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„Tatort: Unvergessen“ heute Abend um 20.15 Uhr in der ARD

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Heute Abend um 20.15 Uhr in der ARD

© rbb/ORF/Toni Muhr


Heute Abend ermittelt wieder Oberstleutnant Moritz Eisner und seine Kollegin Bibi Fellner aus Wien. Eisner wird verletzt und leidet an Amnesie. Mehr über die heutige Folge erfahrt ihr bei uns.

Und das passiert heute Abend:
Ein nächtlicher Notruf aus einem fahrenden Auto alarmiert die Polizei in Kärnten: „Eisner, BKA Wien, Dienstnummer 318-12-58. Brauche Unterstützung!“ Wenig später wird Oberstleutnant Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) durch einen Kopfschuss schwer verletzt und reglos hinter dem Steuer seines Wagens in einem Steinbruch aufgefunden.

Als er auf der Intensivstation aufwacht, hat er nicht die geringste Ahnung, was geschehen ist. Denn er leidet unter einer „retrograden Amnesie“, durch die das traumatische Erlebnis selbst ausgeblendet wird. Eine fatale Folge der Schussverletzung.

Vergeblich sucht er nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in seinem Büro nach Hinweisen auf seine Reise in diesen Wochenend-Urlaub. Auch seine Kollegin Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Tochter Claudia (Tanja Raunig) können ihm nicht helfen. Moritz Eisner will unbedingt herausfinden, was da mit ihm passiert ist. Deshalb dirigiert er das Taxi, das ihn auf Weisung seines Chefs Ernst Rauter (Hubert Kramar) nach Hause bringen sollte, kurz entschlossen nach Kärnten um.

Die Ankunft Eisners, der unter Sprachstörungen und Aussetzern leidet, spricht sich wie ein Lauffeuer in dem Ort herum, und nicht alle sind erfreut über sein Auftauchen. Sein erster Ansprechpartner ist die örtliche Polizei, weil er u. a. die Spur eines silbergrauen Autos verfolgen will, an das er sich schemenhaft erinnern kann. Inspektor Josef Hudle (Christopher Ammann) hatte Eisner gefunden. Doch er weiß nichts von einem solchen Fahrzeug.

Als Claudia anruft, dass sie ihren Vater sucht, ahnt Bibi Fellner sofort, wo er ist und reist ihm nach. Über die Kassiererin eines Supermarktes stoßen beide schließlich auf eine erste, konkrete Spur: Die Frau weiß noch genau, dass Moritz Eisner bei ihr rote Rosen und eine Flasche Champagner gekauft und sich nach dem Weg zur Kapplerhütte erkundigt hat.

Beim Durchsuchen der Hütte kommen bei Moritz bruchstückhaft Erinnerungen an verschiedene Szenen zurück. Er erkennt auch seine Reisetasche wieder, die in einer Ecke steht. Allerdings wurden von unbekannter Hand der Wohnraum verwüstet und die Wände mit Nazi-Schmierereien besprüht.

Die beiden BKA-Spezialisten finden bald heraus, dass die Journalistin Maja Jancic-Herzog (Bojana Golenac), deren Familie die Hütte gehört, mit ihren bohrenden Fragen zu einem Massaker auf dem „Persmanhof“ in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges einigen Dorfbewohnern heftig auf die Füße getreten ist. Und dass ihr Ehemann Richard Herzog (Merab Ninidze) eine Vermisstenanzeige erstattet hatte.

Bei der Untersuchung des Kiesteiches im Steinbruch wird ein Pkw geborgen. Im Laderaum liegt die tote Maja Jancic-Herzog – erschossen, offenbar aus nächster Nähe. Auf ihrem Laptop, der unter dem Reserverad versteckt war, ist zu sehen, wie weit sie mit ihrer Dokumentation gekommen war.

Besonders brisant: Die letzte Überlebende des schrecklichen Geschehens, Jozefa Karnicar (Štefka Drolc), verrät der Filmemacherin, dass einer der am Massaker beteiligten Täter offenbar noch unbehelligt unter ihnen lebt.

Immer mehr ist Moritz Eisner davon überzeugt, dass die Untersuchung dieser Gräueltat aus den Kriegstagen, wo eine Spezialeinheit von SS und Polizei zur sogenannten „Bandenbekämpfung“ eine Bauernfamilie – darunter auch sieben Kinder – erschossen hatte, der Hintergrund für den Mord ist. Und dass viele Spuren in die rechte Szene führen.

Heftig geraten der Sondermittler aus Wien und der Besitzer des Steinbruchs Franz Wiegele (Juergen Maurer) aneinander, der ganz offensichtlich einige Familien-Geheimnisse zu verbergen hat. Sein Sohn Toni (Aaron Karl) wird zum Hauptverdächtigen, weil er sich am mutmaßlichen Tatort aufhielt, als der alkoholkranke Spezi (Gerhard Liebmann) mit gebrochenem Genick aufgefunden wird.

Aus verschiedenen Reaktionen schließt Bibi Fellner, dass Moritz Eisner Maja Jancic-Herzog nicht nur schon seit langer Zeit kannte, sondern dass beide auch eine sehr persönliche Beziehung hatten. Hatte sie sich vielleicht bedroht gefühlt und ihn um Hilfe gerufen? Jetzt ist Bibi jedoch überzeugt, dass ihr Partner sich bei seinen Ermittlungen in eine Sackgasse verrannt hat. Weil er überall eine Verschwörung von ewig Gestrigen und Dorfbewohnern sieht.

Zutiefst beunruhigt durch die Ereignisse in Kärnten ist Ernst Rauter bereits auf dem Weg, um seinen Chefinspektor sofort abzuziehen, der sich ja eigentlich im Krankenstand befindet. Der will dieser Konfrontation ausweichen und sich deshalb von Majas Ehemann Richard Herzog im Auto zurück nach Wien mitnehmen lassen.

Als Bibi Fellner durch Zufall in der Reisetasche aus der Hütte einen USB-Stick findet, hat sie plötzlich den Schlüssel zu dem Verbrechen in der Hand, der alles in eine völlig andere Richtung lenkt. Verzweifelt versucht sie, Moritz Eisner zu erreichen. Aber der kann nicht antworten, weil er durch die Höhenluft, die seine Verletzung verschlimmert, ohnmächtig geworden ist. Als er wieder zu sich kommt, steht er plötzlich völlig unerwartet vor der Lösung des Falls.

Das Drehbuch schrieb Sascha Bigler, der auch Regie führte. „Unvergessen“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von Graf Filmproduktion, gefördert vom Land Kärnten.

„Tatort: Unvergessen“ heute Abend um 20.15 Uhr in der ARD.