.

Denn im Gegensatz zu früheren Sendungen sollte die Produktion bei 9Live lediglich dazu dienen, neue Zuschauer für das eigentliche Kerngeschäft des Senders, die Call-In-Sendungen, anzulocken.

Mit der Einstellung der Sendungen im März 2005 verschwand das Glücksrad von den deutschen Bildschirmen. Jedoch gab es 2007 im Gameshow-Marathon auf ProSieben eine Neuauflage des Glücksrads.

Ferner hieß es bei 9Live in diversen Sendungen, in denen der Gewinn mit einem „Glücksrad“ entschieden wurde, es handele sich um das „originale Glücksrad“. Dieses wurde da bereits für 8000 Euro beim Internet-Auktionshaus eBay versteigert.