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Deutsche Fernsehpreis 2011: Das sind die diesjährigen Gewinner

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Die Moderatoren Nazan Eckes und Marco Schreyl

(c) RTL


Am gestrigen Sonntag wurden zum 13. Mal der „Deutsche Fernsehpreis“ verliehen. Nazan Eckes und Marco Schreyl moderierten die Verleihung.

Den Ehrenpreis erhielt Joachim Fuchsberger und wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der Publikumspreis als „Bester Entertainer“ ging an Stefan Raab. Stefan Raab siegte knapp mit 41,5 Prozent der Stimmen vor Joko und Klaas mit 41 Prozent und vor Günther Jauch mit 17,5 Prozent.

Und hier sind die Gewinner des diesjährigen Fernsehpreises

„Homevideo“ von Kilian Riedhof mit Wotan Wilke Möhring und Jonas Nay wird „Bester Fernsehfilm“
Starke Autoren- und Regie-Leistungen sowie erstklassige Besetzungen prägen den Fernsehfilm des Jahres. Das Drama „Homevideo“ gewinnt in der 5er Kategorie „Bester Fernsehfilm“ vor „In aller Stille“ (ARD) mit Nina Kunzendorf, Maximilian Brückner und Michael Fitz, „Die fremde Familie“ (ARD) mit Katja Riemann, „Die Hebamme – Auf Leben und Tod“ (ZDF) mit Brigitte Hobmeier, und „Undercover Love“ (RTL) mit Anja Kling und Henning Baum.

„Förderpreis“ an Jonas Nay für seine Hauptrolle in „Homevideo“
Der 21-jährige Jonas Nay erhielt in diesem Jahr den mit 15.000 Euro dotierten Förderpreis. Die Jury zeichnet den Jungschauspieler für seine herausragende Leistung in „Homevideo“ aus. Nay spielt einen Teenager, der durch einen unglücklichen Zufall zum Cyber-Mobbing-Opfer wird und letztlich keinen anderen Ausweg als den Tod sieht. Die Jury meint: „Das intensive Spiel von Newcomer Jonas Nay ist zutiefst bewegend. Seine schonungslose und präzise Darstellung eines Teenagers, der unaufhaltsam im Strudel der Ereignisse ertrinkt, fesselt und quält zugleich. Nay liefert sich der Kamera aus und bringt den Zuschauer mit seinem eigenen Gefühlskampf in Bedrängnis.“

„Bester Mehrteiler“ ist „Hindenburg“
Der opulente History-Zweiteiler von Philipp Kadelbach (Regie) mit Maximilian Simonischek in der Hauptrolle gewann vor „Go-West – Freiheit um jeden Preis“ und „Der kalte Himmel“ (ARD). Besonders überzeugten die Jury an der „Hindenburg“ auch das Szenenbild und die Special Effects von Benedikt Herforth und Denis Behnke.

„Weissensee“ setzt sich als „Beste Serie“ durch
Deutschland zu DDR-Zeiten: Die Ost-Berliner Familiensaga, mit Hannah Herzsprung, Florian Lukas, Katrin Sass, Uwe Kockisch und Jörg Hartmann großartig besetzt, spinnt sich um Liebe, Intrige und Politik. Die sechsteilige Serie „Weissensee“ (ARD) hat sich gegen „Doctor’s Diary“ (RTL) und „Der letzte Bulle“ (SAT.1) durchgesetzt.

Nina Kunzendorf wird „Beste Schauspielerin“, Jörg Hartmann wird „Bester Schauspieler“
Zehn großartige Schauspieler traten in den beiden Kategorien gegeneinander an. Nina Kunzendorf erhält den Fernsehpreis für ihre exzellente Interpretation der zerrissenen Mutter und Kommissarin aus „In aller Stille“ (ARD).
Jörg Hartmann gewann mit seinem überzeugenden Spiel als Stasi-Karrierist in der Serie „Weissensee“ (ARD).

„Eurovision Song Contest 2011“ holt den Preis für „Beste Unterhaltung“
Fulminant vom Opening bis zum Siegersong, frech, souverän und dreisprachig präsentiert. Anke Engelke, Stefan Raab und Judith Rakers moderierten das spektakuläre TV-Ereignis live aus Düsseldorf. Mit dem „Eurovision Song Contest“ entscheidet die ARD die Kategorie „Beste Unterhaltung“ somit in diesem Jahr für sich – vor den beiden RTL-Showproduktionen „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (RTL) und „Let’s Dance“ (RTL).

„Ladykracher“ gewinnt in der Kategorie „Beste Comedy“
Eine in allen ihren Rollen großartige Anke Engelke überzeugt die Jury mit ihrer neuen Staffel von „Ladykracher“. Daneben waren „Die Bülent Ceylan Show“ (RTL) und die „heute-show“ (ZDF) nominiert.

„Stellungswechsel“ wird „Beste Unterhaltung Doku“
Der Newcomer „Stellungswechsel – Job bekannt, fremdes Land“ (kabel eins) setzte sich mit überraschenden interkulturellen Einsichten gegen das Auswanderer-Format „Goodbye Deutschland“ (VOX), sowie die ZDF-Produktion „Der Wettlauf zum Südpol“ (ZDF) durch.

„RTL-Boxen: Wladimir Klitschko vs. David Haye – Der Kampf“ als „Beste Sportsendung“ geehrt
Als große Oper überzeugt die Inszenierung „RTL Boxen: Klitschko vs. Haye – Der Kampf“ (RTL) und punktete so gegen die Live-Übertragung von „heimspiel! extra: Frankfurt Marathon“ (HR) und das WDR-Format „sport inside“.

Fukushima-Experte Ranga Yogeshwar für „Beste Information“ ausgezeichnet
Korrespondenten und Experten informierten auch in diesem Jahr von den Ereignissen, die unsere Welt veränderten: Ranga Yogeshwar erhält den DEUTSCHEN FERNSEHPREIS als ARD-Experte in der Fukushima-Berichterstattung. Neben Yogeshwar waren Antonia Rados als Korrespondentin für Ihre Nahost-Berichterstattung, insbesondere aus Libyen (RTL/n-tv) und Rolf-Dieter Krause als Korrespondent für seine Brüssel-Berichterstattung zur Euro-Krise (ARD) nominiert.

„Beste Dokumentation“: „Wärst Du lieber tot?“
In der 5er Nominierung beeindruckte Christina Seeland mit der Dokumentation „Wärst Du lieber tot?“ (ZDF), einem Film über das, was das Leben ausmacht, aus der Sicht von behinderten Menschen. Außerdem nominiert waren „Geheimsache Mauer – Die Geschichte einer deutschen Grenze“ (ARD), „Hunger“ (ARD), „The other Chelsea – Eine Geschichte aus Donezk“ (ZDF) und „Und wir sind nicht die Einzigen“ (3sat/ZDF).

„Beste Reportage“: „die story: Adel vernichtet – Der bemerkenswerte Niedergang des Bankhauses Oppenheim“
Mit enormer Rechercheleistung setzte sich „die story: Adel vernichtet – Der bemerkenswerte Niedergang des Bankhauses Oppenheim“ (WDR) gegen die Reportage „Heute ist gestern und morgen“ (Arte/WDR) sowie die ZDFneo-Reihe „Wild Germany“ mit Manuel Möglich durch.

„Besondere Leistungen Information, Unterhaltung und Fiktion“
Bei der diesjährigen Verleihung des DEUTSCHEN FERNSEHPREISES wurden wie bereits im letzten Jahr auch Preise in den Kategorien der „Besonderen Leistung“ verliehen.
So gewannen Denis Scheck und Andreas Ammer mit ihrer Sendung „Druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck“ (ARD) die „Besondere Leistung Information“.
Rolf Seelmann-Eggebert wurde als Adelsexperte der ARD-Royalty-Berichterstattung mit der „Besonderen Leistung Unterhaltung“ geehrt, insbesondere für „Küss mich, Kate! Prinz William traut sich!“.
Den Preis „Besondere Leistung Fiktion“ erhielten die Regisseure der Trilogie „Dreileben“ (ARD): Christian Petzold, Dominik Graf und Christoph Hochhäusler überzeugten mit einem Fernseh-Experiment. Entstanden sind drei Filme von drei verschiedenen Regisseuren, die eine Geschichte aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen.

„Publikumspreis“: Kopf an Kopf-Rennen mit Fotofinish – Die Zuschauer wählen Stefan Raab als „Besten Entertainer“
Stefan Raab siegte knapp mit 41,5 Prozent der Stimmen vor Joko und Klaas mit 41 Prozent und vor Günther Jauch mit 17,5 Prozent. Zur Auswahl als Bester Entertainer standen zunächst 13 Moderatoren bzw. Moderatorenpaare. Vier Tage vor der Verleihung stand die Nominierung der ersten Drei fest. Bis zum Tage der Preisverleihung wurde noch online, sowie telefonisch abgestimmt.

„Lobende Erwähnungen“ für CNN-Korrespondent Frederik Pleitgen und Produzentin Rola Bauer
Gemäß Statut ist die Auszeichnung von internationalem Fernsehen nicht vorgesehen. Dennoch hat die Jury im Laufe des Fernsehjahres international arbeitende Fernsehmacher gesehen, die sie mit einer „Lobenden Erwähnung“ hervorhebt: CNN-Korrespondent Frederik Pleitgen hat unter schwierigen Bedingungen von den Krisenorten des Jahres, wie zum Beispiel Ägypten und Liybien, berichtet. Produzentin Rola Bauer stemmte gemeinsam mit einem internationalen Konsortium die achtstündige Mini-Serie „Die Säulen der Erde“ (SAT.1/Tandem Communications).

Weitere Infos zum „Deutschen Fernsehpreis 2011“ finden Sie auf der offiziellen Homepage Deutscher Fernsehpreis 2011