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Dirk Bach im Alter von 51 Jahren verstorben

© Jens Hauer / Capitol Theater


Mit Bestürzung haben wir den Tod von Dirk Bach zur Kenntnis genommen. Doch die Stimmen werden immer lauter, die nach dem Grund des Todes suchen.

Die Familie, die Angehörigen, Freunde und auch Fans des gestern Nachmittag verstorbenen Dirk Bach möchten wissen, wieso er sterben musste. Eines ist aber ganz klar: Es gab kein Fremdverschulden. Es gibt auch keine Hinweise auf einen Alkohol- oder Drogenmissbrauch. Also woran starb dann Dirk Bach?

Eine mögliche Ursache könnte das Herz von Dirk Bach sein, denn bereits im Jahre 2007 erkrankte Dirk Bach so schwer, dass er damals alle Termine absagen musste und seither Medikamente nahm. Natürlich war dafür sein Übergewicht verantwortlich, welches ihm Herzbeschwerden und Bluthochdruck bescherte. Doch kann dies solch einen plötzlichen Tod auslösen?

Wir werden wohl heute im Laufe des Tages oder in den nächsten Tagen Klarheit haben und wissen, wie und woran Dirk Bach gestorben ist. Aber das wird uns Dirk Bach auch nicht wieder zurückbringen.

Lest hier die Reaktionen von Dirks Kollegen und Weggefährten.

Der gebürtige Kölner sollte in dem Theaterstück „Der kleine König Dezember“ auftreten. Am Donnerstag sollte die Voraufführung stattfinden. Dirk Bach sei in einem Appartementhaus in Berlin-Lichtenfelde gestorben.

Harald Lachnit, der Sprecher des Schlosspark-Theaters Berlin, sagte dazu: „Am Montagnachmittag sollte die erste Probe auf der großen Bühne stattfinden. Zuvor hatte Dirk noch einen Pressetermin ausgemacht. Wir wunderten uns, als er den nicht wahrnahm und er auch nicht zur Probe kam. Und so fuhr der Regisseur des Stücks, Lorenz Christian Köhler, in Dirks Hotel.“

Mit einer Hotelangestellten verschaffte sich Köhler Zugang zum Zimmer – und fand Bach leblos vor. Um 16.07 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr ein. Der alarmierte Notarzt konnte allerdings nur noch den Tod von Dirk Bach feststellen. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht, sagte ein Polizeisprecher.

Das Schlosspark-Theater in Berlin schreibt auf ihrer Facebook-Seite:

Sehr geehrte Damen und Herren! Dem Schlosspark Theater obliegt die traurige Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass Dirk Bach für uns völlig unerwartet heute verstorben ist. Wir haben Dirk Bach als lebenslustigen und sehr liebeswerten Kollegen kennen gelernt, um so mehr schmerzt der Verlust. In der geplanten Premiere am 6. Oktober 2012 hätte er als kleiner König Dezember sagen sollen: „Und wer tot ist, wird ein Stern!“ Dieter Hallervorden, Intendant; Evangelia Epanomeritaki, Theaterleitung; Lorenz Christian Köhler, Regisseur.

Seit 2004 moderierte er zusammen mit Sonja Zietlow die RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Weihnachten 2005 strahlte Sat.1 eine Verfilmung von „Urmel aus dem Eis“ mit Dirk Bach in der Hauptrolle als Urmel aus. Von 2006 bis 2008 fungierte er außerdem als Spielleiter der Improvisationscomedy „Frei Schnauze XXL“ auf RTL.

Von 2000 bis 2007 trat Bach als Pepe in der Sesamstraße auf. Er war Sprecher in der Zeichentrickserie Oggy und die Kakerlaken und er gab dem Tom aus der Serie Tom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig seine Stimme. In verschiedenen Hörbüchern liest Bach Werke von Walter Moers, Terry Pratchett oder Franz Kafka, aber auch Märchen wie beispielsweise Urmel aus dem Eis von Max Kruse. Er leiht u. a. auch Cäpt’n Sharky in der gleichnamigen Hörspielreihe seine Stimme.

In der Schillerstraße von Sat.1 wirkte Dirk Bach 2004 und 2005 als Freund von Cordula Stratmann mit, und 2009 kehrte er als Kurier und Freund von Jürgen Vogel dorthin zurück.

Im April und Mai 2008 moderierte Dirk Bach die Show „Power of 10“ bei VOX. Vom Mai bis Juni 2008 stand Bach nach längerer Theaterbühnenabstinenz mit der Komödie Sein oder Nichtsein, ein Stück nach dem gleichnamigen Film von Ernst Lubitsch, auf der Bühne des Millowitsch-Theaters in Köln. 2009 moderierte er die Sendung „Einfach Bach“ bei Sat.1. Im Sommer 2010 gehörte er zum Ensemble der Wormser Nibelungen-Festspiele.

Seit 12. November 2011 wirkte Dirk Bach in der Rolle des Heinz Wäscher in dem Musical „Kein Pardon“ im Capitol Theater Düsseldorf mit.

In vielen seiner Produktionen arbeitete er eng mit Hella von Sinnen zusammen, die er aus den Zeiten einer gemeinsamen Kölner Wohngemeinschaft kannte.

2012 spielte er mit Luxuslärm und Culcha Candela in dem Musikvideo zu „Mehr Gewicht“ mit.

Bach setzte sich für die Gleichberechtigung von Homosexuellen ein. So nahm er an der Aktion EinszuEins des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland teil, dessen Mitglied er war.
1999 gab Bach in Florida seinem langjährigen Lebensgefährten das Eheversprechen und verlobte sich damit; heiraten wolle er aber erst, wenn die homosexuelle Ehe der heterosexuellen rechtlich gleichgestellt sei.

Dirk Bach unterstützt Amnesty International und die Organisation PETA, von der er 2001 mit dem Humanitarian Award ausgezeichnet wurde. 2008 erhielt Bach den Reminders Day Award für sein Engagement im Kampf gegen HIV und AIDS. 2007 war Bach Pate des Deutschen Kinderpreises.