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Benjamin Kiss

Ab dem 20. April, in Folge 3823, übernimmt Benjamin Kiss die Rolle des Familienvaters Henning Fink, der bisher von Andreas Zimmermann dargestellt wurde. Zimmermann verließ die Soap, weil er sich einem Theaterengagement widmen wollte. Benjamin Kiss spielte bereits eine Gastrolle in GZSZ (als Leon´s Arzt) und machte in den 90er Jahren in Kanada mit seinem damaligen Freund Mark Tewksbury, einem olympischen Schwimmprofi, Schlagzeilen.

RTL führte mit ihm ein Interview, welches wir hier für Euch bereitgestellt haben.

Benjamin, haben Sie sich vorher mit der Rolle beschäftigt?

Benjamin Kiss: Natürlich. Ich habe ein bisschen geguckt, was der Kollege gemacht hat, aber relativ schnell gemerkt, dass ich mir das nicht anschauen sollte. Ich möchte niemanden kopieren und darin wurde ich auch von der Produktion bestärkt. Insofern habe ich mich davon unabhängig mit der Rolle beschäftigt und gebe Henning nun mein Gesicht.

Sie haben ja schon ein abwechslungsreiches Leben hinter sich …

Benjamin Kiss: Ich bin in der Schweiz aufgewachsen, habe auf Ibiza gelebt und bin dann nach Berlin gezogen, um an der Ernst-Busch-Schauspielschule zu studieren. Meiner Oma zuliebe bin ich danach ans Theater Baden-Baden gegangen. Ich wollte unbedingt, dass sie mich mit ihren 93 Jahren einmal auf der Bühne sieht. Einmal hat sie es auch geschafft. Nach acht Monaten bin ich dann dort weggegangen. Ich habe weder den Ort noch das Theater ausgehalten. Als junger Schwuler war damals in Baden-Baden wirklich gar nichts los. Als junger Schauspieler am Theater hast du auch kein Geld. Ich konnte mir nicht mal einen Zug nach Berlin leisten. Über Berlin bin ich dann nach Kanada gekommen, und habe gleichzeitig in Berlin an verschiedenen Theatern gespielt. Ich bin viel hin und her geflogen. Und nach fast vier Jahren bin ich wieder zurückgekommen und habe mit Falk Richter an der Schaubühne und am Zürcher Schauspielhaus ein Projekt gemacht. Dann habe ich drei Jahre Freie Kunst an der UDK als Gaststudent von Rebecca Horn studiert. Es folgten eine Reihe Ausstellungen.

Was haben Sie in Kanada gemacht?

Benjamin Kiss: In meiner Jugend in der Schweiz war ich Eiskunstläufer. Diese Erfahrungen und meine Ausbildung zum Schauspieler ergaben einen ganz neuen Beruf. Ich habe in Kanada die Nationalmannschaft der Synchronschwimmerinnen im Fach Schauspiel unterrichtet. Das hat sehr gut funktioniert. So gut, dass mich die australische Nationalmannschaft zur Vorbereitung auf die Olympiade in Sydney engagierte. Eine spannende Herausforderung, die mir viel Spaß gemacht hat. Ich habe dort mit meinem Freund, dem olympischen Schwimmchampion von 1992, Mark Tewksbury, gelebt. Ich war sein erster offizieller Freund. Sein öffentliches Outing 1998 war sehr aufsehenerregend. Ich hatte ihn schon 1992 im Fernsehen gesehen und fand ihn klasse. Dass ich ihn fünf Jahre später in Berlin kennen lernte, war glücklicher Zufall. Mittlerweile sind wir aber getrennt. Ein Glück für meine Liebe heute.

Warum sind Sie vom Theater aufs Fernsehen umgestiegen?

Benjamin Kiss: Auf der Schauspielschule „Ernst Busch“ habe ich gelernt, dass man als Schauspieler eher „ans Theater“ geht und nicht zum Fernsehen. Ich wollte aber immer schon vor der Kamera spielen. Erst nachdem ich Bildende Kunst studiert habe, hab ich meinen kreativen Pool wieder gefunden und die Lust zu spielen. Dann traf ich 2009 einen Agenten, der es mit mir probieren wollte und hatte zuerst eine kleine Rolle bei „Vulkan“, einem RTL-Event-Movie, und kam dann als Gast zu GZSZ als Leons Arzt. Und nun bin ich bei „Unter uns“ im Hauptcast gelandet.

Was sind Ihre ersten Eindrücke von der Serie?

Benjamin Kiss: Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich freudig erstaunt bin, wie nett alle sind. Hier wird ein ganz toller Umgang gepflegt. Wir Schauspieler funktionieren ja so: Wenn man uns mag, geben wir alles und wenn wir Druck kriegen, machen wir zu. Die Leistung der Schauspieler hier ist enorm. Wie die unter den Rahmenbedingungen arbeiten, ist hardcore. Acht Folgen pro Woche ist kein Pappenstiel. Das merke ich auch, Freizeit bleibt im Moment auf der Strecke. Abends gehe ich nach Hause und lerne Text. Am Anfang ist das so, das wird sich sicher mit der Zeit einspielen. Man wird dabei ein wenig wie die Figur, die man spielt … oder war das umgekehrt!?

Foto: RTL / Hayden Verry