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Olivia Jones erste Bewohnerin des Dschungels

(c) RTL / Screenshot


Olivia Jones ist die erste Bewohnerin des Dschungelcamps, die RTL offiziell bestätigt. Wir haben hier die wichtigsten Informationen über sie.

Angefangen hat alles mit Muttis Frauenkleidern im beschaulichen Springe – draus geworden ist ein schriller und erfolgreicher Paradiesvogel: Olivia Jones ist heute Promi-Gastronomin, Touristik Unternehmerin, Society-Reporterin und selbsternannte Bürgermeisterin von St. Pauli. Die Presse nennt sie „Kult-Transe“, „Hamburg Ikone“ oder „Kiez-Königin“ – aber trotz eigenem Denkmal im Geburtsort ist die Dschungelcamp-Kandidatin Olivia Jones ein Star zum Anfassen geblieben.

Ein ungewöhnlicher Werdegang im Zeitraffer: Geboren in Springe bei Hannover. Gefühltes Alter: Chronische 28. Schon in der Schulzeit erste Travestie-Auftritte – zum Leidwesen von Familie und Lehrern! Auch zur Bundeswehr-Musterung erscheint Olivia Jones im „Fummel“ und antwortet auf die Fang-Frage, auf welche Toilette sie denn gehen würde, für Männer oder Frauen, „Immer dahin wo gerade mehr los ist!“. Sie wird für „wehruntauglich“ erklärt. Zum Zeitvertreib künstlerische Weiterbildung: Sprechtraining, Schauspielunterricht und Maskenbildner-Kurse. 1989/90 Umzug nach Hamburg. Erste Auftritte und – nach Fürsprache von Lilo Wanders – wenig später eigene Shows im legendären Schmidt-Theater auf der Reeperbahn.

Im Jahr 1997 erfolgt der internationale Durchbruch: Olivia Jones setzt sich in Miami als offizielle „Miss Drag Queen Of The World“ gegen zahlreiche Mitbewerber(innen) aus aller Welt durch. Diverse TV-Engagements folgen, u.a. als Grand Prix-Reporterin für RTL und als CSD-Moderatorin für MTV. Zudem folgen erste herausragende Gala-Moderationen – z. B. für die UNICEF an der Seite von Nina Ruge. Sie engagiert sich ehrenamtlich, vor allem für die weltgrößte Tierschutzorganisation PETA an der Seite von Nina Hagen.

Anfang 2004 startet die medienwirksame Gegen-Kandidatur zu Rechtsaußen-Politiker Ronald Schill bei der Hamburger Bürgerschaftswahl. Prominenten Unterstützer der Dschungelcamp-Kandidatin sind u. a. Udo Lindenberg und Pamela Anderson, begleitet von großem Presse-Echo von Deutschland bis Amerika.

Wahlausgang: Einzug in die Bürgerschaft verpasst, aber Wahlziele erreicht – Schill scheitert an der 5-Prozent Hürde, Olivia Jones erhält mehr Stimmen als die Ex-Schill-Partei, die NPD sowie die Partei Bibeltreuer Christen, womit das Image Hamburgs als tolerante Stadt und „Tor zur Welt“ aus Olivias Sicht gerettet ist. Jedenfalls vorerst.

Zur Fußball-WM 2006 macht die Dschungelcamp-Kandidatin auf Anregung der Stadt erstmals eigene Touristen-Führungen über die Reeperbahn. Aufgrund des großen Zuspruchs seit September 2008 auch eigene Hafenrundfahrten. Ende 2008 eröffnet sie die „Olivia Jones-Bar“ auf der legendären „Großen Freiheit“ und im Mai 2010 direkt gegenüber „Olivias Wilde Jungs“ – die erste Menstrip-Bar zu der nur Frauen Zutritt haben, was von der Presse als „Gipfel der Emanzipation“ gefeiert wird. Der Zuspruch des weiblichen Publikums lässt nicht lange auf sich warten.

Im August 2010 setzt der NDR Olivia Jones im Rahmen der Kampagne „Das Beste im Norden…“ ein Denkmal in ihrer Geburtsstadt. Zu diesem Zeitpunkt hat sie sich jedoch eigentlich längst schon selbst eines gesetzt: Als „Star-Reporterin“ des NDR-Satire-Magazins „Extra 3“ beim NPD-Landesparteitag in Niedersachsen im stilechten BDM-Outfit als „graue Maus“ unter „braunen Buben“. Der Sendemitschnitt wurde bei Youtube millionenfach abgerufen und tausendfach kommentiert. Der Release des eigenen Proseccos rundet das erfolgreiche Jahr ab.

Vorläufiger Höhepunkt der Karriere: Im Frühjahr 2012 eröffnet die Drag Queen in einem Hinterhof der Großen Freiheit „Olivias Show Club“. In den Räumen eines ehemaligen Bordells gibt es nun „Burlesque, Travestie und Comedy“. Das Kieztour-Team ist mittlerweile auf sechs Guides angewachsen, darunter Lilo Wanders, Tanja Schumann, Sven Florijan und Eve Champagne.

Es bleibt spannend, was die Zukunft sonst noch bringen wird. „Langweilig wird’s jedenfalls nicht“ wie Olivia Jones immer so schön zu sagen pflegt.